{"id":138008,"date":"2015-04-30T17:52:49","date_gmt":"2015-04-30T15:52:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=138008"},"modified":"2015-04-30T17:52:49","modified_gmt":"2015-04-30T15:52:49","slug":"der-radweg-r2-fuehrt-vorbei-am-weidstuecker-hof-in-eichenau-und-der-burgruine-wartenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=138008","title":{"rendered":"Der Radweg R2 f\u00fchrt vorbei am Weidst\u00fccker Hof in Eichenau und der Burgruine Wartenberg"},"content":{"rendered":"<p>Liebhabern des Zweiradsports bietet der Landkreis Fulda eine Vielzahl gut zu fahrender Radwege. Stark frequentiert ist dabei der R2, der bestens ausgeschildert von der Fuldaaue \u00fcber Gro\u00dfenl\u00fcder nach Lauterbach und f\u00fcr sportlich ambitionierte sogar bis nach Alsfeld f\u00fchrt. Auf diesem Weg gibt es zahlreiche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Besichtigungen und Rastpl\u00e4tze, einer davon ist die Reitanlage in Eichenau.<\/p>\n<p>Die Radtour beginnt im Erholungsgebiet Fuldaaue. Von hier aus geht es \u00fcber Horas entlang der Maberzeller Stra\u00dfe \u00fcber Bimbach nach Gro\u00dfenl\u00fcder. Ein kurzer Aufenthalt an der \u00f6rtlichen Eisdiele erfrischt, ehe man den Anstieg nach Eichenau in Angriff nimmt. Fast am Ende des idyllischen \u00d6rtchens geht es eine Stra\u00dfe hinauf zum Weidst\u00fccker Hof, der Reitanlage des Gro\u00dfenl\u00fcderer Unternehmers Wilhelm Lang. Ein leichter Anstieg, und schon durchquert man das einladende Tor, auf dem ein in Stein gehauener Pferdekopf keinen Zweifel daran l\u00e4sst, worum es auf der gro\u00dfz\u00fcgigen Anlage geht: Um Pferde eben.<\/p>\n<p>Hier sind Mensch und Tier gleicherma\u00dfen willkommen und f\u00fcr beide wird ausreichend gesorgt. Oben angekommen l\u00e4dt bei sch\u00f6nem Wetter die Au\u00dfenterrasse mit Biergartenflair zum Verweilen ein. Was urspr\u00fcnglich als Reiterst\u00fcbchen f\u00fcr die Nutzer der Reitanlage gedacht war, hat sich mittlerweile zum veritablen Restaurant entwickelt. Inhaber und K\u00fcchenchef Klaus Wilshaus bietet seinen G\u00e4sten gutb\u00fcrgerliche K\u00fcche und regionale Spezialit\u00e4ten. Von Dienstag bis Freitag ist das Restaurant ab 14 Uhr ge\u00f6ffnet, samstags und sonntags sowie an Feiertagen bereits ab 10 Uhr.<\/p>\n<p>Angenehm ist auch der selbstverst\u00e4ndliche Umgang mit Vierbeinern, Hunde sind am Weidst\u00fccker Hof geradezu eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. In der idyllischen Umgebung l\u00e4sst es sich gut verweilen, das Getrappel von Pferdehufen vorbeikommender Reiter und das Wiehern ausgelassen auf der Koppel spielender Pferde \u201eentschleunigt\u201c den Besucher. Der Blick auf die Weiten des nahen Vogelsbergs ist grandios, und so kann es geschehen, dass die Pause der Radfahrer ein wenig gro\u00dfz\u00fcgiger ausf\u00e4llt, insbesondere wenn Kinder dabei sind. Die haben hier viel zu schauen, und ein toller Spielplatz in Sichtweite zur Terrasse macht den Besuch am Weidst\u00fccker Hof zu einem Erlebnis.<\/p>\n<p>Gut gest\u00e4rkt und zur\u00fcck auf dem Radweg geht es dann weiter in Richtung Bad Salzschlirf, wo man durchaus f\u00fcr eine Partie Minigolf anhalten kann. Wer es lieber historisch mag, der sollte bei Angersbach einen Abstecher machen zur Burgruine Wartenberg &#8211; im Volksmund auch Wartebach genannt. Offiziell im Jahr 1220 auf dem Wartenbachh\u00fcgel errichtet, wird Friedrich von Angersbach erst im Jahr 1232 als Erbauer mit erw\u00e4hnt. Bereits im Jahr 1265 wurde die durch Truppen des Fuldischen Abts Bertho II. von Leibolz im Verlauf einer Fehde mit aufr\u00fchrerischen Adligen zerst\u00f6rt. Nachdem die Ruine den umliegenden D\u00f6rfern jahrhundertelang als Steinbruch gedient hatte, begannen im Jahr 1828 erste Ausgrabungen. In der j\u00fcngeren Geschichte der Burg ist es dem F\u00f6rderverein zur Rettung der Burgruine Wartenberg zu verdanken, dass die Ruine als Baudenkmal der Stauferzeit der Nachwelt erhalten blieb.<\/p>\n<p>Der Rest des Weges zur Kreisstadt Lauterbach ist nicht ann\u00e4hernd so spannend. Entlang der Bundesstra\u00dfe geht es hinein in die wundersch\u00f6ne Altstadt entlang der Lauter mit seinen liebevoll erhaltenen Fachwerkh\u00e4usern. Zeit f\u00fcr eine Besichtigung und einen Kaffee sollte man sich ruhig nehmen. Wer nicht mehr zur\u00fcckfahren will, steigt einfach am Bahnhof in Lauterbach in den werktags st\u00fcndlich verkehrenden Regionalzug ein und legt die Fahrstrecke nach Fulda in einer knappen halbe Stunde entspannt im Zug zur\u00fcck. An Sonn- und Feiertagen sind die Zeitpl\u00e4ne anders, daher lohnt ein Blick auf den Fahrplan, ehe die Tour startet.<\/p>\n<p>Zum Bild: Kinder und Tiere sind gern gesehene G\u00e4ste auf dem Weidst\u00fccker Hof. Dabei kann es durchaus auch mal sein, dass ein Pferd den G\u00e4sten auf der Terrasse \u00fcber die Schulter schaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Liebhabern des Zweiradsports bietet der Landkreis Fulda eine Vielzahl gut zu fahrender Radwege. Stark frequentiert ist dabei der R2, der bestens ausgeschildert von der Fuldaaue \u00fcber Gro\u00dfenl\u00fcder nach Lauterbach und f\u00fcr sportlich ambitionierte sogar bis nach Alsfeld f\u00fchrt. 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