{"id":135607,"date":"2015-02-27T19:43:00","date_gmt":"2015-02-27T18:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=135607"},"modified":"2015-02-27T19:43:00","modified_gmt":"2015-02-27T18:43:00","slug":"neue-tourismus-struktur-fuer-die-destination-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=135607","title":{"rendered":"Neue Tourismus-Struktur f\u00fcr die Destination Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Dr.-Alexander-Schuler_BTE-Berlin.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-135608\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Dr.-Alexander-Schuler_BTE-Berlin-146x265.jpg\" alt=\"Dr. Alexander Schuler_BTE Berlin\" width=\"146\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Dr.-Alexander-Schuler_BTE-Berlin-146x265.jpg 146w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Dr.-Alexander-Schuler_BTE-Berlin-265x482.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Dr.-Alexander-Schuler_BTE-Berlin-330x600.jpg 330w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Dr.-Alexander-Schuler_BTE-Berlin.jpg 827w\" sizes=\"(max-width: 146px) 100vw, 146px\" \/><\/a>Die Rh\u00f6n ist auf der Suche nach einer neuen Tourismus-Struktur, die in der Lage ist, auf die Herausforderungen der Zukunft und den Wettbewerb der touristischen Regionen untereinander schlagkr\u00e4ftig zu reagieren. Die Regionale Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n hat die in Berlin ans\u00e4ssige BTE Tourismus- und Regionalberatung mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes beauftragt. Carsten Kallenbach vom Freien Journalistenb\u00fcro der Rh\u00f6n sprach dar\u00fcber mit Dr. Alexander Schuler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter von BTE und Leiter des Berliner B\u00fcros.<\/p>\n<p>Herr Schuler, was konkret ist Ihre Aufgabe?<\/p>\n<p>Alexander Schuler: Die Rh\u00f6n hat sich seit langem mit dem Thema besch\u00e4ftigt, die derzeit existierende Tourismusstruktur zu optimieren. Vor allem die Leistungstr\u00e4ger, aber auch die verschiedenen Tourismusorganisationen in der Region w\u00fcnschen sich eine Struktur, die auf lange Sicht gut funktioniert. Deshalb hat die ARGE Rh\u00f6n uns als Experten auf diesem Gebiet mit einer neutralen Sicht von au\u00dferhalb beauftragt, entsprechende Vorschl\u00e4ge zu unterbreiten.<\/p>\n<p>Inwieweit werden von Ihnen die regionalen Akteure vor Ort in die Entscheidungsfindung mit einbezogen?<\/p>\n<p>Alexander Schuler: Die Rh\u00f6n ist keine einfache, homogene Destination. Die Zusammenarbeit funktioniert \u00fcber drei Bundesl\u00e4nder und f\u00fcnf Landkreise hinweg. Daneben haben wir mit den Naturparken und dem Biosph\u00e4renreservat sowie den verschiedenen Verwaltungsstellen weitere Akteure, die sich im Tourismus engagieren. Verschiedene regionale private Initiativen haben sich zu Vermarktungskooperationen zusammengefunden. Au\u00dferdem gibt es die Dachmarke Rh\u00f6n als l\u00e4nder\u00fcbergreifende Initiative, die aber keinen Auftrag im Tourismus hat. Daher haben wir es als notwendig erachtet, mit m\u00f6glichst vielen Beteiligten intensive Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, beispielsweise mit den Tourismusorganisationen der drei L\u00e4nder, den Landr\u00e4ten als politisch Verantwortliche sowie der Dachmarke Rh\u00f6n und verschiedenen Leistungstr\u00e4gern vor Ort. M\u00f6glichst schnell wollten wir uns selbst einen \u00dcberblick verschaffen und ein Stimmungsbild einholen. Das erkl\u00e4rte Ziel aller Akteure ist es, dass die Struktur verbessert werden muss. Unsere gewonnene Sicht von au\u00dfen werden wir mit den Akteuren der Region auf einer \u201eZukunftswerkstatt\u201c am 10. M\u00e4rz diskutieren.<\/p>\n<p>Was ist aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren im Rh\u00f6n-Tourismus nicht gut gelaufen?<\/p>\n<p>Alexander Schuler: Vorab gesagt: Wenn die Struktur im Tourismus nur schlecht gewesen w\u00e4re, dann h\u00e4tte es beispielsweise den HOCHRH\u00d6NER in der Rh\u00f6n als Premiumwanderweg und damit eines der Flaggschiffe im Tourismus nicht gegeben. Deshalb werden wir auch genau hinsehen, welche Strukturen und Prozesse wir erhalten k\u00f6nnen und sollten und wo wir nachsteuern m\u00fcssen. Im \u00dcbrigen wird die Rh\u00f6n von anderen Destinationen in Deutschland durchaus positiv gesehen. Erfolge sind die Zusammenarbeit der Biosph\u00e4renreservatsverwaltungen \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg, die ARGE Rh\u00f6n als Zusammenschluss der f\u00fcnf Rh\u00f6nlandkreise sowie grenz\u00fcberschreitende Ma\u00dfnahmen im touristischen Bereich. Sehr positiv und fast etwas neidisch wird von anderen Regionen die Dachmarke Rh\u00f6n mit ihrer Vermarktung von regionalen Produkten und dem Zusammenwirken der Erzeuger untereinander betrachtet. Innerhalb der Region wird der Rh\u00f6n-Tourismus jedoch weitaus kritischer gesehen, vor