{"id":135404,"date":"2015-02-24T18:35:55","date_gmt":"2015-02-24T17:35:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=135404"},"modified":"2015-02-24T18:35:55","modified_gmt":"2015-02-24T17:35:55","slug":"neue-bestrahlungseinheit-am-klinikum-fulda-investment-in-die-zukunft-der-medizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=135404","title":{"rendered":"Neue Bestrahlungseinheit am Klinikum Fulda: Investment in die  Zukunft der Medizin"},"content":{"rendered":"<p>Gesch\u00e4ftiges Treiben auf der der derzeit gr\u00f6\u00dften Baustelle im Klinikum Handwerker, Techniker und Ingenieure arbeiten Hand am Hand. Der Umbau des Instituts f\u00fcr Radioonkologie-Strahlentherapie und der Einbau zweier\u00c2\u00a0 high-End-Hochleistungs-Linearbeschleu-niger der neuesten Bauart sowie eines Computertomographen verl\u00e4uft koordiniert und exakt im Zeitplan. Sieben Millionen Euro wird die gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestition\u00c2\u00a0 f\u00fcr medizinisches Ger\u00e4t in der Geschichte des Maximalversorgers kosten. Nach vier-monatiger Bauzeit wird derzeit der erste 10MV (Megavolt)-Linearbeschleuniger derzeit in einem der beiden neuen Bestrahlungsr\u00e4ume montiert.<\/p>\n<p>\u201eBereits im Jahr 2010 hat das Institut f\u00fcr Radioonkologie und Strahlentherapie des Klinikums Fulda im Klinikum Bad Hersfeld\u00c2\u00a0 eine Strahlentherapie im Rahmen eines Kooperationsprojektes er\u00f6ffnet. Nun erfolgt die komplette Erneuerung der Strahlentherapie am Klinikum Fulda\u201c, erl\u00e4uterte Dietmar Pawlik Vorstand des Klinikums Fulda. Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel erg\u00e4nzt: \u201eIm Zuge dieser Bauma\u00dfnahme werden in zwei neue high-end-10MV-Linearbeschleuniger &#8211; die den bisherigen 6MV-Linearbeschleuniger ersetzen &#8211; sowie in einen neuen Computertomographen (CT) investiert. Eine Investition f\u00fcr die gesamte Region Osthessen. Das Institut f\u00fcr Strahlentherapie-Radioonkologie erh\u00e4lt damit eine vergleichbare technische Ausstattung wie ein Universit\u00e4tsklinikum und garantiert die wohnortnahe Versorgung f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Fulda und Umgebung.\u201c, so Dr. Menzel weiter.<\/p>\n<p>Die Umbauzeit f\u00fcr den ersten Bauabschnitt war mit 4 Monaten eingeplant. Die Bauzeit des gesamten Bauvorhabens ist mit 16 Monaten veranschlagt. \u201eWir sind stolz, dass wir den Zeitplan dieses einmaligen Bauvorhabens bislang punktgenau einhalten konnten\u201c, freut sich Peter Neidhardt, Bauprojektmanager der Abteilung Zentrale Technik des Klinikums Fulda. \u201cDie Gesamtinvestition f\u00fcr dieses Bauvorhaben mit den drei neuen Ger\u00e4ten bel\u00e4uft sich auf insgesamt sieben Millionen Euro\u201c, erl\u00e4uterte Dietmar Pawlik und Dr. Thomas Menzel erg\u00e4nzte: \u201eDies ist die gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestition in medizinisches Ger\u00e4t\u00c2\u00a0 in der Geschichte des Klinikums. Damit machen wir auch diesen Bereich des Klinikums fit f\u00fcr die Zukunft der Medizin\u201c.<\/p>\n<p>Hohe Strahlenschutzauflagen erf\u00fcllt<br \/>\nDer Betrieb eines Linearbeschleunigers muss die hohen Anforderungen an den Strahlenschutz vollst\u00e4ndig erf\u00fcllen, sonst erteilen die Beh\u00f6rden keine Genehmigung. Dazu wurden im Vorfeld neue Wege beschritten: Im Rahmen des ersten Bauabschnitts wurden einige W\u00e4nde der bestehenden Bestrahlungsr\u00e4ume &#8211; im Untergeschoss des Hauptgeb\u00e4udes zun\u00e4chst einmal zers\u00e4gt. Die Neuen Ger\u00e4te ben\u00f6tigen n\u00e4mlich mehr Platz im so genannten \u201eBunker\u201c \u201eDie Schwierigkeit lag darin, die notwendige Fl\u00e4che f\u00fcr den neuen Bunker im Bestand zu errichten. Daf\u00fcr mussten verschiedene Medien \u2013 wie z.B. der komplette Kaltwassersatz \u2013 umverlegt werden\u201c, erl\u00e4uterte Peter Neidhardt, Leiter der Bauprojekte am Klinikum Fulda. \u201eDiese Bunkererweiterung ist tats\u00e4chlich europaweit einmalig, da enorme Strahlenschutzauflagen erf\u00fcllt sein mussten\u201c, f\u00fcgte\u00c2\u00a0 Dipl.