{"id":138513,"date":"2015-05-12T17:20:37","date_gmt":"2015-05-12T15:20:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138513"},"modified":"2015-05-12T17:20:37","modified_gmt":"2015-05-12T15:20:37","slug":"drei-modellregionen-fuer-den-oekolandbau-ernannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138513","title":{"rendered":"Drei Modellregionen f\u00fcr den \u00d6kolandbau ernannt"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir wollen die hessische Nachfrage nach Biolebensmitteln soweit es geht auch mit hessischen Bioprodukten abdecken. Das geschieht derzeit nicht ann\u00e4hrend und muss sich \u00e4ndern. Um diesem Ziel n\u00e4her zu kommen, haben wir jetzt drei \u00d6komodellregionen benannt um den Anbau, die Verarbeitung und den Vertrieb von Biolebensmittel zu st\u00e4rken\u201c, erkl\u00e4rte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz bei der offiziellen Vorstellung der drei neuen \u00d6komodellregionen. Biolebensmittel, am besten aus regionaler Erzeugung, mit kurzen und transparenten Transport- und Vermarktungswegen liegen im Trend und die Nachfrage steigt kontinuierlich. Das Ziel des \u00d6koaktionsplans der Landesregierung ist es, den Anteil des \u00f6kologischen Landbaus in Hessen deutlich zu erh\u00f6hen. Die drei \u00d6komodellregionen sind ein Baustein aus dem \u00d6koaktionsplan.<\/p>\n<p>Mit der Auswahl der drei Modellregionen konnte jetzt ein weiterer Baustein des, im vergangenen Jahr gestarteten, \u00d6koaktionsplans der Landesregierung umgesetzt werden. Im November wurde ein Wettbewerb um die \u201eHessische \u00d6kolandbauregion\u201c ausgeschrieben. Die Bewerberregionen waren aufgerufen erfolgversprechende Konzepte zur Weiterentwicklung des \u00d6kolandbaus in Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung einzureichen. Weitere Auswahlkriterien waren eine Verbindung zum Naturschutz und der Umweltbildung. Drei Regionen haben diesen Wettbewerb f\u00fcr sich entschieden. Die Gewinnerregionen erhalten einen Personalkostenzuschuss von 100.000 Euro f\u00fcr zwei Jahre. \u201eDie wichtigste Hilfe zur Umsetzung von lokalen Projekten ist Personal. Oft fehlt die eine Person, die bestehende Netzwerke pflegt, diese aber deutlich ausbauen und neue potentielle Partner zusammenbringen kann\u201c, sagte Hinz anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation der Preistr\u00e4ger in Wiesbaden. \u201eWir gehen hierf\u00fcr ganz bewusst einen dezentralen Weg und setzen auf Ideen und Akteure vor Ort. Damit hat Hessen in der l\u00e4ndlichen Regionalentwicklung schon gute Erfahrungen gemacht. Wir wollen den Regionen die M\u00f6glichkeit geben, ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen um so die Ziele des \u00d6koaktionsplans zu erreichen. Von den so gewonnen Erfahrungswerten k\u00f6nnen letztendlich auch alle anderen Regionen in Hessen profitieren\u201c, f\u00fcgte Hinz hinzu.<\/p>\n<p>Wegen der positiven R\u00fcckmeldungen hatte Ministerin Hinz das Budget aus dem \u00d6koaktionsplan f\u00fcr die \u00d6komodellregionen erh\u00f6ht. Jetzt werden drei, statt der urspr\u00fcnglich geplanten zwei, Regionen durch das Land gef\u00f6rdert. Die Unterst\u00fctzung des Landes als \u00d6komodellregionen erh\u00e4lt der Landkreis Fulda. \u201eDer Kreis Fulda ist \u00fcberregional bekannt als Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, er bietet als Gr\u00fcnlandregion au\u00dferdem ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr eine touristische Nutzung. Hier gibt es heute schon ein bestehendes, aber ausbauf\u00e4higes Netz von Direktvermarktern und \u00d6kobetrieben\u201c, erl\u00e4uterte Ministerin Hinz.<\/p>\n<p>Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Kooperation aus den Landkreisen Kassel und Werra-Mei\u00dfner. \u201eIn der Region befindet sich in Witzenhausen eine europaweit anerkannte Hochschule f\u00fcr \u00d6kolandbau mit Versuchsbetrieb und weiteren \u00f6ko-landwirtschaftlichen Unternehmen im Umfeld. Hier besteht also eine umfassende Infrastruktur um die \u00d6kolandwirtschaft ganzheitlich auszuweiten\u201c, so Priska Hinz.<\/p>\n<p>Der dritte Gewinner ist die Arbeitsgemeinschaft \u00d6kolandbau unter F\u00fchrung des Wetteraukreises. \u201eDiese Auswahl ist besonders spannend. Denn die Wetterau ist eine Region deren Landwirtschaft bisher durch eine ganz andere Ausrichtung gepr\u00e4gt ist. Die Wetterau verf\u00fcgt zwar \u00fcber die nachweislich besten Ackerbaustandorte in Hessen und eine sehr g\u00fcnstige Lage zum wichtigen Absatzmarkt Rhein-Main. Trotzdem sind hier bisher nur sehr wenige \u00d6kobetriebe anzufinden und die Region leidet unter gro\u00dfen Bodenverlusten durch Verkehrs- und Siedlungsfl\u00e4chen\u201c, so Priska Hinz zur Auswahl der Wetterau.<\/p>\n<p>Das Landwirtschaftsministerium will die \u00d6komodellregionen weiter intensiv begleiten und m\u00f6chte auch andere Regionen zum Austausch mit den Preistr\u00e4gern anregen.<br \/>\n\u201eRegional erzeugte Bio-Produkte dienen nicht nur dem Naturschutz, weil sie die Qualit\u00e4t des Bodens, des Wassers und der Luft verbessern. Der \u00d6kolandbau bringt auch den Vorteil, dass mehr Wertsch\u00f6pfung in der hessischen Landwirtschaft, den Verarbeitern und dem Handel verbleibt. So kann dazu beigetragen werden die Arbeitspl\u00e4tze und die Grundversorgung im l\u00e4ndlichen Raum zu erhalten\u201c, sagte die Ministerin abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nHessens \u00d6kolandbau hat seit dem vergangenen Jahr einen betr\u00e4chtlichen Schritt nach vorne gemacht. Inzwischen werden 88.000 ha \u00f6kologisch bewirtschaftet. Das entspricht etwa 12 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che. Gleichzeitig ist die hessische Bev\u00f6lkerung besonders nachfragestark, wenn es um Biolebensmittel geht. Es mangelt insbesondere an Bio-Obst und Gem\u00fcse, sowie Bio-Schweinefleisch aus hessischer Produktion. In Ihrem Koalitionsvertrag hatte die schwarz-gr\u00fcne Landesregierung angek\u00fcndigt, den Dialog zwischen konventioneller und \u00f6kologischer Landwirtschaft zu f\u00f6rdern, mit dem Ziel ein gr\u00f6\u00dferes Angebot an Biolebensmitteln aus Hessen zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eWir wollen die hessische Nachfrage nach Biolebensmitteln soweit es geht auch mit hessischen Bioprodukten abdecken. Das geschieht derzeit nicht ann\u00e4hrend und muss sich \u00e4ndern. 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