{"id":135456,"date":"2015-02-25T14:45:12","date_gmt":"2015-02-25T13:45:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=135456"},"modified":"2015-02-25T12:55:49","modified_gmt":"2015-02-25T11:55:49","slug":"eva-kuehne-hoermann-studienzentrum-teil-deutsch-deutscher-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=135456","title":{"rendered":"Eva K\u00fchne-H\u00f6rmann: \u201eStudienzentrum Teil deutsch-deutscher Geschichte\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Justizministerin Eva K\u00fchne-H\u00f6rmann besuchte heute das Studienzentrum der Finanzverwaltung und der Justiz in Rotenburg a.d. Fulda. Sie nahm den Besuch zum Anlass, um auf die Leistungen im Zusammenhang mit der Deutschen Einheit aufmerksam zu machen. \u201eAm 3. Oktober 2015 feiern wir den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Ein Tag, an dem mit Mitteln des Rechts das Ende eines Unrechtsstaats besiegelt wurde\u201c, so die Justizministerin die fortfuhr: \u201eDurch die Ausbildung von Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern, aber vor allem durch die Unterst\u00fctzung bei der Fort- und Ausbildung th\u00fcringischer Kolleginnen und Kollegen, hat das Studienzentrum einen eigenen Anteil an der j\u00fcngeren deutschen Geschichte, den es zu w\u00fcrdigen gilt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNoch heute sind wir das gemeinsame Ausbildungszentrum der L\u00e4nder Hessen und Th\u00fcringen. Im Fachbereich Rechtspflege bilden 15 hauptamtliche Lehrkr\u00e4fte aus Hessen sowie zwei Lehrkr\u00e4fte aus Th\u00fcringen k\u00fcnftige Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger aus\u201c, so der Direktor des Studienzentrums, Lothar Seitz.<\/p>\n<p>\u201eAm Standort Rotenburg a. d. Fulda sind wir bereits seit 1980 t\u00e4tig. Bereits kurz nach der Wende haben wir Kontakt mit unseren Partnern in Th\u00fcringen aufgenommen und zu Beginn der 90er Jahre die Aus- und Fortbildung f\u00fcr viele th\u00fcringische Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger \u00fcbernommen. Darauf sind wir stolz, weil wir mit dazu beitragen konnten, dass die Wiedervereinigung ein Erfolg wurde\u201c, so Lothar Seitz weiter.<\/p>\n<p>\u201eRechtspfleger sind sachlich unabh\u00e4ngige Beamtinnen und Beamte des gehobenen Dienstes, die wichtige Aufgaben in der Justiz wahrnehmen. Ihre Aufgaben liegen vor allem in den Bereichen des Handelsregisters, des Kostenrechts, bei Nachlasssachen, in Betreuungs- und Familiensachen oder im Bereich der Vollstreckung und des Grundbuchwesen. F\u00fcr diese wichtigen Aufgaben werden die jungen Menschen hier an unserer Hochschule ausgebildet\u201c, so Eberhard Laux, Fachbereichsleiter des Fachbereichs Rechtspflege.<\/p>\n<p>\u201eMir ist es wichtig, die Funktion der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger in der Justiz zu w\u00fcrdigen. Die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll. Wer nach drei Jahren das Rechtspflegerexamen schafft, kann echt stolz auf sich sein\u201c, so die Justizministerin, die mit Blick auf den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit sagte: \u201eViele, insbesonders junge Menschen, k\u00f6nnen sich heute nicht mehr vorstellen, was ein Unrechtsstaat ist. Wo Klagen gegen staatliches Handeln undenkbar waren und die Erteilung einer Baugenehmigung vom guten Willen des Funktion\u00e4rs vor Ort abhing. Der Weg vom Unrechtsstaat zum Rechtsstaat f\u00fchrte ein kleines St\u00fcck auch \u00fcber das Studienzentrum in Rotenburg, was dadurch Teil deutsch-deutscher Gesichte geworden ist\u201c, so Eva K\u00fchne-H\u00f6rmann.<\/p>\n<p>Den Besuch nutzte die Justizministerin auch, um die Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr den mittleren Justizdienst, einen weiteren Lehrbereich des Studienzentrums, zu besuchen.\u00c2\u00a0 Hier begr\u00fc\u00dfte sie neben zuk\u00fcnftigen Justizfachwirtinnen und Justizfachwirten auch den erst am Montag begonnenen Justizwachtmeisterlehrgang. Justizwachtmeister sind neben dem Aktenumlauf bei den Gerichten vor allem auch f\u00fcr die Sicherheit der Gerichte und Staatsanwaltschaften verantwortlich. \u201eDie Sicherheit an Gerichten und Staatsanwaltschaften ist ein wichtiger Punkt unserer Arbeit. Wir haben nach den t\u00f6dlichen Sch\u00fcssen vor dem Landgericht in Frankfurt am Main im Januar 2014 das Sicherheitskonzept der Justiz \u00fcberarbeitet und setzen gemeinsam mit den Gerichten ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sungen um. Es ist immer ein Spannungsbogen zwischen einer offenen und transparenten Justiz und den Sicherheitsbelangen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch der Besucherinnen und Besucher der Justiz. Eine besonders wichtige Funktion nehmen daher die Justizwachtmeister ein, die an den Eing\u00e4ngen die Kontrollen durchf\u00fchren und so f\u00fcr die Sicherheit sorgen. Um diese verantwortungsvollen Aufgaben bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen bedarf es einer guten fachtheoretischen Ausbildung, die seit Herbst 2014\u00c2\u00a0 im Studienzentrum stattfindet\u201c, so die Justizministerin.<\/p>\n<p>\u201eSicherheit an Gerichten bedeutet nicht nur, einen Metalldetektor bedienen zu k\u00f6nnen. Justizwachtmeister m\u00fcssen Gefahren erkennen und auch mal eingreifen, wenn es im Gerichtssaal handgreiflich wird. Hierbei m\u00fcssen sie sich stets im gesetzlich vorgegebenen Rahmen bewegen und die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit ihres Handelns beachten.\u00c2\u00a0 Das bilden wir aus und das ist auch Gegenstand zahlreicher Fortbildungen\u201c, so Horst Licht, Lehrgangsleiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Justizministerin Eva K\u00fchne-H\u00f6rmann besuchte heute das Studienzentrum der Finanzverwaltung und der Justiz in Rotenburg a.d. Fulda. Sie nahm den Besuch zum Anlass, um auf die Leistungen im Zusammenhang mit der Deutschen Einheit aufmerksam zu machen. \u201eAm 3. Oktober 2015 feiern wir den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. 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