{"id":135182,"date":"2015-02-19T17:46:29","date_gmt":"2015-02-19T16:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=135182"},"modified":"2015-02-19T17:46:29","modified_gmt":"2015-02-19T16:46:29","slug":"wertschoepfung-in-der-region-buergergenossenschaften-sind-der-richtige-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=135182","title":{"rendered":"Wertsch\u00f6pfung in der Region &#8211; B\u00fcrgergenossenschaften sind der richtige Weg"},"content":{"rendered":"<p>Ralf Zwengel, der OB-Kandidat der Fuldaer GR\u00dcNEN hat sich prominente Unterst\u00fctzung f\u00fcr \u201eenergiereiche\u201c Gespr\u00e4che geholt. Dr. Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreis Energie des BUND e.V. begleitete ihn zu den Treffen mit Vertretern der Energiegenossenschaft Eichenzell und der B\u00fcrgerinitiative Fuldatal e. V..<br \/>\n\u201eB\u00fcrgergenossenschaften sind der richtige Weg f\u00fcr die Energiewende vor Ort, um auch die Wertsch\u00f6pfung in der Region zu belassen. Wenn man das Feld der Windenergienutzung den gro\u00dfen Projektentwicklern \u00fcberl\u00e4sst, vergibt man die Chance, dass die Region auch wirtschaftlich partizipiert\u201c, betont Zwengel. \u201eBeispielsweise w\u00fcrden die geplanten Anlagen in Eichenzell und Ebersburg eine j\u00e4hrliche Einnahme von 1,5 Millionen aus Gewerbesteuer und Kapitalzins bedeuten.<\/p>\n<p>Daher sieht der GR\u00dcNE OB-Kandidat Zwengel den R\u00fcckzug der Rh\u00f6nEnergie aus dem Windenergieprojekt Eichenzell kritisch. \u201eIch bedauere, dass die Gemeindevertretung sich faktisch gegen die Planung ausgesprochen hat und dass die Rh\u00f6nEnergie an diesem Standort nicht weiter plant und die Kooperation mit der \u00f6rtlichen Energiegenossenschaft gek\u00fcndigt hat. Wichtig ist jetzt jedoch, dass das kommunale Unternehmen seine Pl\u00e4ne nicht an einen \u00fcberregionalen Projektentwickler verkauft, sondern das \u00dcbernahmeangebot der Energiegenossenschaft Eichenzell annimmt oder dieser Kooperationen bei anderen Projekten anbietet\u201c, erkl\u00e4rt Ralf Zwengel.<\/p>\n<p>Der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich, dass das Jahr 2014 ein Rekordjahr f\u00fcr die Windkraft in Hessen war. 87 neue Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 225 Megawatt sind nach ersten Sch\u00e4tzungen in Betrieb gegangen. Damit gab es in Hessen Ende vergangenen Jahres laut Al-Wazir 831 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1195 Megawatt. \u201eDies zeigt, dass andere Regionen Hessens die Chance wahrnehmen, auch wirtschaftlich an der Energiewende zu partizipieren\u201c, so Zwengel. \u201eGeradezu paradox, dass in einem der windreichsten Kreise Hessens die energetische Nutzung der Windkraft gleich Null ist.\u201c<\/p>\n<p>H\u00e4ufig ge\u00e4u\u00dferten Artenschutzbedenken entgegnet BUND-Experte Dr. Werner Neumann mit dem Hinweis auf einige der zur Verf\u00fcgung stehenden Instrumente, die Tiere vor den sich drehenden Fl\u00fcgeln sch\u00fctzen: \u201eDurch die Anlage von Futterbiotopen k\u00f6nnen Greifv\u00f6gel gezielt von den Anlagen abgehalten werden. Zudem muss der Bereich unter den Anlagen so hoch bewachsen sein, dass Greifv\u00f6gel hier keine Nahrung finden. Solche Artenhilfsma\u00dfnahmen k\u00f6nnen problemlos als Ausgleichsma\u00dfnahmen in den Genehmigungen festgeschrieben werden. Greifvogel w\u00fcrden so bei uns bessere Lebensbedingungen vorfinden als zur Zeit.\u201c Das Zugv\u00f6gelschw\u00e4rme sowieso bereits per Satelliten verfolgt w\u00fcrden, k\u00f6nnte mittels dieser Daten eine Warnung an die Betriebsleitung jener Windparks erfolgen, die von den V\u00f6geln angesteuert w\u00fcrden. \u201eTempor\u00e4res Abschalten ist bei solchen Anlagen kein Problem.\u201c<\/p>\n<p>Wichtig ist dem GR\u00dcNEN OB-Kandidaten auch der Austausch mit der BI, die gegen die Planung der SuedLink-Trasse vorgeht.<\/p>\n<p>Ralf Zwengel ist der \u00dcberzeugung, dass der Ausbau einer auf erneuerbaren Ressourcen basierenden klimaschonenden Energieversorgung und weitere Ma\u00dfnahmen die Notwendigkeit neuer \u00fcberregionaler Stromnetze \u00fcberfl\u00fcssig macht oder zumindest stark reduziert.<br \/>\nDr. Werner Neumann erg\u00e4nzt: \u201eMa\u00dfnahmen zur Energieeffizienz, der Vorrang erneuerbare Energien und die Optimierung bestehender regionaler und \u00fcberregionaler Stromnetze sind Basis der Energiewende und Grundlage f\u00fcr die Berechnung, in welcher Dimension neue \u00fcberregionale Stromnetze realistisch notwendig sind.\u201c<\/p>\n<p>Zwengel und der Vorstand der BI Fuldatal waren zudem \u00fcbereinstimmend der Ansicht, dass es eine engere Verzahnung von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort geben m\u00fcsse, um an sinnvollen regionalen Konzepten der Energiewende zu arbeiten, die dann auch leichter umsetzbar seien und die Region \u00f6kologisch wie \u00f6konomisch st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Zwengel betont abschlie\u00dfend: \u201e:Grunds\u00e4tzlich brauchen wir einen Neustart bei der Netzausbauplanung. Solange Atom-und Kohlestrom im Netz gehalten werden, konterkariert der Neubau neuer Leitungen die Energiewende. Vor dem Hintergrund unterst\u00fctze ich das Engagement der B\u00fcrgerinitiative. &#8220;Auf den n\u00e4chsten konstruktiven Gedankenaustausch, den wir f\u00fcr das Fr\u00fchjahr verabredet haben, freue ich mich schon sehr!&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ralf Zwengel, der OB-Kandidat der Fuldaer GR\u00dcNEN hat sich prominente Unterst\u00fctzung f\u00fcr \u201eenergiereiche\u201c Gespr\u00e4che geholt. Dr. Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreis Energie des BUND e.V. begleitete ihn zu den Treffen mit Vertretern der Energiegenossenschaft Eichenzell und der B\u00fcrgerinitiative Fuldatal e. 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