allem seitens der Leistungstr\u00e4ger. Angesichts einer steigenden Wettbewerbssituation der Destinationen untereinander und wachsender G\u00e4stebed\u00fcrfnisse bedarf es einer unternehmens- und marktorientierten Organisationsstruktur, welche die Rh\u00f6n f\u00fcr die Zukunft fit macht. Auf diesem Weg m\u00fcssen die Leistungstr\u00e4ger mitgenommen werden. Zahlreiche Herausforderungen verlangen eine gemeinsame Strategie, an deren Umsetzung \u00f6ffentliche wie private Partner gemeinsam mitwirken. Dies erfordert einen intensiven Austausch. Hier kommt die bisherige Struktur an ihre Grenzen und will sich selbst weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Was konkret muss sich \u00e4ndern, damit die Rh\u00f6n in Zukunft wieder schlagkr\u00e4ftiger im Tourismus wird?<\/p>\n<p>Alexander Schuler: Die Rh\u00f6n ist jetzt an einem Punkt, wo sie zwar merkt, dass in der Vergangenheit viel erreicht werden konnte, wo sie aber auch sieht, dass sie mit der derzeitigen Struktur nicht weiter voran kommt. In Zukunft wird eine noch st\u00e4rkere, grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit notwendig sein. Zentral sind eine klare Aufgabenteilung und Abstimmung. Welche Rechtsform die neue Struktur dabei hat, ist eher sekund\u00e4r. Eine GmbH ist nicht unbedingt besser oder schlechter als ein Verein. Alles h\u00e4ngt davon ab, wie innovativ die Struktur und Prozessorganisation ist, wie innovativ die Mitarbeiter sind und wie innovativ ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer oder eine Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin den Tourismus in der Rh\u00f6n voran bringt. Unser Auftrag ist es allerdings nicht, die Struktur mit neuen K\u00f6pfen zu besetzen, sondern zun\u00e4chst die notwendigen Personalprofile zu erarbeiten. Sicher ist, dass es im heutigen Destinationsmanagement st\u00e4rker als bisher moderierender F\u00e4higkeiten bedarf und sich die Arbeit nicht nur nach au\u00dfen, sondern auch nach innen richten muss. Ein unverwechselbares Profil f\u00fcr die Rh\u00f6n nach au\u00dfen bedarf auch ehrlicher und erlebnisreicher Angebote und Produkte in der Destination, die diesem Profil entsprechen. \u00d6ffentliche und private Partner m\u00fcssen hierf\u00fcr in Netzwerken intensiv zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen. Die neue Destinationsmanagement-Organisation muss diese Netzwerke koordinieren und moderieren. F\u00fcr diesen Weg wird eine Vision und strategisches Handeln mit einer taktischen Perspektive von mindestens f\u00fcnf bis zehn Jahren ben\u00f6tigt. Eines steht fest: der Wettbewerb der Destinationen untereinander ist h\u00e4rter geworden, denn auch andere Destinationen haben sich neu aufgestellt. Will eine Region im Wettbewerb mithalten, darf sie nicht nur an der Oberfl\u00e4che kratzen, sondern muss sich in der Organisation, im Management und im Marketing kontinuierlich hinterfragen.<\/p>\n<p>Welchen Fahrplan Ihrerseits gibt es, bis ein Konzept f\u00fcr eine neue Tourismus-Struktur in der Rh\u00f6n umgesetzt werden kann?<\/p>\n<p>Alexander Schuler: Am 10. M\u00e4rz werden wir zun\u00e4chst in Bad Kissingen die so genannte \u201eZukunftswerkstatt\u201c mit allen regionalen Akteuren veranstalten. Wir werden uns dabei andere Beispiele aus dem Tourismus im deutschsprachigen Raum anschauen, ergr\u00fcnden, wie das aktuelle Lagebild in der Rh\u00f6n ausschaut und dies mit den Teilnehmern diskutieren. Wir wollen dar\u00fcber hinaus gemeinsam an den Leitplanken f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Strukturierung arbeiten. Auf der Grundlage dieser ganzt\u00e4gigen Veranstaltung wird von unserem B\u00fcro das neue Organisationsmodell entwickelt und mit der ARGE Rh\u00f6n verschiedene Varianten diskutiert. Der Abschlussbericht des Projektes wird Ende April vorliegen.<\/p>\n<p>Wird die Rh\u00f6n den Mut dazu haben, Ihre Vorschl\u00e4ge anschlie\u00dfend auch umzusetzen?<\/p>\n<p>Alexander Schuler: Ich habe in allen Gespr\u00e4chen, die ich gef\u00fchrt habe, und das waren wirklich nicht wenige, gemerkt, dass die handelnden Akteure in der Rh\u00f6n den absolut starken Willen haben, den momentan existierenden gordischen Knoten zu zerschlagen. Die Erwartungshaltung an uns ist sehr gro\u00df, denn alle wollen, dass die Destination Rh\u00f6n wettbewerbsf\u00e4higer und handlungsf\u00e4higer wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Rh\u00f6n ist auf der Suche nach einer neuen Tourismus-Struktur, die in der Lage ist, auf die Herausforderungen der Zukunft und den Wettbewerb der touristischen Regionen untereinander schlagkr\u00e4ftig zu reagieren. Die Regionale Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n hat die in Berlin ans\u00e4ssige BTE Tourismus- und Regionalberatung mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes beauftragt. 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