{"id":138477,"date":"2015-05-11T18:55:01","date_gmt":"2015-05-11T16:55:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138477"},"modified":"2015-05-11T18:55:01","modified_gmt":"2015-05-11T16:55:01","slug":"engelskonzert-himmlische-eroeffnung-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138477","title":{"rendered":"Engelskonzert &#8211; Himmlische Er\u00f6ffnung 2015"},"content":{"rendered":"<p>Wer die Bibel aufschl\u00e4gt, begegnet ihnen \u00fcberall \u2013 Engeln. Als Begleiter, Kraftspender und Botschafter des himmlischen Heils tauchen sie dort auf, wo es nicht mehr weitergeht, wenn Menschen Angst haben und Hilfe ben\u00f6tigen, oder wenn es etwas Gro\u00dfartiges zu verk\u00fcnden gibt. Der Tanner Kirchenchor (Ltg. Thomas N\u00fcdling), das Rathgeberensemble Fulda (Ltg. Ulrich Moormann), Johanna Halsch (Sopran) und Roland Klappstein (Bass) begeben sich auf eine Reise in g\u00f6ttliche Sph\u00e4ren und berichten im \u201eEngelskonzert\u201c am Pfingstsonntag (24. Mai 2015) um 20 Uhr in der Tanner Stadtkirche von den Eigenschaften der g\u00f6ttlichen Wesen als Kundschafter, Besch\u00fctzer, Trost- und Kraftspender.<\/p>\n<p>Auf dem Programm stehen Johann Sebastian Bachs Kantate 130 \u201eHerr Gott, dich loben alle wir\u201c (zum Fest des Erzengels Michael) und die bekannte Orchestersuite D-Dur BWV 1068. Nach \u00fcber 200 Jahren erklingt die Himmelfahrtskantate \u201eGott f\u00e4hret auf mit Jauchzen\u201c von Johann Michael Bach (1745-1820), der \u00fcber 20 Jahre hinweg in Tann als Kantor gewirkt hat. Als modernes Pendant kommen S\u00e4tze aus \u201eMissa de Angelis\u201c (\u201eEngelsmesse\u201c) seines aktuellen Nachfolgers Thomas N\u00fcdling zur Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p>Erm\u00f6glicht wird dieses himmlische Er\u00f6ffnungskonzert des Tanner Musiksommers durch die Unterst\u00fctzung der Sparkasse Fulda. Der Eintritt ist frei. Eine Kollekte am Ausgang wird erbeten. Im Anschluss l\u00e4dt die Kirchengemeinde zu einem Empfang vor die Stadtkirche ein.<\/p>\n<p>Die Einrichtung von Johann Michael Bachs Kantate \u201eGott f\u00e4hret auf mit Jauchzen\u201c aus alten Handschriften wurde erm\u00f6glicht durch die freundliche Unterst\u00fctzung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, des Hessischen Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, des Landkreises Fulda, von Rh\u00f6nENERGIE Fulda und der Kirchenmusikstiftung Ziegler Paderborn.<\/p>\n<p>Im Gottesdienst am Pfingstmontag (25. Mai, 10 Uhr) wird der Th\u00fcringer Altbischof Roland Hoffmann (Jena) die Festpredigt halten. Kirchenchor und Ratgeberensemble musizieren.<\/p>\n<p>Zum Programm:<\/p>\n<p>Johann Michael Bachs Kantate \u201eGott f\u00e4hret auf mit Jauchzen\u201c wird nach 200 Jahren zum ersten Mal wieder erklingen \u2013 und zwar am Ort ihres Entstehens. Johann Michael Bach war an der Georgenkirche, dem Vorg\u00e4ngerbau der heutigen Stadtkirche, \u00fcber zwanzig Jahre hinweg als Kantor t\u00e4tig: 1745 in Struth bei Schmalkalden geboren, kam er 1768 bis 1778 und dann noch einmal 1785 bis 1796 in die Rh\u00f6nstadt und pr\u00e4gte hier die geistliche Musik. Von ihm sind heute noch elf Kantaten erhalten. Die handschriftliche Partitur liegt in der Kirchenministerialbibliothek Celle (D-CEp\/ B 8) und wurde von Thomas N\u00fcdling eigens f\u00fcr die Auff\u00fchrung in eine moderne Partitur mit jeweiligen Stimmen \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Der festlichen Kantate zum Himmelfahrtsfest liegen Psalmverse (Psalm 47,6-9) und vermutliche Eigentextungen des Tanner Bachs zugrunde. Dem Anlass entsprechend kleidet er die Worte in festliche und gef\u00e4llige Musik, die sich nah am Text bewegen.