{"id":135787,"date":"2015-03-03T20:19:39","date_gmt":"2015-03-03T19:19:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=135787"},"modified":"2015-03-03T20:28:53","modified_gmt":"2015-03-03T19:28:53","slug":"neun-milliarden-euro-fuer-hessische-hochschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=135787","title":{"rendered":"Neun Milliarden Euro f\u00fcr Hessische Hochschulen"},"content":{"rendered":"<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute in seiner Regierungserkl\u00e4rung betont, dass Bildung der Schl\u00fcssel f\u00fcr Innovationen ist und damit die Grundlage f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg von Hessen schafft.<\/p>\n<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein: \u201eUnsere Aufgabe ist es, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Landes zu st\u00e4rken, um die Innovationskraft zu erhalten und auszubauen. Dabei spielt die Zukunftsarchitektur des Wissenschaftssystems eine entscheidende Rolle. Wir haben die Aufgabe, Leitplanken f\u00fcr die dynamische Weiterentwicklung des Systems zu bauen und Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Wir leben in einem reichen Land, in dem wir Allen Lebenschancen durch Bildung er\u00f6ffnen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Hessen untermauere diese Ziele mit der F\u00f6rderung der 13 Hochschulen. Sie seien die Herzkammern unseres Wissenschaftssystems, erkl\u00e4rte Wissenschaftsminister Boris Rhein. \u201eHier entstehen die Innovationen und die Forschung, die uns technisch voranbringen, die uns sozial sichern und die unseren wirtschaftlichen Wohlstand schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Der Abschluss des neuen Hessischen Hochschulpaktes ist ein starkes Signal pro Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Kernanliegen der Regierungskoalition. Der neue Hochschulpakt garantiert insgesamt neun Milliarden Euro f\u00fcr die Hochschulen in den Jahren 2016 bis 2020.   <\/p>\n<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein: \u201eNeun Milliarden Euro f\u00fcr f\u00fcnf Jahre. Das ist die gr\u00f6\u00dfte Summe, \u00fcber die unsere 13 Hochschulen jemals verf\u00fcgten. Die erzielte Einigung gibt den Hochschulen Planungssicherheit sowie finanzielle Sicherheit. Mit diesem Hochschulpakt erreichen unsere Fachhochschulen und Universit\u00e4ten einen Spitzenplatz im L\u00e4ndervergleich. So schaffen wir eine solide Grundlage f\u00fcr Innovationen.\u201c<\/p>\n<p>Die Finanzierung<\/p>\n<p>Die Voraussetzungen f\u00fcr den erfolgreichen Abschluss des Hochschulpaktes 2020 haben die Regierungsfraktionen von CDU und B\u00dcNDNIS 90\/Die Gr\u00fcnen im aktuellen Koalitionsvertrag geschaffen. Danach sollte die Grundfinanzierung f\u00fcr die Laufzeit des neuen Paktes mit einem Prozent oberhalb der Inflation, maximal mit drei Prozent gesteigert werden. F\u00fcr den Fall einer niedrigen Inflationsrate wird den Hochschulen garantiert, dass die Tarif- und Besoldungssteigerungen auf jeden Fall ausgeglichen werden, solange der hierf\u00fcr erforderliche Finanzbedarf die mittelfristige Finanzplanung nicht \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p>Das Hochschulbudget betr\u00e4gt im Jahr 2016 rund 1,9 Milliarden Euro:<\/p>\n<p>1,1 Mrd. Euro Grundbudget,<br \/>\n257 Mio. Euro Erfolgsbudget,<br \/>\n190 Mio. Euro Sondertatbest\u00e4nde,<br \/>\n300 Mio. Euro Bund-L\u00e4nder-Hochschulpakt 2020,<br \/>\n25 Mio. Euro Ger\u00e4temittel,<br \/>\n24 Mio. Euro Innovations- und Strukturentwicklungsbudget. (Das 2017 um weitere acht Millionen Euro, auf insgesamt 32 Millionen Euro anw\u00e4chst.)<\/p>\n<p>Hinzu kommen noch die Mittel aus dem landeseigenen Bauprogramm Heureka und dem bundesweit einmaligen Forschungsf\u00f6rderungsprogramm LOEWE.