{"id":138401,"date":"2015-05-09T09:52:27","date_gmt":"2015-05-09T07:52:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138401"},"modified":"2015-05-09T09:52:27","modified_gmt":"2015-05-09T07:52:27","slug":"staatssekretaer-zu-gast-beim-19-bundeskongress-der-landesbeauftragten-fuer-die-stasi-unterlagen-in-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138401","title":{"rendered":"Staatssekret\u00e4r zu Gast beim 19. Bundeskongress der Landesbeauftragten f\u00fcr die Stasi-Unterlagen in Fulda"},"content":{"rendered":"<p>Hessens Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister, hat anl\u00e4sslich des 19. Bundeskongress der Landesbeauftragten f\u00fcr die Stasi-Unterlagen in Fulda die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur an das Unrecht in der ehemaligen DDR hervorgehoben. \u201eDie Vielfalt in der Aufarbeitung und Vermittlung unserer j\u00fcngsten deutschen Geschichte halte ich f\u00fcr ein gro\u00dfes Pfund unserer demokratischen Erinnerungskultur, das wir st\u00e4rken und nicht schw\u00e4chen sollten. \u201eDie Aufarbeitung der SED-Diktatur muss deshalb konsequent weiter gehen\u201c, sagte Weinmeister mit Blick auf die \u00dcberlegungen zur Zukunft der Stasi-Unterlagenbeh\u00f6rde. Der Zugang zu den Akten sei eine unverzichtbare M\u00f6glichkeit die Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die eigene Biografie zur\u00fcck zu erlangen und Ausdruck einer Kultur der W\u00fcrdigung der Verfolgten und ihres Schicksals. \u201eBei allen \u00dcberlegungen zur Zukunft der Aufarbeitung und speziell auch zur Arbeit der Stasi-Unterlagenbeh\u00f6rde sollte die Mahnung und Erinnerung gest\u00e4rkt und nicht geschw\u00e4cht werden. Wir sollte nicht den Kr\u00e4ften Vorschub leisten, denen diese mahnende Stimme schon seit Jahr und Tag l\u00e4stig ist\u201c, betonte Weinmeister.<\/p>\n<p>Mit der Erinnerung an das SED-Regime und die Teilung solle auch den Opfern unseren Respekt erweisen werden. \u201eDie Toten an Mauer und Grenze, das Sterben in den Internierungslagern der Sowjets und die mehr als 200.000 politische H\u00e4ftlinge in der Zeit der DDR, die Schicksale der Zwangsumgesiedelten und Zwangsadoptierten, der politisch Verfolgten und auseinander gerissenen Familien d\u00fcrfen nicht vergessen werden. Dies sind wir ihnen und dies sind wir auch unserer eigenen Geschichte und Grundwerten schuldig\u201c, sagte der Staatssekret\u00e4r. Die Aufarbeitung der SED-Diktatur sei noch l\u00e4ngst nicht abgeschlossen. Die Menschen, die durch die SED-Herrschaft und ihren Unterdr\u00fcckungsapparat, die Staatssicherheit, einen so nachhaltigen Eingriff in ihre Biografie erfahren haben und denen so viel Leid und Schmerz zugef\u00fcgt wurde, h\u00e4tten ein Recht darauf, Einblick zu nehmen und sich die Deutungshoheit \u00fcber ihr Leben zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n<p>Die Arbeit der Landesbeauftragten f\u00fcr die Stasi-Unterlagen und zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, aber auch die Arbeit der Stasi-Unterlagenbeh\u00f6rde und ihrer Au\u00dfenstellen sei deshalb unverzichtbar f\u00fcr die Betroffenen und f\u00fcr die Aufarbeitung dieses wichtigen Kapitels der gesamtdeutschen Geschichte, hob der Staatssekret\u00e4r in seiner Rede hervor. Gleiches gelte auch f\u00fcr die Bundesstiftung Aufarbeitung, f\u00fcr die Aufarbeitungsinitiativen und die Verfolgtenverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Weinmeister verwies in seiner Rede auch auf umfangreiches Veranstaltungs- und Informationsprogramm der Hessischen Landesregierung zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit, das bereits seit November letzten Jahres l\u00e4uft. Das Programm umfasst Ausstellungen, Diskussions- und Kulturveranstaltungen, Fortbildungsseminare und Kunstprojekte. Inzwischen wurden mehr als 200 Termine unterschiedlicher Anbieter gemeldet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessens Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister, hat anl\u00e4sslich des 19. 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