-Phys. Dr. Michael Reinert, leitender Medizinphysiker des Instituts f\u00fcr Medizinische Physik und Strahlenschutz, hinzu. \u201cUnd das alles in direkter Nachbarschaft zum laufenden Betrieb im zweiten Bunker.\u201c Die Ma\u00dfe sind tats\u00e4chlich beindruckend: Die Bunkerw\u00e4nde und die Decken bestehen aus 1,25 Meter starkem Stahlbeton. In dem vorhandenen Bunker wurden insgesamt 240 Tonnen Mauerwerk und Stahlbeton sowie 40 Tonnen Stahl zur Erh\u00f6hung des Strahlenschutzes verbaut.<\/p>\n<p>Technische Ausstattung der zur Zeit modernsten und leistungsf\u00e4higsten Ger\u00e4te<br \/>\n\u201eDie neuen Linearbeschleuniger geh\u00f6ren zu den technisch innovativsten ihrer Art. Sie erlauben eine r\u00e4umlich noch genauere und in der St\u00e4rke der Strahlung noch pr\u00e4zisere Bestrahlung als bisher\u201c, erkl\u00e4rte Prof. Dr. J\u00fcrgen Feldmann, Direktor des Instituts f\u00fcr Radioonkologie-Strahlentherapie. Bei der konventionellen Strahlentherapie haben alle Bestrahlungsfelder eine konstante Intensit\u00e4t. Bei kompliziert geformten Tumoren, die unmittelbar neben strahlempfindlichen gesundem Gewebe liegen, st\u00f6\u00dft diese Technik an ihre Grenze. Hier wird in der Regel unterdosiert bestrahlt, um das gesunde Organ nicht zu gef\u00e4hrden. Damit sinkt jedoch die Heilungschance des Patienten. Am Klinikum\u00c2\u00a0 Fulda wurde deshalb in enger Kooperation zwischen Radioonkologen und Medizinphysikern seit 2009 die intensit\u00e4tsmodulierte Strahlentherapie\u00c2\u00a0 (IMRT) eingef\u00fchrt. Mit der IMRT l\u00e4sst sich die Dosisverteilung deutlich verbessern. Die Strahlendosis wird nicht \u00fcber das gesamte Bestrahlungsfeld gleichm\u00e4\u00dfig verteilt, sondern das Feld wird in viele kleine Teilbereiche zerlegt, die unterschiedlich stark bestrahlt werden. Die Areale neben einem Risikoorgan werden dann beispielsweise mit einer schwachen Intensit\u00e4t bestrahlt, die Bereiche, in denen der Tumor Abstand zu Risikoorganen hat, wird st\u00e4rker bestrahlt. Es ist daher in vielen F\u00e4llen m\u00f6glich die Dosis im Tumor zu erh\u00f6hen ohne zugleich gesundes Gewebe zu gef\u00e4hrden. F\u00fcr den Patienten bedeutet dies, dass sich seine Heilungschance erh\u00f6ht w\u00e4hrend unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen am gesunden Gewebe seltener sind. Weil das bestrahlte Volumen genauer eingegrenzt werden kann, ist die Behandlung insgesamt schonender.<\/p>\n<p>Noch bis Ende Mai wird auf der Baustelle intensiv gearbeitet Dann ist die\u00c2\u00a0 Inbetriebnahme des ersten 10MV-Linearbeschleunigers vorgesehen, der zweite folgt dann im dritten Quartal 2015.<\/p>\n<p>Zum Bild (v. links): Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel,\u00c2\u00a0 Dipl.-Phys. Dr. Michael Reinert, Markus Fischer, Dietmar Pawlik, Peter Neidhardt, Prof. Dr. J\u00fcrgen Feldmann<\/p>\n<p>Foto: Barbara Froese<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gesch\u00e4ftiges Treiben auf der der derzeit gr\u00f6\u00dften Baustelle im Klinikum Handwerker, Techniker und Ingenieure arbeiten Hand am Hand. Der Umbau des Instituts f\u00fcr Radioonkologie-Strahlentherapie und der Einbau zweier\u00c2\u00a0 high-End-Hochleistungs-Linearbeschleu-niger der neuesten Bauart sowie eines Computertomographen verl\u00e4uft koordiniert und exakt im Zeitplan. 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