{"id":138286,"date":"2015-05-06T20:56:10","date_gmt":"2015-05-06T18:56:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138286"},"modified":"2015-05-06T20:56:10","modified_gmt":"2015-05-06T18:56:10","slug":"pfadfinder-sanieren-aussenfassade-des-katholischen-pfarrzentrums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138286","title":{"rendered":"Pfadfinder sanieren Au\u00dfenfassade des katholischen Pfarrzentrums"},"content":{"rendered":"<p>Seit kurzem ist das Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde wieder von seinem Bauger\u00fcst befreit. Am vergangenen Wochenende schloss die Roverrunde der W\u00e4chtersbacher Georgspfadfinder die Arbeiten an der Au\u00dfenfassade ab.<\/p>\n<p>Das Nikolaus-Bauer-Haus in W\u00e4chtersbach ist seit jeher der Ort vielf\u00e4ltiger Aktivit\u00e4ten der Katholischen Kirchengemeinde Mari\u00e4 Himmelfahrt. Neben den Unterrichtsstunden f\u00fcr Erstkommunion und Firmung, Sitzungen der Kirchengremien, Festen und Feiern finden sich dort auch die Gruppenr\u00e4ume der katholischen Pfadfinder vom Stamm St. Bonifatius. Und die waren schon l\u00e4nger der Meinung, das Haus habe eine ordentliche Frischzellenkur bitter n\u00f6tig. Seit dem Bau des Pfarrzentrums Anfang der 80er Jahre hatte der Fassadenputz noch keinen Tropfen Farbe gesehen. An vielen Stellen hatten sich \u00fcber die Jahre hinweg Risse gebildet. Auch die Fenster waren vor allem auf der Frontseite durch die hohe Sonneneinstrahlung stark besch\u00e4digt, das Holz aufgerissen.<\/p>\n<p>Da der Kirchengemeinde zur Zeit wegen vieler anderer Baustellen die Mittel f\u00fcr eine professionelle Sanierung fehlen, nahmen sich die 20 Pfadfinder der Roverrunde dieses Problems an und schlugen Pfarrer Rainer Heller vor, in ehrenamtlicher Eigenleistung das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. \u201eWir wussten, dass wir uns da viel vorgenommen hatten\u201c, berichtet Roverleiter und Stammesvorstand Markus Leis (33), \u201eGerade an den Seiten gibt es viele gro\u00dfe und teils schwer zug\u00e4ngliche Fassadenfl\u00e4chen und f\u00fcr eine fachgerechte Sanierung sind mehrere anstrengende Arbeitsschritte notwendig.\u201c<\/p>\n<p>Davon lie\u00df sich die Gruppe aber nicht abschrecken und startete mit Beginn der Osterferien die Arbeiten an der Fassade. Zun\u00e4chst musste das Pfarrzentrum mit mehreren Tonnen Ger\u00fcstmaterial versorgt werden, um alle Stellen des Hauses erreichen zu k\u00f6nnen. Danach begannen die Rover mit den Vorarbeiten. 8 Tage werkelten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 22 Jahren von fr\u00fch bis Sonnenuntergang, bevor \u00fcberhaupt an den ersten Pinselstrich zu denken war. Die Rohre f\u00fcr Kletterpflanzen wurden demontiert, \u00fcber 50 Risse im Putz ge\u00f6ffnet und ausgespritzt. Leonie Metzler (18) war im Team, das sich um die Fensterfront im Obergeschoss k\u00fcmmerte: \u201eDas Abschleifen der Fensterrahmen hat uns viele Nerven gekostet. Nach 2 Tagen hatten wir die Farbe zwar runter, aber wir wussten, dass wir alles noch 3 mal schleifen m\u00fcssen, bis die Oberfl\u00e4che wieder fein genug ist.\u201c Ein anderer Teil der Gruppe k\u00fcmmerte sich tagelang nur um Abklebearbeiten und verbrauchte dabei \u00fcber einen Kilometer Kreppband. Wieder andere reinigten mit Hochdruck alle Wandfl\u00e4chen und bereiteten mit Grundierung die Fassade St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck f\u00fcr ihren ersten Anstrich vor.