{"id":138943,"date":"2015-05-23T22:09:26","date_gmt":"2015-05-23T20:09:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138943"},"modified":"2015-05-23T22:09:26","modified_gmt":"2015-05-23T20:09:26","slug":"bischof-algermissen-weihte-fuenf-junge-maenner-zu-priestern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138943","title":{"rendered":"Bischof Algermissen weihte f\u00fcnf junge M\u00e4nner zu Priestern"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Samstag im \u00fcberf\u00fcllten Hohen Dom zu Fulda f\u00fcnf bisherige Diakone zu Priestern geweiht. Diese sind: Jens K\u00f6rber (Pfarrei St. Martin in Schmalnau), Sebastian Latsch (Pfarrei St. Peter in Petersberg), Mario Lukes (Pfarrei Unsere Liebe Frau in Marburg), Togar Pasaribu (Pfarrei St. Lullus-Sturmius in Bad Hersfeld) und Michael Sippel (Pfarrei St. Peter und Paul in Hosenfeld). Die N\u00e4he zu Jesus Christus m\u00fcsse der \u201erote Faden\u201c ihres priesterlichen Lebens werden, so der Oberhirte in seiner Predigt zu den Neupriestern. Mit der Weihehandlung werde dem Leben des Priesters die \u201eunaustilgbare Zugeh\u00f6rigkeit zu Christus\u201c eingepr\u00e4gt. Es sei Christus selbst, der dann selbst durch endliche Menschen in den Sakramenten handle, betonte Algermissen. \u201eDie Weihe will verdeutlichen, dass Christus selbst die Mitte der Kirche ist, ihr Fundament und Zentrum, und zwar in der Kraft und Gestalt des Heiligen Geistes.\u201c<\/p>\n<p>Der Bischof sprach den Familien der Kandidaten seinen Dank daf\u00fcr aus, dass diese in einer \u201eGrundatmosph\u00e4re gl\u00e4ubiger Erwartung\u201c aufgewachsen seien. Er verwies auf den unl\u00f6sbaren Zusammenhang zwischen der Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes und der Feier der Sakramente im Leben des Priesters. \u201eDaraus ergibt sich, dass die Feier der Eucharistie im Wirken eines jeden Priesters den zentralen Platz einnehmen muss.\u201c Sodann erinnerte Algermissen an die Begegnung des Paulus mit Christus, in deren Folge sich der ehemalige Christenverfolger ganz in den Dienst der Verk\u00fcndigung die frohe Botschaft des Auferstandenen gestellt hatte. \u201eDer radikale Seitenwechsel im Leben des Paulus enth\u00e4lt auch f\u00fcr uns eine befreiende Botschaft: Wenn der Auferstandene den Christenverfolger Saulus sogar zu seinem Apostel berufen und ihm den neuen Namen Paulus gegeben hat, dann ist offenbar, dass es bei Christus keine hoffnungslosen F\u00e4lle gibt.\u201c Ein Mensch k\u00f6nne nie tiefer fallen als in die \u201eausgebreiteten Arme und auffangenden H\u00e4nde Jesu Christi\u201c. Der Bischof bat die f\u00fcnf Weihekandidaten, diese erl\u00f6sende Botschaft \u201ein eine mitunter unbarmherzige und gnadenlose Welt\u201c hinein zu vermitteln.<\/p>\n<p>Paulus war \u00fcberzeugt, dass die Botschaft Jesu von der Gnade Gottes eine universale Bedeutung hatte und allen Menschen das Heil brachte. \u201eSie war der eigentliche Antrieb f\u00fcr seine vielen Missionsreisen. Er wollte umsonst weiterschenken, was er selbst umsonst geschenkt bekommen hatte.\u201c So sei er auch zur Hingabe seines eigenen Lebens f\u00fcr den Glauben an Christus bereit gewesen. Das dankbare Gedenken an das Wirken des V\u00f6lkerapostels verpflichte die Christen heute, unter den Bedingungen einer s\u00e4kularen Gesellschaft ihren Auftrag anzunehmen und das Evangelium in einem weithin neuheidnisch gewordenen Deutschland zu verk\u00fcnden. Diese Erfahrung des Paulus, der die Kirche zun\u00e4chst verfolgt hatte und dann Christus selbst begegnete, zeige, dass man Christus und Kirche nicht voneinander trennen k\u00f6nne. \u201eZwischen Christus und Kirche kann es keinen Widerspruch geben, trotz der vielen S\u00fcnden der Menschen, die die Kirche bilden\u201c, gab Algermissen zu bedenken. Die Eucharistie sei \u201eder immerw\u00e4hrende Entstehungsort der Kirche\u201c; alles kirchliche Leben gehe von ihr aus und sammle sich wieder um den Altar Jesu Christi.<\/p>\n<p>Der Bischof bezeichnete den Priesterberuf als den \u201efaszinierendsten Beruf, den es gibt\u201c und fuhr an die Gl\u00e4ubigen gerichtet fort: \u201eIhre gro\u00dfe Beteiligung am Fest der Priesterweihe im Hohen Dom und Ihre Anteilnahme am Leben der Kandidaten ist ein deutliches Bekenntnis und klares Zeugnis daf\u00fcr, dass das Volk Gottes als \u00e2\u20ac\u0161Leib Christi\u00e2\u20ac\u02dc Priester braucht und f\u00fcr sie dankbar ist.\u201c Der Oberhirte verwies auf Papst Benedikt XVI., der 2008 in einer Predigt in Paris gesagt hatte, dass nichts je den Dienst der Priester im Leben der Kirche und nichts je eine Messe f\u00fcr das Heil der Welt ersetzen werde. \u201eJesus Christus wusste, dass er eigentlich immer wieder gen\u00fcgend Priester haben w\u00fcrde, die seinen Ruf h\u00f6ren und ihrer Berufung entsprechen. Deswegen konnte er der Kirche ihre Fortdauer bis zum Ende der Welt garantieren.\u201c Bischof Algermissen gab seiner \u00dcberzeugung Ausdruck, dass die Bereitschaft junger Menschen, ihrer Familien und Gemeinden nicht kleiner sei als die Verhei\u00dfung des Herrn. \u201eMachen Sie, die Sie hier im Dom versammelt sind, bitte die Sorge um priesterliche Berufungen zu Ihrer pers\u00f6nlichen Sorge! Helfen Sie mit, den Boden f\u00fcr neue Berufungen vorzubereiten!\u201c, appellierte der Bischof.<\/p>\n<p>Der Domchor Fulda und der Jugendkathedralchor unter der Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber sangen in dem Gottesdienst Chors\u00e4tze aus der \u201eMesse pour deux choeurs et deux orgues\u201c von C.-M. Widor sowie von F. Mendelssohn-Bartholdy und weitere im Wechsel mit der Gemeinde. An der Domorgel war Domorganist Prof. Hans-J\u00fcrgen Kaiser, der zum Einzug Auszug den ersten Satz aus dem \u201eOrgelkonzert in a-Moll\u201c von A. Vivaldi und J. S. Bach und zum Auszug die \u201eToccata in F-Dur\u201c von Widor spielte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Samstag im \u00fcberf\u00fcllten Hohen Dom zu Fulda f\u00fcnf bisherige Diakone zu Priestern geweiht. 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