{"id":138609,"date":"2015-05-15T21:02:59","date_gmt":"2015-05-15T19:02:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138609"},"modified":"2015-05-15T21:03:21","modified_gmt":"2015-05-15T19:03:21","slug":"naturschutzgebiet-fuldatal-bei-eichenzell-mit-reich-strukturiertem-biotopmosaik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138609","title":{"rendered":"Naturschutzgebiet \u201eFuldatal bei Eichenzell\u201c mit reich strukturiertem Biotopmosaik"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/243-Fuldatal-3.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-138611\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/243-Fuldatal-3-265x353.jpg\" alt=\"243-Fuldatal 3\" width=\"265\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/243-Fuldatal-3-265x353.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/243-Fuldatal-3-199x265.jpg 199w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/243-Fuldatal-3-450x600.jpg 450w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/243-Fuldatal-3.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Naturnahe Flie\u00dfgew\u00e4sser bereichern nicht nur unsere Landschaft und erh\u00f6hen deren Erholungs- und Erlebniswert, sondern sie stellen zudem unentbehrliche Bausteine und stabilisierende Elemente f\u00fcr den Naturhaushalt dar. Dar\u00fcber hinaus bieten sie wertvollen Lebensraum f\u00fcr eine Reihe seltener Tier- und Pflanzenarten. Dies gilt auch f\u00fcr das Naturschutzgebiet \u201eFuldatal bei Eichenzell\u201c.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Es wurde 1984 mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 31 Hektar ausgewiesen und liegt in den Gemarkungen Eichenzell und Welkers der Gro\u00dfgemeinde Eichenzell. Das Naturschutzgebiet besteht im Wesentlichen aus dem Mittellauf der Fulda einschlie\u00dflich der angrenzenden Wiesenfl\u00e4chen und erstreckt sich von der Br\u00fccke der B 40 im Nordwesten bis hin zur Br\u00fccke der A7 im S\u00fcdosten. In n\u00f6rdlicher Richtung wird das Gebiet durch die Eisenbahnstrecke Fulda-Gersfeld begrenzt, w\u00e4hrend die s\u00fcdliche Abgrenzung durch Feldwege markiert ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als einer der letzten nat\u00fcrlichen Flussabschnitte der Fulda stellt dieser Bereich bei Eichenzell f\u00fcr eine Reihe botanisch wertvoller Pflanzengesellschaften sowie in ihrem Bestand bedrohter Vogelarten und anderer gew\u00e4sserspezifischen Besonderheiten geeignete Lebensbedingungen dar. Das vorhandene reich strukturierte Biotopmosaik aus seichten Alt- und Flachwasserbereichen, tiefen Kolken, Kies- und Sandb\u00e4nken sowie verschiedenartigen Uferausbildungen ist nicht zuletzt bedingt durch die unterschiedliche Gew\u00e4sserdynamik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abgesehen von einigen geh\u00f6lzfreien Bereichen wird die Fulda in diesem Flussabschnitt von einem weitgehend nat\u00fcrlichen Ufersaum aus Erlen sowie beigemischten Weiden und Eschen begleitet. Hinzu kommen Staudenfluren zum Beispiel mit M\u00e4des\u00fc\u00df oder Pestwurz, von denen letztere mit ihren rosa-farbenen Bl\u00fctenst\u00e4nden und gro\u00dfen Bl\u00e4ttern eine sehr auffallende Pflanze ist. Neben diesen unmittelbar entlang der Fulda auf nassen und ungenutzten Standorten gedeihenden staudenreichen Uferfluren grenzen s\u00fcdlich und nord\u00f6stlich relativ homogen erscheinende Gr\u00fcnfl\u00e4chen an, die \u00fcberwiegend als Glatthaferwiesen eingestuft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Neben dem namensgebenden Glatthafer z\u00e4hlen Wiesen-Kn\u00e4uelgras, Wiesen-Schwingel, Zaunwicke, Vogelwicke, Wiesen-Kerbel, Giersch und Wiesen-Platterbse zu ihrem Grundarteninventar. Aufgrund des N\u00e4hstoff- und Feuchtegehalts der B\u00f6den, den verschiedenartigen mikroklimatischen Voraussetzungen sowie Bewirtschaftungsformen sind diese Glatthaferwiesen in zahlreiche, in ihrer Artenzusammensetzung differenzierte Pflanzengemeinschaften gegliedert.<\/p>\n<p>So handelt es sich bei den an die Fulda angrenzenden Fl\u00e4chen vor allem um wechselfeuchte Wiesen, die ihre Feuchtigkeit in erster Linie etwaigen \u00dcberschwemmungen beziehungsweise zeitweilig anstehendem Grundwasser verdanken. Hier sind zuweilen auch \u00fcppige Best\u00e4nde der Sumpf-Dotterblume anzutreffen. Durch ihre leuchtenden, goldgelben Bl\u00fcten und das saftige Gr\u00fcn der Bl\u00e4tter sind diese Best\u00e4nde bereits im zeitigen Fr\u00fchjahr gegen benachbarte, weniger nasse Areale deutlich abgehoben. Gerade aber durch das Vorkommen solcher Feuchtwiesenbereiche wird die \u00f6kologische Vielfalt des Gebiets noch erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Diese artenreichen Gr\u00fcnlandgesellschaften k\u00f6nnen nur bei Aufrechterhaltung der ehemals extensiven Mahd oder Weidenutzung existieren. Anderenfalls w\u00fcrden die niedrigw\u00fcchsigen konkurrenzschwachen Arten zunehmend durch Hochstauden beziehungsweise Geh\u00f6lze verdr\u00e4ngt werden. Insgesamt ist das anzutreffende Mosaik aus Wiesen, Uferbewuchs und Flie\u00dfgew\u00e4sser insbesondere aus ornithologischer Sicht als Rast- und Brutbiotop f\u00fcr seltene und gef\u00e4hrdete Arten von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Naturnahe Flie\u00dfgew\u00e4sser bereichern nicht nur unsere Landschaft und erh\u00f6hen deren Erholungs- und Erlebniswert, sondern sie stellen zudem unentbehrliche Bausteine und stabilisierende Elemente f\u00fcr den Naturhaushalt dar. 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