{"id":137937,"date":"2015-04-29T15:45:17","date_gmt":"2015-04-29T13:45:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=137937"},"modified":"2015-04-29T15:45:17","modified_gmt":"2015-04-29T13:45:17","slug":"kkv-aufsatzwettbewerb-darf-der-mensch-alles-was-er-kann-bioethische-grenzen-der-forschung-preisverleihung-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=137937","title":{"rendered":"KKV-Aufsatzwettbewerb: \u201eDarf der Mensch alles was er kann? \u2013 Bioethische Grenzen der Forschung\u201c \u2013  Preisverleihung in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Frage: \u201eDarf der Mensch alles was er kann &#8211; Bioethischen Grenzen der Forschung?\u201c besch\u00e4ftigte sich der F\u00f6rdererkreis f\u00fcr Bildungsarbeit im Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV) bei einem Aufsatzwettbewerb an Gymnasien und Seminaren. Bei rund 70 Wettbewerbseinsendungen setzten sich am Ende drei Preistr\u00e4ger durch, aus Rostock mit Richard Neumeyer ein Sch\u00fcler des Don Bosco Gymnasiums auf dem ersten Platz, Anna Keussen von der Maria Montessori Gesamtschule in Krefeld als Zweite und Regina Kirschner vom Regensburger Mariengymnasium als Dritte im Bunde.<\/p>\n<p>Die Festrede bei der Preisverleihung in der Saarl\u00e4ndischen Landesvertretung in Berlin wurde von einem der Juroren, Prof. Dr. Andreas Frewer, gehalten. Nach der Begr\u00fc\u00dfung durch den Vorsitzenden des KKV F\u00f6rdererkreises, Georg Konen, verlas der stellvertretende Vorsitzende, Staatssekret\u00e4r a.D. Dr. Hans-Joachim Gottschalk, das Gru\u00dfwort von Schirmherrn Alois Gl\u00fcck, des Pr\u00e4sidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). In weiteren Gru\u00dfworten des parlamentarischen Staatssekret\u00e4rs Stefan M\u00fcller (MdB) und Prof. Dr. Patrick Sensburg (MdB) wurde die Thematik des Wettbewerbs aufgegriffen und als wertvoller Beitrag in einer aktuellen Diskussion begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Dr. Hans-Joachim Gottschalk bat anschlie\u00dfend die drei Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger nach vorne und skizzierte deren Arbeiten. Sichtlich erfreut und bewegt nahmen die jungen Leute die Auszeichnungen entgegen. Einen Sonderpreis erhielten die Vertreter des Rostocker Don Bosco Gymnasiums, denn dieses hatte sich besonders engagiert und den Wettbewerb in die Klausuren von Oberstufenklassen integriert.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des F\u00f6rdererkreises, Georg Konen, hofft, dass sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auch weiterhin mit dem aktuellen Thema auseinandersetzen, denn \u201eeinerseits gibt es hohe Erwartungen an Wissenschaft und Forschung, Fortschritte in der medizinischen Diagnose und Therapie; andererseits sind es Eingriffe ins Erbgut, k\u00fcnstliche Verl\u00e4ngerung des Lebens und Klone, die Angst machen, weil man nicht wei\u00df, wo die Entwicklung hingeht und welchen Preis wir daf\u00fcr zahlen m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p>In seinem Schlusswort wies der geb\u00fcrtige Fuldaer KKV-Bundesvorsitzende, Bernd-M. Wehner, darauf hin, dass sich der KKV als katholischer Sozialverband nicht nur mit sozial- und wirtschaftsethischen Fragen auseinandersetze, sondern auch mit der Frage, welche ethischen Grenzen f\u00fcr Wissenschaft und Forschung gelten. Denn die technischen M\u00f6glichkeiten der modernen Medizin und Biowissenschaften ber\u00fchrten auch die moralischen Grundlagen des Zusammenlebens. So gebe es analog zu ethischen Fragen, die den Beginn menschlichen Lebens in den Blick n\u00e4hmen, auch entsprechende Fragestellungen und durchaus auch unterschiedliche Zug\u00e4nge in Hinblick auf das Ende des menschlichen Lebens. Das zeige ja die kontrovers gef\u00fchrte Debatte um aktive bzw. passive Sterbehilfe. \u201eUnsere Antwort als KKV ist eindeutig: Aus Mitleid kann man nicht t\u00f6ten. Mitleid bedeutet mit einer anderen Person mitzuleiden und nicht die Person, die leidet, aus der Welt zu schaffen. Human gestorben wird nur an der Hand, nicht durch die Hand eines Menschen.\u201c Eine aktive Sterbehilfe widerspreche im \u00dcbrigen nicht nur dem christlichen Menschenbild, sie sei auch ein weiterer Schritt auf dem Weg menschliches Leben der Beliebigkeit anheim zu stellen.\u00c2\u00a0 Abgesehen davon, dass damit der Willk\u00fcr T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet wird, zeigen solche \u00dcberlegungen, wohin eine Gesellschaft ger\u00e4t, wenn sie sich anma\u00dft, Herr \u00fcber Leben und Tod zu sein und damit immer mehr Gott aus dem Spiel l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Der KKV rief im Sommer 2014 Schulleiter und Lehrer an Oberstufen katholischer Gymnasien und anderen konfessionsgebundenen Schulen auf, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fcr eine Teilnahme zu ermutigen. Eine sechsk\u00f6pfige Jury ermittelte im Februar die Preistr\u00e4ger. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhielten Preisgelder von zusammen 5.000 \u00e2\u201a\u00ac.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mit der Frage: \u201eDarf der Mensch alles was er kann &#8211; Bioethischen Grenzen der Forschung?\u201c besch\u00e4ftigte sich der F\u00f6rdererkreis f\u00fcr Bildungsarbeit im Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV) bei einem Aufsatzwettbewerb an Gymnasien und Seminaren. 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