<\/p>\n<p>Die Einrichtung von Johann Michael Bachs Kantate \u201eGott f\u00e4hret auf mit Jauchzen\u201c aus alten Handschriften wurde erm\u00f6glicht durch die Unterst\u00fctzung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, des Hessischen Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, des Landkreises Fulda, von Rh\u00f6nENERGIE Fulda und der Kirchenmusikstiftung Ziegler Paderborn.<\/p>\n<p>Johann Sebastian Bachs Kantate \u201eHerr Gott, dich loben alle wir\u201c basiert auf Paul Ebers (1511-1569) gleichnamigem Engels-Choral. Uraufgef\u00fchrt wurde sie am Michaelistag, dem 29. September 1724 in Leipzig. Der Michaelistag gilt im Protestantismus nicht nur als Tag des Erzengels Michael, sondern auch als Tag aller Engel. Diesem Thema \u201ealle Engel\u201c widmen sich bis heute die Lesungen dieses Tages (Mt 18, 1-11; Offb 12, 7-12; u.a.). Die Beziehung zwischen dem Evangelium des Tages und dem Choral ist klar: Das Lied ist ein Dank f\u00fcr die Existenz von Engeln und ihren Beistand angesichts von \u201edes Teufels Listigkeit\u201c. Die Musik strotzt vor Kraft: Die gro\u00dfe Besetzung und die zupackende Musik auf der einen Seite sowie die luftigen Arien auf der anderen Seite lassen die Vielfalt der Engel erahnen.<\/p>\n<p>Johann Sebastian Bach hat in seiner Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 stilisierte T\u00e4nze verschiedener Art mit einer Ouvert\u00fcre zusammengestellt. Anlass und Entstehung liegen im Dunkeln. Bach wird die S\u00e4tze zu Ehren und Unterhaltung der s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten zwischen 1729 und 1741 oder im Rahmen seiner Konzerte mit dem Collegium Musicum in Leipzig verfasst haben.<\/p>\n<p>In ihrer Besetzung f\u00fcr Streicher, Oboen, Trompeten und Pauken und der lebendigen Satzfolge bildet die Suite eine repr\u00e4sentative wie unterhaltsame Musik. Bach erprobte mit der Bearbeitung schlichter Melodien und dem Erfinden passender Kontrapunkte sowie dem Verflechten und Verdichten der Stimmen Neues in abgesteckten Grenzen.<\/p>\n<p>Bekanntestes St\u00fcck der Suite d\u00fcrfte wohl die \u201eAir\u201c sein: Bach steigerte hier die Wirkung der kantablen Melodie, indem er die Mittelstimmen nicht etwa d\u00e4mpfte, sondern ihnen \u00fcber einem unabl\u00e4ssig schreitenden Bass eigenst\u00e4ndige Bedeutung verlieh.<\/p>\n<p>Thomas N\u00fcdlings \u201eMissa de Angelis\u201c liegt die gleichnamige Choralmesse zugrunde. Deren Name \u2013 \u201eEngelsmesse\u201c \u2013 geht auf eine Tradition der Franziskaner zur\u00fcck: Sie verwendeten dieses Ordinarium seit dem 17. Jahrhundert besonders an Gedenktagen von Engeln. Aufgrund ihrer dur\u00e4hnlichen Melodik, der Wiederkehr melodischer Floskeln sowie \u00fcberschaubarer, sich wiederholender Melismatik geh\u00f6rt sie noch heute zu den bekanntesten und gebr\u00e4uchlichsten Choralmessen. \u00dcblich ist der Wechselgesang zwischen Kantor bzw. Schola und Gemeinde. N\u00fcdlings Komposition nutzt dieses Prinzip, beschr\u00e4nkt es allerdings auf das Musizieren innerhalb eines Chores im Wechsel mit Solisten. Die Vertonung stellt musikalische und inhaltliche Aspekte vielgestaltig dar: Auf der Basis vorhandener Motive und Phrasen flie\u00dfen sparsam begleitete Einstimmigkeit, konzertante Orgels\u00e4tze, Kanons\u00e4tze, motettische Abschnitte sowie klassische und Jazzharmonik ineinander und erm\u00f6glichen so ein transparentes und zugleich lebendiges Klangbild.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wer die Bibel aufschl\u00e4gt, begegnet ihnen \u00fcberall \u2013 Engeln. 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