<\/p>\n<p>\u201eWir wollten keine Revolution, sondern eine Evolution des Hochschulpaktes. Das ist uns, dank der Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft aller Hochschulen, vorbildlich gelungen. Ich bin dankbar, dass wir uns einvernehmlich mit allen Partnern auf eine Verstetigung des Grundbudgets sowie auf die deutliche Erh\u00f6hung des Absolventenbezugs im Erfolgsbudget geeinigt haben\u201c, erl\u00e4uterte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Das Grundbudget mit 1,1 Milliarden Euro ist der Schwerpunkt der Hochschulfinanzierung und bleibt leistungsorientiert. Hier honoriert die Landesregierung weiterhin die Studierendenzahlen in der Regelstudienzeit. Nach wie vor gibt es einen starken Zulauf junger Menschen an die hessischen Hochschulen. Deshalb bleibt das quantitative Ausbildungsniveau erhalten. Grundlage hierf\u00fcr ist die Vorausberechnung der Studienanf\u00e4nger bis 2025 durch die Kultusministerkonferenz, aus dem Jahr 2014.<\/p>\n<p>\u201eWas niemand m\u00f6chte, ist ein ruin\u00f6ser Wettbewerb, der am Ende die Ausbildung beeintr\u00e4chtigt. Deswegen haben wir die Zahl der verg\u00fcteten Studierenden je Hochschule festgeschrieben. Bemessungsgr\u00f6\u00dfe daf\u00fcr ist die Zahl der Studierenden in der Regelstudienzeit in den jeweiligen F\u00e4cherclustern. Nur so erhalten die Hochschulen ein hohes Ma\u00df an Planungssicherheit\u201c, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Das Erfolgsbudget honoriert Hochschulen, wenn sie beispielsweise erfolgreich Drittmittel einwerben, viele Frauen zu Professorinnen berufen oder besonders viele Studierende zum Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit f\u00fchren. Boni gibt es unter anderem auch f\u00fcr Promotionen von Frauen in MINT-F\u00e4chern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) oder f\u00fcr erfolgreiche Abschl\u00fcsse von sogenannten Bildungsausl\u00e4ndern.<br \/>\nHessen ist ein Land der Forschung. Beleg daf\u00fcr ist vor allem das bundesweit einmalige Erfolgsprojekt LOEWE, mit dem das Wissenschaftsministerium bislang rund 550 Millionen Euro in die Forschungsf\u00f6rderung investiert hat.<\/p>\n<p>\u201eForschungsleistungen spielen auch weiterhin eine wichtige Rolle. CDU und B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen ist es dar\u00fcber hinaus ein wichtiges Anliegen die Absolventenquote zu erh\u00f6hen. Zwei wesentliche Erfolgsfaktoren daf\u00fcr sind die Gestaltung des \u00dcbergangs von Schule zu Hochschule einerseits sowie der Studieneingangsphase andererseits. Um verst\u00e4rkt Anreize f\u00fcr die Lehre und den Studienerfolg zu setzen, erh\u00f6hen wir das Budget f\u00fcr erfolgreiche Absolventen um 30 Millionen Euro\u201c, erl\u00e4uterte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Eine nicht nur quantitativ deutlich sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderung erf\u00e4hrt das Struktur- und Innovationsbudget; es verdoppelt sich in zwei Schritten von heute 16 Millionen Euro auf 32 Millionen Euro bis zum Jahr 2017.<\/p>\n<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein: \u201eDiese Landesregierung honoriert die vorz\u00fcgliche Arbeit unserer Fachhochschulen. Im Innovationsbudget des neuen Hochschulpaktes gibt es erstmals ein Forschungsbudget f\u00fcr die Fachhochschulen in H\u00f6he von j\u00e4hrlich drei bis f\u00fcnf Millionen Euro. Unsere Kernaussage war immer: die anwendungsorientierte Forschung der Fachhochschulen zu f\u00f6rdern. Hier sind die Spezialisten im Bereich der praxisnahen Forschung, Anwendung und Transfer. Dieser enge Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist ein Pfund, mit dem unsere Fachhochschulen wuchern k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\nUnd deswegen will die Landesregierung mit dem neuen Hessischen Hochschulgesetz forschungsstarken Fachbereichen von Fachhochschulen das Promotionsrecht verleihen, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Die letzte S\u00e4ule des neuen Hessischen Hochschulpaktes ist neben Grundbudget, Erfolgsbudget, Sondertatbest\u00e4nden und Innovationsbudget, der Bund-L\u00e4nder Hochschulpakt 2020 (HSP 2020). Diesen finanziert das Land seit seinem Bestehen 2007 zur H\u00e4lfte. In der Periode 2016 bis 2020 geht es um durchschnittlich rund 300 Millionen Euro pro Jahr, von denen das Land 50 Prozent tr\u00e4gt. Auf diese Weise erhalten Hessens Hochschulen \u00fcber die Grundfinanzierung hinaus noch einmal zus\u00e4tzliche Mittel.