{"id":139303,"date":"2015-06-07T21:40:30","date_gmt":"2015-06-07T19:40:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=139303"},"modified":"2015-06-07T21:40:30","modified_gmt":"2015-06-07T19:40:30","slug":"refugium-fuer-bedrohte-tier-und-pflanzenarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=139303","title":{"rendered":"Refugium f\u00fcr bedrohte Tier- und Pflanzenarten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einst stellten ein Fluss und seine Auen eine dynamische Landschaft dar, die gepr\u00e4gt war von periodischen \u00dcberschwemmungen, sich \u00e4ndernden Strukturen und einer heute kaum noch vorstellbaren Vielfalt an Lebensr\u00e4umen sowie Tier- und Pflanzenarten. Zunehmend fielen Auenw\u00e4lder sowie Sand- und Kiesb\u00e4nke, S\u00fcmpfe, Altw\u00e4sser und Schilfzonen jedoch einer st\u00e4ndig steigenden Intensivierung der Landnutzung zum Opfer.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Verwunderlich war es daher nicht, dass die meisten Wildpflanzen und Tiere der Flussauen bis auf wenige k\u00fcmmerliche Reste verschwanden und oftmals eine eint\u00f6nige, artenarme Flussauenlandschaft zur\u00fcckblieb. Ende der 80er beziehungsweise Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts hat man dann aber vielerorts versucht, durch das Anlegen neuer Lebensr\u00e4ume im Auenbereich wieder Refugien f\u00fcr die verdr\u00e4ngte Flora und Fauna zu schaffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen solchen Lebensraum repr\u00e4sentiert das eine Fl\u00e4che von 22 Hektar umfassende Naturschutzgebiet \u201eMosbachwiesen bei R\u00f6nshausen\u201c, das sich in der Fuldaaue zwischen den Eichenzeller Ortsteilen R\u00f6nshausen und L\u00fctter, s\u00fcdlich der Landstra\u00dfe 3307, befindet. Das 1985 ausgewiesene Gebiet wird im Norden von einem flachen Hang, der nach S\u00fcden hin in die Aue abf\u00e4llt, begrenzt. Die Aue und der Hang bestehen aus abgelagerten Schlemmb\u00f6den. Ein zum Teil bewaldeter Steilhang auf Mittlerem Buntsandstein bildet die s\u00fcdliche Abgrenzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Verlauf der Fulda wird haupts\u00e4chlich von Erlen und Weiden begleitet. Die beiden sich im Naturschutzgebiet befindenden Betriebsgr\u00e4ben weisen einen teilweise nur sp\u00e4rlichen beziehungsweise \u00fcber weite Strecken fast g\u00e4nzlich fehlenden Baumbestand auf. Hochstaudenfluren, M\u00e4des\u00fc\u00df-Best\u00e4nde sowie Gro\u00df- und Kleinseggenriede lassen sich im Bereich der Nass- und Feuchtwiesen beobachten. Hier sind stellenweise auch recht \u00fcppige Vorkommen der Sumpf-Dotterblume anzutreffen, die als Leitart f\u00fcr \u00f6kologisch wertvolles Feuchtgr\u00fcnland gilt. Der im Fr\u00fchjahr 1984 angelegte Teich zeigt mittlerweile ein typisches Mosaik entsprechender Pflanzengesellschaften. Dabei stellt der den Teich umgebende Schilfg\u00fcrtel ein Eldorado vor allem f\u00fcr eine Vielzahl von Vogelarten dar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Laut Verordnung vom 13. Mai 1985 besteht das Schutzziel darin, \u201edie in der Fuldaaue liegenden \u00f6kologisch bedeutsamen und vielgestaltigen Feuchtwiesen mit teilweise ausgepr\u00e4gten Schilf- und Seggenbest\u00e4nden als Lebensraum bestandsgef\u00e4hrdeter Tier- und Pflanzenarten nachhaltig zu sichern und St\u00f6rungen fernzuhalten\u201c. Denn neben der Pflanzenwelt ist das Gebiet aufgrund seiner abwechslungsreichen Biotopsstruktur auch f\u00fcr die Tierwelt von gro\u00dfer Bedeutung. So ist es unter anderem nicht nur als Bruthabitat von gef\u00e4hrdeten und seltenen Vogelarten anzusehen, sondern gilt zudem als wichtiger Rast- und Nahrungsplatz f\u00fcr Zugv\u00f6gel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Einst stellten ein Fluss und seine Auen eine dynamische Landschaft dar, die gepr\u00e4gt war von periodischen \u00dcberschwemmungen, sich \u00e4ndernden Strukturen und einer heute kaum noch vorstellbaren Vielfalt an Lebensr\u00e4umen sowie Tier- und Pflanzenarten. Zunehmend fielen Auenw\u00e4lder sowie Sand- und Kiesb\u00e4nke, S\u00fcmpfe, Altw\u00e4sser und Schilfzonen jedoch einer st\u00e4ndig steigenden Intensivierung der Landnutzung zum Opfer. \u00c2\u00a0 Verwunderlich &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":139305,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,29,52],"tags":[],"class_list":["post-139303","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite","category-politik","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=139303"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139306,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139303\/revisions\/139306"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/139305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=139303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=139303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=139303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}