{"id":135150,"date":"2015-02-19T11:19:50","date_gmt":"2015-02-19T10:19:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=135150"},"modified":"2015-02-19T11:19:50","modified_gmt":"2015-02-19T10:19:50","slug":"ralf-zwengel-zu-erinnerungskultur-und-zum-areal-der-zerstoerten-fuldaer-synagoge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=135150","title":{"rendered":"Ralf Zwengel zu Erinnerungskultur und zum Areal der zerst\u00f6rten Fuldaer Synagoge"},"content":{"rendered":"<p>Dem OB-Kandidaten der Fuldaer GR\u00dcNEN ist es ein besonderes Anliegen, das Areal der zerst\u00f6rten Fuldaer Synagoge w\u00fcrdiger zu gestalten. \u201eGerade in einer Zeit, in der Gruppierungen, die Ausl\u00e4nderhass und Fremdenfeindlichkeit sch\u00fcren, vermehrt Zulauf erhalten, sollten wir uns auch an die vielen Millionen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes erinnern.\u201c<\/p>\n<p>Zwengel erinnert an die Demonstration vom 26. Januar 2015. \u201eEinen Tag vor dem Auschwitzgedenktag wurde in Fulda eindrucksvoll gezeigt, dass Ausl\u00e4nderhass in dieser Stadt keinen N\u00e4hrboden hat. Das ist gut, dennoch vermisse ich in Fulda eine St\u00e4tte, die einen w\u00fcrdigen Rahmen f\u00fcr Gedenken bietet. Die schwarzen Granittafeln mit den Namen der 252 j\u00fcdischen Fuldaer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die zwischen 1940 und 1942 deportiert und ermordet wurden, welche seit dem 7. Oktober 2010 am Rand des Areals der zerst\u00f6rten Synagoge \u00e2\u20ac\u0161Am Stockhaus\u00e2\u20ac\u02dc stehen, mahnen eindrucksvoll. Doch der bedauerliche Zustand des Platzes selber st\u00f6rt den Gesamteindruck empfindlich. Das darf nicht so bleiben. Meine Idee ist, dass die Stadt sich bem\u00fcht, das direkt anschlie\u00dfende Geb\u00e4ude Am Stockhaus 2 zu kaufen. In dem Haus selber k\u00f6nnte beispielsweise die Ausstellung \u201eEmanzipation der Juden in Fulda und Region\u201c dauerhaft gezeigt werden.\u201c<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang erinnert Ralf Zwengel auch an das Projekt Stolpersteine des K\u00f6lner Bildhauers Gunter Demnig. \u201eIn vielen St\u00e4dten Deutschlands und 17 weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wurden bereits die sogenannten Stolpersteine verlegt. Damit wird vor dem jeweils letzten freigew\u00e4hlten Wohnhaus der NS-Opfer an deren Schicksal erinnert. Mittlerweile wurden bereits ca. 50.000 dieser Gedenksteine aus Messing in den Bodenbelag vor den betreffenden H\u00e4usern eingelassen. Auch im Landkreis Fulda sind schon Stolpersteine verlegt worden, so in H\u00fcnfeld und Burghaun. Unsere Antr\u00e4ge, diese Form der Erinnerung auch in unserer Stadt zu installieren, sind jedoch nicht aufgegriffen worden\u201c, bedauert Zwengel.<\/p>\n<p>\u201eIch hoffe, dass es f\u00fcr meine Idee, die Gedenkst\u00e4tte Am Stockhaus zu erweitern, Zustimmung gibt. Das betreffende Geb\u00e4ude befindet sich noch im Eigentum der Familie, die dieses und angrenzende Liegenschaften Ende der drei\u00dfiger bzw. in den vierziger Jahren erworben hat und daher hoffentlich auch ein Interesse daran hat, eine w\u00fcrdige und angemessene Erinnerungskultur an diesem Ort entstehen zu lassen\u201c, erkl\u00e4rt Ralf Zwengel abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Dem OB-Kandidaten der Fuldaer GR\u00dcNEN ist es ein besonderes Anliegen, das Areal der zerst\u00f6rten Fuldaer Synagoge w\u00fcrdiger zu gestalten. \u201eGerade in einer Zeit, in der Gruppierungen, die Ausl\u00e4nderhass und Fremdenfeindlichkeit sch\u00fcren, vermehrt Zulauf erhalten, sollten wir uns auch an die vielen Millionen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes erinnern.\u201c Zwengel erinnert an die Demonstration vom 26. 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