<\/p>\n<p>\u201eWir werden mit den Mitteln des Bund-L\u00e4nder Hochschulpaktes den Ausbau unserer Fachhochschulen entscheidend voranbringen. Alleine hier sind Investitionen von insgesamt 170 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen noch die Gelder aus unserem landeseigenen Bauprogramm HEUREKA\u201c, erl\u00e4utere Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Der erfolgreiche Abschluss des neuen Hessischen Hochschulpaktes ist nicht nur in finanzieller Hinsicht ein Meilenstein, sondern er formuliert auch wichtige hochschulpolitische Ziele.<\/p>\n<p>Hochschulpolitische Ziele<\/p>\n<p>Die Fachhochschulen sollen k\u00fcnftig einen h\u00f6heren Anteil der Studierenden ausbilden. Der 2012 begonnene Prozess der Landeshochschulentwicklungsplanung wird insbesondere in Sachen Profilbildung, hochschul\u00fcbergreifende Kooperationen und F\u00e4cherrating fortgesetzt. Um die Gefahr des Studienabbruchs zu reduzieren, etablieren die Hochschulen Ma\u00dfnahmen wie Selfassessments zur Unterst\u00fctzung einer reflektierten Studienwahl und Angebote zur Homogenisierung des Kompetenzniveaus in der Studieneingangsphase.<\/p>\n<p>\u201eDie Balance zwischen Hochschulausbildung und Berufsausbildung ist f\u00fcr den Erfolg unseres Landes von enormer Bedeutung. Berufliche und akademische Bildung haben f\u00fcr CDU und B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen den gleichen Stellenwert. Wir brauchen beides: beruflich und akademisch Gebildete. Weil wir die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung verbessern wollen, r\u00e4umen wir etwaige Stoppschilder und Sackgassenschilder weg: Im neuen Hochschulpakt haben wir vereinbart, dass die Hochschulen abgestimmte Ma\u00dfnahmen und Angebote entwickeln werden, um den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter zu erleichtern. Zus\u00e4tzlich dazu haben wir vereinbart, dass duale und berufsbegleitende Studieng\u00e4nge ausgebaut und weiterentwickelt werden\u201c, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.<\/p>\n<p>Im Wettbewerb um die besten K\u00f6pfe verschafft der neue Hochschulpakt f\u00fcr den wissenschaftlichen Nachwuchs verl\u00e4ssliche und planbare Perspektiven. Befristungen liegen in der Natur des Wissenschaftsbetriebes. Der Anteil solcher Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse hat allerdings ein Ma\u00df erreicht, das Handlungsbedarf und aktives Gegensteuern dringend notwendig macht. Als neues Instrument ist die Einf\u00fchrung von Personalkonzepten der Hochschulen vorgesehen, mit denen die Hochschulen eine aufgabengerechte und funktionale Personalstruktur anstreben. Sie entwickeln als Steuerungsinstrumente Personalkonzepte, die insbesondere auch die Personalstruktur und die Personalentwicklung des wissenschaftlichen Personals zum Gegenstand haben.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr besonders qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs sollen sogenannte Tenure-Track-Professuren eingerichtet werden. Daueraufgaben sollen in unbefristeten Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen wahrgenommen werden, soweit dies f\u00fcr die zu erbringende Dienstleistung sinnvoll ist. Der Anteil kurzfristiger wissenschaftlicher Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse soll reduziert werden. Mit dieser Zielvereinbarung wollen wir der Herausforderung der zunehmenden Befristung von Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen effektiv begegnen und gleichzeitig dem wissenschaftlichen Nachwuchs berechenbare Karriereperspektiven er\u00f6ffnen\u201c, erkl\u00e4rte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute in seiner Regierungserkl\u00e4rung betont, dass Bildung der Schl\u00fcssel f\u00fcr Innovationen ist und damit die Grundlage f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg von Hessen schafft. Wissenschaftsminister Boris Rhein: \u201eUnsere Aufgabe ist es, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Landes zu st\u00e4rken, um die Innovationskraft zu erhalten und auszubauen. 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