{"id":139020,"date":"2015-05-27T20:15:40","date_gmt":"2015-05-27T18:15:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=139020"},"modified":"2015-05-27T20:15:40","modified_gmt":"2015-05-27T18:15:40","slug":"neues-hochschulgesetz-schafft-verlaessliche-perspektiven-fuer-wissenschaftsstandort-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=139020","title":{"rendered":"Neues Hochschulgesetz schafft verl\u00e4ssliche Perspektiven f\u00fcr Wissenschaftsstandort Hessen"},"content":{"rendered":"<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute das neue Hessische Hochschulgesetz (HHG) vorgestellt. Die Gesetzesnovelle ist vom Kabinett verabschiedet und in den Hessischen Landtag eingebracht worden.<\/p>\n<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein: \u201eDas neue Hochschulgesetz schafft Perspektiven f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Lehre. Wir setzen &#8211; im Gegensatz zu anderen L\u00e4ndern &#8211; weiter auf das Erfolgsmodell der Hochschulautonomie und st\u00e4rken damit die positive Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Hessen. Die Hochschulen sind der Motor f\u00fcr Innovation und damit entscheidend f\u00fcr die Wettbewerbs- und Zukunftsf\u00e4higkeit unseres Landes.\u201c<\/p>\n<p>St\u00e4rkung der Fachhochschulen<\/p>\n<p>Die \u201eFachhochschulen\u201c werden k\u00fcnftig \u201eHochschulen f\u00fcr angewandte Wissenschaften\u201c hei\u00dfen. Der Gesetzesentwurf zum neuen HHG st\u00e4rkt massiv die Rolle der \u201eHochschulen f\u00fcr angewandte Wissenschaften\u201c bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie sind die Spezialisten im Bereich der praxisnahen Forschung, Anwendung und im Transfer. So gibt es k\u00fcnftig die M\u00f6glichkeit, das Promotionsrecht an Fachrichtungen zu verleihen, die eine ausreichende Forschungsst\u00e4rke nachgewiesen haben.<\/p>\n<p>\u201eHessen ist das erste Land, das diesen zeitgem\u00e4\u00dfen Weg geht. Allerdings setzen wir auf Klasse statt Masse. Das hei\u00dft, dass wir sehr genau pr\u00fcfen lassen, welche Fachrichtung die erforderliche Forschungsst\u00e4rke besitzt\u201c, erkl\u00e4rte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Erleichterung des Hochschulzugangs f\u00fcr beruflich Qualifizierte<\/p>\n<p>\u201eIn Hessen sollen, basierend auf den Empfehlungen des Wissenschaftsrats zum Verh\u00e4ltnis von beruflicher und akademischer Bildung, deutliche Erleichterungen im Hochschulzugang f\u00fcr beruflich Qualifizierte geschaffen werden, wie wir es im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Weil wir die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung verbessern wollen, r\u00e4umen wir etwaige Stoppschilder und Sackgassenschilder weg\u201c, so Wissenschaftsminister Boris Rhein. Berufliche und Akademische Bildung haben f\u00fcr die Landesregierung den gleichen Stellenwert. Bisher bedarf es nach abgeschlossener Berufsausbildung einer mindestens dreij\u00e4hrigen Berufst\u00e4tigkeit, einschl\u00e4giger Weiterbildung sowie einer erfolgreich absolvierten Hochschulzugangspr\u00fcfung. \u201eWir erweitern die Regelungen des Hochschulzugangs f\u00fcr beruflich Qualifizierte mit einer \u00d6ffnungsklausel und einer Rechtsverordnung, die ich in enger Zusammenarbeit mit Kammern, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Ho chschulen erarbeiten werde. Das ganze erfolgt auf Grundlage des Beschlusses des Landesausschusses f\u00fcr Berufsbildung. Das hei\u00dft: Hochschulzugang kann auch erhalten, wer einen Realschulabschluss und eine mindestens mit der Note \u00e2\u20ac\u0161befriedigend\u00e2\u20ac\u02dc abgeschlossene Berufsausbildung besitzt. Damit folgt die Hessische Landesregierung einer dringenden Forderung von Handwerkskammern, IHK, VhU und den