{"id":138852,"date":"2015-05-21T17:41:57","date_gmt":"2015-05-21T15:41:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138852"},"modified":"2015-05-21T17:41:57","modified_gmt":"2015-05-21T15:41:57","slug":"sakramentale-ehe-kann-nicht-mit-anderen-beziehungen-gleichgestellt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138852","title":{"rendered":"Sakramentale Ehe kann nicht mit anderen Beziehungen gleichgestellt werden"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie gesamte Diskussion zum Thema \u00e2\u20ac\u0161Ehe und Familie\u00e2\u20ac\u2122, die derzeit in der katholischen Kirche und im ZdK gef\u00fchrt werden, scheint uns daran zu kranken, dass wir selbst als Kirche vielfach nicht mehr von der sakramental gespendeten Ehe sprechen bzw. daf\u00fcr gar kein Verst\u00e4ndnis mehr haben oder es kaum mehr wagen, darauf hinzuweisen\u201c, mit diesen Worten nimmt der geb\u00fcrtige Fuldaer KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner zur Debatte um die ZdK-Erkl\u00e4rung Stellung. Gleichzeitig pl\u00e4diert er daf\u00fcr, diese Diskussion in erster Linie auf der Basis der biblischen Aussagen zu f\u00fchren, die auch das kirchliche Lehramt binde. Wehner ist auch Mitglied im ZdK, konnte aber an der Diskussion um die Erkl\u00e4rung aus terminlichen Gr\u00fcnden nicht teilnehmen. Allerdings hatte der KKV-Bundesverband kurz vor der Vollversammlung dem ZdK noch \u201eAnmerkungen zum Entwurf der Erkl\u00e4rung \u00e2\u20ac\u0161Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute\u00e2\u20ac\u2122\u201c zukommen lassen, in denen er sich kritisch mit den geplanten Formulierungen bez\u00fcglich anderen Formen menschlicher Partnerschaften auseinandersetzte.<\/p>\n<p>Wenn die Ehe als Sakrament eine Stiftung Gottes ist, deren Unaufl\u00f6slichkeit und Pflicht zur Treue zum Kern der christlichen Botschaft geh\u00f6ren (\u201eWas Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen\u201c \u2013 Mt 19,3), dann w\u00fcrde auch die Diskussion hier\u00fcber ganz anders gef\u00fchrt werden, ist Wehner \u00fcberzeugt. Schlie\u00dflich habe auch die Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, Gaudium et Spes Nr. 48 (GS), betont, dass der Ehebund etwas Heiliges sei, dessen Urheber Gott ist, und auf dem die gesamte Gesellschaft ruht. \u201eSomit kann auch das Lehramt diese Schriftworte nicht einfach ignorieren oder dem Zeitgeist entsprechend interpretieren\u201c, unterstreicht der KKV-Bundesvorsitzende.<\/p>\n<p>\u201eWenn man diese Aussagen ernst nimmt, ist es erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig, wenn es beispielsweise in der Erkl\u00e4rung des ZdK hei\u00dfe: \u201eAuch in anderen Formen des gemeinschaftlichen Lebens werden jene Werte gelebt, die die Ehe zum Bild f\u00fcr den Bund zwischen Gott und den Menschen hat werden lassen: das unverbr\u00fcchliche Ja zu der anderen Person, die stete Bereitschaft zur Vers\u00f6hnung sowie die Aussicht auf eine fruchtbare Beziehung im Austausch der Gaben der Personen.\u201c Die Forderung nach einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare wie auch neuer Partnerschaften von Geschiedenen trage letztlich dazu bei, das Wesen der Ehe zu relativieren bzw. sie mit solchen Verbindungen gleichzustellen. Im \u00dcbrigen sei die Segnung einer nichtehelichen Gemeinschaft theologisch etwas v\u00f6llig anderes als die so oft geforderte Wertsch\u00e4tzung. Mit der Segnung einer solchen Gemeinschaft werde letztlich zum Ausdruck gebracht, dass diese Gottes Willen entspricht und somit auch nachahmenswert ist.<\/p>\n<p>Festhalten am Eheverst\u00e4ndnis ist keine Diskriminierung anderer Lebensformen<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich bedeute ein Festhalten am katholischen Eheverst\u00e4ndnis nicht, dass man deswegen andere Lebensformen diskriminiert. \u201eNur, sie mit der Ehe quasi auf eine Stufe zu stellen, ist u.E. mit der biblischen und damit auch christlichen Auffassung von Ehe nicht zu vereinbaren. Und ein Festhalten am christlichen Leitbild der Ehe hei\u00dft auch nicht, dass man die verurteilt, die hier ihre Schwierigkeiten haben oder es anders leben. Nein, ein Festhalten am Leitbild hei\u00dft, dass wir immer wieder versuchen m\u00fcssen, uns danach auszurichten, um nicht in die Beliebigkeit zu verfallen. Auch die zehn Gebote sind Leitbilder, die wir einhalten sollen. Wollen wir diese demn\u00e4chst auch aufweichen, nur weil wir immer wieder dagegen versto\u00dfen?