<\/p>\n<p>Nach Ostern war es dann endlich soweit. In der zweiten Ferienwoche bekam das Haus seinen neuen Anstrich. \u201eDer tiefe Putz hat uns ganz sch\u00f6n zu schaffen gemacht. Die Farbe bis in die letzten Ritzen zu bekommen hat viel Kraft gekostet. Der zweite Anstrich ging dann zum Gl\u00fcck etwas leichter\u201c, erz\u00e4hlt Michael Sgoff (21). \u00dcber 30 Eimer Farbe haben die Rover gebraucht, bis auch der letzte Fleck gestrichen war. W\u00e4hrend auf der einen Seite die Wand ihre Farbe bekam, wurden an der Vorderseite die frisch geschliffenen Fensterrahmen impr\u00e4gniert und in 5 Schichten neu lasiert, um f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre widerstandsf\u00e4hig gegen die Sonneneinstrahlung zu sein. Auch die Kletterrohre bekamen neuen Lack spendiert.<\/p>\n<p>Die Versorgung mit Mittagessen und Kuchen \u00fcbernahmen oft Eltern, um die Arbeiter bei Energie und Laune zu halten. Mittlerweile ist das Ger\u00fcst wieder abgebaut und das Nikolaus-Bauer-Haus erstrahlt in neuem Glanz. Ihre gesamten Osterferien und dar\u00fcber hinaus noch viele Nachmittage haben die Pfadfinder geopfert, bis alle Arbeiten abgeschlossen waren. Doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Rovern nicht. Anfang Juni f\u00e4hrt die Gruppe zum Evangelischen Kirchentag nach Stuttgart, um als Helfer die Betreuung von Veranstaltungsorten zu \u00fcbernehmen. Auch das werden wieder lange Tage.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Arbeit der DPSG St. Bonifatius W\u00e4chtersbach sind unter http:\/\/www.stamm-bonifatius.de\/ zu finden.<\/p>\n<p>Der Stamm St. Bonifatius W\u00e4chtersbach ist mit seinen \u00fcber 100 Mitgliedern Teil der DPSG im Bistum Fulda, in der \u00fcber 1000 Pfadfinder in 21 St\u00e4mmen aktiv sind.<\/p>\n<p>Die DPSG ist mit 95.000 Mitgliedern der gr\u00f6\u00dfte katholische Pfadfinderverband in Deutschland. Sie ist Mitglied im Weltpfadfinderverband (WOSM), im Ring deutscher Pfadfinderverb\u00e4nde (RdP) und im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ). In Der DPSG werden der Geist und die Traditionen der weltweiten Pfadfinderbewegung gelebt und erlebt. Die DPSG versteht sich als ein Verband, der den Mitgliedern die M\u00f6glichkeit gibt, mit Gleichaltrigen selbstverantwortlich und engagiert in Gruppen zusammen zu leben. Die W\u00f6lflinge (7 bis 10 Jahre) entdecken und gestalten ihren Alltag. Die Jungpfadfinder (10 bis 13 Jahre) erleben gemeinsam den Beginn der Jugend. Pfadfinder (13 bis 16 Jahre) wagen es, ihren eigenen Weg zu gehen. Rover (16 bis 20 Jahre) sind unterwegs, erkunden die Welt und packen Probleme an. Begleitet werden die Kinder und Jugendlichen durch erwachsene Leiterinnen und Leiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Seit kurzem ist das Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde wieder von seinem Bauger\u00fcst befreit. Am vergangenen Wochenende schloss die Roverrunde der W\u00e4chtersbacher Georgspfadfinder die Arbeiten an der Au\u00dfenfassade ab. Das Nikolaus-Bauer-Haus in W\u00e4chtersbach ist seit jeher der Ort vielf\u00e4ltiger Aktivit\u00e4ten der Katholischen Kirchengemeinde Mari\u00e4 Himmelfahrt. 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