{"id":139291,"date":"2015-06-03T10:54:32","date_gmt":"2015-06-03T08:54:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=139291"},"modified":"2015-06-03T10:54:32","modified_gmt":"2015-06-03T08:54:32","slug":"birgit-koempel-besucht-unternehmen-simonmetall-und-diskutiert-mindestlohngesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=139291","title":{"rendered":"Birgit K\u00f6mpel besucht Unternehmen SIMONMETALL und diskutiert Mindestlohngesetz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Simon_4.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-139294\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Simon_4-265x160.jpg\" alt=\"Simon_4\" width=\"265\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Simon_4-265x160.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Simon_4-600x362.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Simon_4.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Seit 1919 besteht das Handwerksunternehmen SIMONMETALL in Tann-G\u00fcnthers. In vierter Generation f\u00fchren Christian und Yvonne Simon nun den Betrieb. 35 Mitarbeiter sind im Unternehmen besch\u00e4ftigt, darunter sechs Lehrlinge.<\/p>\n<p>Das Unternehmen aus G\u00fcnthers fertigt unter anderem Gel\u00e4nder, Treppenanlagen, Balkonanlagen, \u00dcberdachungen, Vord\u00e4cher, Carports, Z\u00e4une u.v.m. und steht f\u00fcr Ideen in Metall. Das hei\u00dft:\u00c2\u00a0 Neue Bauteile\u00c2\u00a0 werden individuell nach Kundenwunsch und passend zum jeweiligen Objekt gefertigt. Meistens arbeitet SIMONMETALL f\u00fcr Privatkunden.<br \/>\nDie dritte Generation mit Bernhard und Ursula Simon geh\u00f6rt ebenfalls zum Team. Ursula Simon hatte sich in einem Brief an Arbeitsministerin Andrea Nahles und die Bundestagsabgeordnete Birgit K\u00f6mpel (beide SPD) gewandt. Darin schilderte die Seniorchefin die &#8220;hohen B\u00fcrokratieh\u00fcrden&#8221;, die Betrieben wie SIMONMETALL auferlegt w\u00fcrden. Und sie lud Birgit K\u00f6mpel nach G\u00fcnthers ein, um sich den Betrieb anzuschauen und \u00fcber die Probleme zu diskutieren, die mittelst\u00e4ndische Betriebe mit der Einf\u00fchrung des Mindestlohngesetzes haben.<\/p>\n<p>&#8220;Es geht uns nicht darum, 8,50 Euro zu zahlen. Das Problem ist die Dokumentationspflicht der Arbeitszeit&#8221;, erkl\u00e4rte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Simon der Bundestagsabgeordneten.\u00c2\u00a0 &#8220;Mich \u00e4rgert der Generalverdacht, dem alle Betriebe erst einmal unterliegen&#8221;, erkl\u00e4rte Seniorchefin Ursula Simon: &#8220;Reicht es nicht aus, wenn diejenigen Betriebe dokumentieren m\u00fcssen, die schon einmal negativ aufgefallen sind?&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Wir k\u00f6nnen leider nicht die wei\u00dfen von den schwarzen Schafen unterscheiden. Sowohl der Zoll aber auch verschiedene Branchen best\u00e4tigen uns, dass es notwendig ist, die Dokumentation den Unternehmen abzuverlangen&#8221;, entgegnete die Abgeordnete. Die SPD habe f\u00fcr das Mindestlohngesetz unter anderem gek\u00e4mpft, weil es nicht mehr sein kann, dass Betriebe aufgrund von Lohndumping ihre Personalkosten \u00fcber die Steuerzahler\/innen abwickeln. Einem Unternehmen wie SIMONMETALL, das schon immer sehr gut mit seinen Mitarbeitern umgegangen sei, komme der Mindestlohn ebenfalls entgegen. Schlie\u00dflich m\u00fcssten Konkurrenzunternehmen sich auch an die Regularien halten und k\u00f6nnten ihre Produkte nicht mehr g\u00fcnstiger anbieten, weil sie geringere L\u00f6hne zahlten.<br \/>\nUrsula Simon berichtete von einer Studienreise mit den Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) nach Kanada. Dort war die neue Aufzeichnungspflicht Thema. Es seien meistens die Frauen in den Betrieben, die die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden \u00fcberwinden m\u00fcssten. Christian Simon erg\u00e4nzte, dass auch Zeitlisten manipuliert werden k\u00f6nnten, und &#8220;schwarze Schafe&#8221; immer ein neues Schlupfloch f\u00e4nden, weshalb bei Verdacht gezielte Kontrollen auf jeden Fall wirkungsvoller seien.<\/p>\n<p>Es wurde auch er\u00f6rtert, inwieweit die Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Menschen mit k\u00f6rperlicher und\/oder geistiger Behinderung mit dem neuen Mindestlohngesetz vereinbart werden kann. Hier versteht sich das Unternehmen SIMONMETALL als Partner der Inklusion und leistet bereits seit einiger Zeit seinen Beitrag.<\/p>\n<p>Als weitere Belastung sehen Christian und Yvonne Simon die Ihnen von der Politik \u00fcbertragene Verantwortung f\u00fcr die Nachunternehmer. SIMONMETALL hat alle Nachunternehmer angeschrieben, aber nur von etwa 30 Prozent die Einhaltung der Mindestlohn-Vorschriften best\u00e4tigt bekommen. Ein Teil der Nachunternehmer\/Lieferanten habe eigene Formulierungen gew\u00e4hlt, deren Rechtssicherheit unm\u00f6glich von einem Handwerksunternehmen \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nne, erkl\u00e4rten die Unternehmer. Christian Simon: &#8220;Wie sollen wir damit umgehen?&#8221;<\/p>\n<p>Nach einem intensiven Austausch der Argumente erkl\u00e4rte Birgit K\u00f6mpel, dass sie die angesprochenen Probleme und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge mit nach Berlin nehme und sie dort mit den entsprechenden Gremien und Ministerin Nahles er\u00f6rtern werde.<\/p>\n<p>Auf den Bildern sind die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian und Yvonne Simon, Seniorchefin Ursula Simon sowie die Abgeordnete Birgit K\u00f6mpel zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Seit 1919 besteht das Handwerksunternehmen SIMONMETALL in Tann-G\u00fcnthers. 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