\u201c<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang weist der KKV auf das Gesetz der Gradualit\u00e4t hin, das von Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben &#8220;Familiaris consortio&#8221; (1981) erw\u00e4hnt wird. Danach besteht die Zuwendung der Kirche und ihrer Seelsorge nicht einfach in der Verk\u00fcndung von Normen und Idealen, sondern ebenso in Hilfen und im Beistand die biblischen und kirchlichen Ideale leben zu k\u00f6nnen. Das dies bis zum Anbruch des j\u00fcngsten Tages nie und niemandem bruchlos und ohne Scheitern gelingen werde, wisse auch die Kirche. Deshalb sei es ihre wichtigste Aufgabe, dies mit Liebe und Barmherzigkeit zu begleiten und zugleich die g\u00f6ttlichen Gesetze in Erinnerung zu rufen.<\/p>\n<p>Auf Lebenswirklichkeit eingehen, hei\u00dft nicht, alles gut zu hei\u00dfen<br \/>\nIm \u00dcbrigen h\u00e4nge die Wahrheit des Glaubens nicht davon ab, ob bestimmte Aussagen als \u201eunbarmherzig wahrgenommen werden oder ob sie noch von vielen Katholiken verstanden wird\u201c.\u00c2\u00a0 Nat\u00fcrlich m\u00fcsse die Pastoral auf die Lebenswirklichkeit eingehen. Aber das bedeute nicht, dass man sie auch noch guthei\u00dfen m\u00fcsse. \u201eWollen wir k\u00fcnftig die Bibel nach eigenem Gutd\u00fcnken interpretieren bzw. unseren Glauben dem allgemeinen ver\u00e4nderten Weltbild anpassen?\u201c Schaffen wir die Unaufl\u00f6slichkeit der Ehe ab, nur weil viele \u2013 aus welchen Gr\u00fcnden auch immer \u2013 damit ihre Schwierigkeiten haben? Schon Jesus wurde mit solchen Situationen konfrontiert. Denken wir nur an die \u201eBrotrede\u201c.<\/p>\n<p>Der KKV stimme Bischof Stefan Oster SDB aus Passau zu, wenn er auf seiner Facebook-Seite darauf hinweise, dass der Anspruch, des Glaubens verd\u00fcnnt und reduziert werde auf ein nunmehr gedachtes Gesetz, und von hier sei der n\u00e4chste Schritt nur ein ganz kleiner, der dann sage: \u201eDas gedachte Gesetz hat sich die Kirche ausgedacht, um uns zu knechten. Und jetzt, wo sich die Zeiten \u00e4ndern, muss sie das Gesetz auch \u00e4ndern!\u00e2\u20ac\u2122 \u00e2\u20ac\u00a6 Gutes Leben ist jetzt, was alle gut finden; die Gesellschaft als Messlatte f\u00fcr einen hoffentlich nicht allzu anspruchsvollen Humanismus. Und nur die Kirche ist dann schlecht und von gestern, weil sie uns unser gutes, heutiges Leben nicht g\u00f6nnt!\u201c Uns scheinen diese Aussagen sehr nachdenkenswert zu sein.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen haben die polnischen Bisch\u00f6fe zu Recht in ihrer Fr\u00fchjahrskonferenz darauf hingewiesen, dass es bei der kommenden Bischofssynode \u201eum die Entdeckung der Ehe im Licht von Gottes Offenbarung geht, und nicht darum, die Stimme der Welt zu h\u00f6ren, um das Evangelium und die Lehre der Kirche an die kulturellen Haltungen, die sich \u00e4ndern, anzupassen.\u201c<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923 \u2013 0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDie gesamte Diskussion zum Thema \u00e2\u20ac\u0161Ehe und Familie\u00e2\u20ac\u2122, die derzeit in der katholischen Kirche und im ZdK gef\u00fchrt werden, scheint uns daran zu kranken, dass wir selbst als Kirche vielfach nicht mehr von der sakramental gespendeten Ehe sprechen bzw. daf\u00fcr gar kein Verst\u00e4ndnis mehr haben oder es kaum mehr wagen, darauf hinzuweisen\u201c, mit diesen Worten &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,50],"tags":[],"class_list":["post-138852","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-kirche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/138852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=138852"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/138852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":138855,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/138852\/revisions\/138855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=138852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=138852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=138852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}