{"id":138246,"date":"2015-05-06T13:28:56","date_gmt":"2015-05-06T11:28:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138246"},"modified":"2015-05-06T13:28:56","modified_gmt":"2015-05-06T11:28:56","slug":"mario-klotzsche-fdp-fraktion-gegen-vorrangflaechen-cdu-laesst-buerger-im-stich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138246","title":{"rendered":"Mario Klotzsche: FDP Fraktion gegen Vorrangfl\u00e4chen \u2013 CDU l\u00e4sst B\u00fcrger im Stich"},"content":{"rendered":"<p>Die FDP Fraktion hat in der Sitzung des Fuldaer Kreistages am Montag die Ablehnung der geplanten Windvorranggebiete im Kreis Fulda beantragt. Mit den Stimmen von CDU, SPD, Gr\u00fcnen und Linken wurde der Antrag abgelehnt.<\/p>\n<p>Fraktionsvorsitzender Mario Klotzsche erkl\u00e4rt dazu:<\/p>\n<p>\u201eWir wollen die Ausweisung der mehr als 20 geplanten Vorranggebiete auf 3.000\u00c2\u00a0Hektar Fl\u00e4che unbedingt verhindern. 90 Prozent dieser Fl\u00e4chen liegen im Wald. Der Steckbrief des Regierungspr\u00e4sidiums stellt bei nahezu allen Fl\u00e4chen erhebliche Konflikte mit dem Naturschutz, dem Schutz wertvoller Kulturlandschaften und Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr Anwohner fest. Die prognostizierten Windgeschwindigkeiten sind zudem sehr gering.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtige Energiepolitik von Landes- und Bundregierung ist nur von Ideologie getrieben. Ohne Speichertechnologien macht der weitere Ausbau der Windkraft physikalisch \u00fcberhaupt keinen Sinn. Auch Windkraftanlagen im Kreis Fulda drehen sich nur dann, wenn Wind weht und nicht wenn wir Strom brauchen.<br \/>\nProfiteure der Ausbaupl\u00e4ne sind nur einige \u00d6kolobbyisten, die sich als Projektierer,\u00c2\u00a0 Gutachter und Investoren auf Kosten der Stromkunden und auf Basis von Subventionen eine goldene Nase verdienen wollen. Mit Klima- oder Umweltschutz hat die Zerst\u00f6rung des Lebensraums vieler gesch\u00fctzter Arten jedenfalls nichts zu tun.<\/p>\n<p>Tausende B\u00fcrger in der Region protestieren gegen diese Politik der sinnlosen Heimatzerst\u00f6rung und bef\u00fcrchten massive Einschr\u00e4nkungen ihrer Lebensqualit\u00e4t, gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen und den Verfall der Grundst\u00fccks- und H\u00e4userpreise. Der Kurgemeinde Bad Salzschlirf, die besonders auf Erholung suchende G\u00e4ste angewiesen ist, droht durch Umzingelung mit 200 Meter hohen Windkraftanlagen eine grundlegende Existenzgef\u00e4hrdung.<\/p>\n<p>Fast \u00fcberall wenden sich B\u00fcrgerinitiativen, Gemeindeparlamente und B\u00fcrgermeister gegen die Pl\u00e4ne der Landesregierung und des Regierungspr\u00e4sidiums.<br \/>\nVor diesem Hintergrund w\u00e4re es im Interesse der B\u00fcrger in der Region ein klares Signal an die Regionalversammlung zu senden.<\/p>\n<p>Eine Reihe von Kreistagsabgeordneten wie Dr. Norbert Herr, Dr. Walter Arnold, Hermann D\u00fccker oder Landrat Bernd Woide sind zudem auch Mitglieder der Regionalversammlung k\u00f6nnen durch ihr Abstimmungsverhalten tats\u00e4chlich \u00fcber die geplanten Vorrangfl\u00e4chen entscheiden.<\/p>\n<p>Dass SPD und Gr\u00fcne unseren Antrag massiv angegriffen haben und Kritiker der Windkraft als \u201eRattenf\u00e4nger\u201c bezeichnen, ist nicht wirklich \u00fcberraschend. Heftig war allerdings, dass die Gr\u00fcnen, fr\u00fcher eine Partei des Umweltschutzes, die echten Natur- und Vogelsch\u00fctzer von NABU und HGON und deren Kampf f\u00fcr den Erhalt der Artenvielfalt in der Region l\u00e4cherlich gemacht haben.<\/p>\n<p>Besonders \u00e4rgerlich war die Haltung der CDU, die im Kreis mit absoluter Mehrheit regiert. Vor Ort, etwa in Flieden, Neuhof, Kalbach, Eichenzell oder Bad\u00c2\u00a0Salzschlirf, sprechen sie sich gegen Windkraft aus und im Kreistag stimmen teilweise die gleichen Personen f\u00fcr die geplanten Vorranggebiete. Das ist unredlich und feige.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Fuldaer CDU dem gr\u00fcnen \u201eWindkraftminister\u201c Tarek Al-Wazir die Stange h\u00e4lt, hat die CDU Fraktion im benachbarten Kreistag Hersfeld-Rotenburg fast zeitgleich eine Resolution eingebracht, in der sie von der Landesregierung eine Reduzierung der geplanten Vorrangbiete verlangt und die FDP Forderung nach deutlich gr\u00f6\u00dferen Abst\u00e4nden von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung unterst\u00fctzt. Au\u00dferdem \u00e4u\u00dfert die CDU dort massive Zweifel am Sinn des Gesamtprojektes Energiewende.<\/p>\n<p>Die Union im Kreis Fulda r\u00fchmt sich gerne ihres Einflusses auf die gro\u00dfe Politik in Wiesbaden und Berlin. Beim zentralen Thema Windkraft versagt die Fuldaer CDU aber und duckt sich lieber weg, statt die Stimme zur erheben und gegen eine unsinnige Politik vorzugehen.<\/p>\n<p>Wenn die CDU im Fuldaer Land beim Thema Suedlink-Trasse vor den Belastungen f\u00fcr Mensch und Natur warnt und der Landkreis aus eigenen Mitteln Gelder zur Verf\u00fcgung stellt, um gegen die Trasse vorzugehen, dann darf der Kreis die B\u00fcrger nicht im Stich lassen, die von industriellen Windkraftanlagen betroffen sind. Die CDU spielt offensichtlich ein gef\u00e4hrliches Spiel zu Lasten der B\u00fcrger in unserer Region.\u201c, so Klotzsche abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die FDP Fraktion hat in der Sitzung des Fuldaer Kreistages am Montag die Ablehnung der geplanten Windvorranggebiete im Kreis Fulda beantragt. Mit den Stimmen von CDU, SPD, Gr\u00fcnen und Linken wurde der Antrag abgelehnt. 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