{"id":139675,"date":"2015-06-10T16:29:37","date_gmt":"2015-06-10T14:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=139675"},"modified":"2015-06-10T16:29:37","modified_gmt":"2015-06-10T14:29:37","slug":"per-rad-zum-grab-des-riesen-mils","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=139675","title":{"rendered":"Per Rad zum Grab des Riesen Mils"},"content":{"rendered":"<p>Die Milseburg in der Gemeinde Hofbieber ist mit 835 Metern die h\u00f6chste Erhebung der Kuppenrh\u00f6n und eine der bekanntesten Berge in der Rh\u00f6n \u00fcberhaupt. Nicht nur f\u00fcr Wanderer, sondern auch auf dem Rad bietet die Milseburg ein attraktives Ziel, selbst wenn eine mehr oder weniger anstrengende Steigung bew\u00e4ltigen werden muss. Der Lohn: Grandiose Fernblicke auf die Rh\u00f6n und das Fuldaer Land.<\/p>\n<p>Der Sage nach verdankt der Berg seinen Namen dem Riesen &#8220;Mils&#8221;, der hier im Verbund mit dem Teufel sein Unwesen getrieben haben soll. Er verfolgte die heiligen Gottesm\u00e4nner, die zur Bekehrung der Heiden ins Land gekommen waren. Schlie\u00dflich machte sich der Heilige Gangolf, ein burgundischer Ritter, gemeinsam mit einigen Mitstreitern auf den Weg, um den Riesen zu bezwingen. Dem Ansturm der gottesf\u00fcrchtigen M\u00e4nner war der Riese Mils nicht gewachsen, so dass er sich selbst das Leben nahm. Da warf der Teufel Steine auf den Leichnam des Selbstm\u00f6rders und bedeckte diesen vollst\u00e4ndig. Auf diese Weise erhielt die Bergerhebung, die bei genauer Betrachtung tats\u00e4chlich wie ein schlafender Riese aussieht, den Namen Milseburg.<\/p>\n<p>Von Fulda und Hilders ist die Milseburg \u00fcber den Milseburgradweg gut zu erreichen. Auf dem Weg dorthin gibt es viele Sehensw\u00fcrdigkeiten und Ausflugsziele, f\u00fcr die sich ein Abstecher lohnt. So bietet zum Beispiel die Kunststation Kleinsassen mit dem einzigartigen Skulpturengarten jede Menge kultureller Highlights. Die Radtour ist mit vergleichsweise geringen Steigungen gut zu bew\u00e4ltigen. Ob nun \u00fcber Schackau und Kleinsassen oder von Hilders \u00fcber Eckweisbach und Oberbernhards kommend, lediglich die Steigung mit etwa 130 H\u00f6henmetern zum Parkplatz Danzwiesen stellt eine echte sportliche Herausforderung dar. Nur wenige Meter oberhalb des Parkplatzes liegt die Milseburgstube mit Biergarten, Restaurant und Caf\u00e9. Regionale K\u00fcche sowie hausgemachte Kuchen und Torten erwarten die Radfahrer bei Ute und Uwe Zink. Ab elf Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang ist das Lokal an sechs Tagen in der Woche in den Sommermonaten ge\u00f6ffnet, lediglich dienstags ist Ruhetag.<\/p>\n<p>Schon in den siebziger Jahren war das Haus ein beliebtes Ausflugsziel. Nach dem Tod seines Vorg\u00e4ngers habe es monatelang leer gestanden, wei\u00df Uwe Zink zu berichten. Der erfahrene Gastwirt traf gemeinsam mit seiner Ehefrau Ute die Entscheidung, das beliebte Ausflugslokal wiederzubeleben. &#8220;Viele Radfahrgruppen nicht nur aus der Region kommen zu uns, um hier eine Pause einzulegen. In den letzten Jahren hat vor allem auch die Zahl der E-Bike-Fahrer zugenommen&#8221;, sagt Zink. Daf\u00fcr habe er eigens vier Steckdosen und sogar eine Solarstation angebracht. Mit 60 Pl\u00e4tzen im Innenbereich und gut 100 Pl\u00e4tzen im Biergarten bietet die Milseburgstube ausreichend Platz f\u00fcr Radfahrer, Wanderer und auch Ausfl\u00fcgler, die mit dem Auto kommen. Von hier aus kann man den Aufstieg zum Gipfel der Milseburg in Angriff nehmen. Es gebe auch einige Mountainbiker, die es tats\u00e4chlich bis zum Berggipfel schafften, best\u00e4tigt der Gastronom.<\/p>\n<p>In diesem Jahr seien es aber noch nicht so viele Radler gewesen, weil das Wetter nicht mitspielt habe. Zwar sei es trocken, &#8220;aber die Sonne hat sich noch nicht wirklich raus getraut&#8221;, bedauert der Gastronom. &#8220;Der Biergarten war in dieser Saison noch nicht so oft auf.\u00c2\u00a0 Doch die Wetterprognosen versprechen Besserung.&#8221;<\/p>\n<p>Zum Bild: Noch ist der Biergarten der Milseburgstube verwaist, doch glaubt man den Meteorologen soll sich dies bald \u00e4ndern. Dann k\u00f6nnen Radfahrer und Ausfl\u00fcgler auch den tollen Ausblick genie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Milseburg in der Gemeinde Hofbieber ist mit 835 Metern die h\u00f6chste Erhebung der Kuppenrh\u00f6n und eine der bekanntesten Berge in der Rh\u00f6n \u00fcberhaupt. Nicht nur f\u00fcr Wanderer, sondern auch auf dem Rad bietet die Milseburg ein attraktives Ziel, selbst wenn eine mehr oder weniger anstrengende Steigung bew\u00e4ltigen werden muss. 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