Gewerkschaften\u201c, erkl\u00e4rte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>St\u00e4rkung des wissenschaftlichen Nachwuchses<\/p>\n<p>Der modernisierte Gesetzesentwurf zum neuen HHG st\u00e4rkt insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs, indem er verl\u00e4ssliche berufliche Perspektiven schafft. K\u00fcnftig haben die Hochschulen die M\u00f6glichkeit f\u00fcr verbindliche Entwicklungszusagen an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Diese sogenannten \u201etenure tracks\u201c er\u00f6ffnen eine gesicherte Perspektive auf eine Lebenszeitprofessur oder eine h\u00f6herwertige Professur und ersetzen die bisherige Juniorprofessur.<\/p>\n<p>\u201eMit den \u00e2\u20ac\u0161tenure tracks\u00e2\u20ac\u02dc setzen wir das, was wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben, eins zu eins um. Im Wettbewerb um die kl\u00fcgsten K\u00f6pfe setzen wir Ma\u00dfst\u00e4be und bieten unserem wissenschaftlichen Nachwuchs neue Perspektiven. Damit schaffen wir f\u00fcr unsere hessischen Hochschulen einen klaren Wettbewerbsvorteil im L\u00e4ndervergleich, um im harten Kampf um junge, exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu bestehen\u201c, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>St\u00e4rkung von transparentem Handeln und Mitgestaltung<\/p>\n<p>Der innovative Gesetzesentwurf zum neuen HHG setzt neben einem hohen Ma\u00df an Autonomie f\u00fcr die Hochschulen insbesondere auch auf Transparenz. Eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr die Entwicklung und Schwerpunktsetzung der Hochschulen kommt den Budgetentscheidungen und der Entwicklungsplanung zu. Hier verf\u00fcgen die Selbstverwaltungsorgane der Hochschulen bislang nicht \u00fcber Mitbestimmungskompetenzen. K\u00fcnftig soll beispielsweise f\u00fcr den Budgetplan ein gemeinsames Veto von Hochschulrat und Senat ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnen. Im Fall der Ablehnung sind die Beteiligten gefordert, einen erneuten Budgetplan im Konsens zu erarbeiten. Kommt ein solcher nicht innerhalb von drei Monaten zustande, entscheidet das Land. Dar\u00fcber hinaus geht das Vorschlagsrecht f\u00fcr die Wahl einer Pr\u00e4sidentin oder eines Pr\u00e4sidenten, das bislang beim Hochschulrat lag, auf die Findungskommission \u00fcber.<\/p>\n<p>Zudem muss das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst k\u00fcnftig die j\u00e4hrlichen Berichte der Hochschulen an den Landtag \u00fcbermitteln, um eine umfassende Information des Budgetgebers zu gew\u00e4hrleisten. Dar\u00fcber hinaus ist auch eine neue Berichtspflicht zu Forschungsvorhaben aus Drittmitteln Teil des neuen Gesetzesentwurfs. Die Namen der Mitglieder des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Organs der Studierendenschaften und deren Aufwandsentsch\u00e4digungen sollen k\u00fcnftig ebenso im Internet ver\u00f6ffentlicht werden, wie die Beschl\u00fcsse des Studierendenparlaments. Beim Erlass von Pr\u00fcfungs- und Studienordnungen des Fachbereichs und allgemeinen Bestimmungen f\u00fcr Pr\u00fcfungsordnungen durch den Senat sind k\u00fcnftig die entsprechenden Organe der Fachschaft bzw. der Studierendenschaft anzuh\u00f6ren. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen alle Hochschulen ein Beschwerdemanagement einrichten.<\/p>\n<p>\u201eWir setzen auf Transparenz und Mitgestaltung. Selbstverwaltungsorgane, wie der Senat oder die Studierenden bekommen eine st\u00e4rkere M\u00f6glichkeit zur Mitwirkung und Information. Diese Neuerungen \u00f6ffnen Perspektiven zur Gestaltung der Hochschule, ohne jedoch Entscheidungsprozesse zu behindern\u201c, erkl\u00e4rte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute das neue Hessische Hochschulgesetz (HHG) vorgestellt. 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