{"id":134853,"date":"2015-02-09T15:57:09","date_gmt":"2015-02-09T14:57:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=134853"},"modified":"2015-02-09T15:57:09","modified_gmt":"2015-02-09T14:57:09","slug":"anlaufstation-fuer-reisende-aber-auch-soziale-randgruppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=134853","title":{"rendered":"Anlaufstation f\u00fcr Reisende, aber auch soziale Randgruppen"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00f6kumenische Bahnhofsmission Fulda geh\u00f6rt zu den ganz wenigen in Deutschland, die bis auf Leiterin Monika Niestroj ausschlie\u00dflich mit ehrenamtlichen Helfern ihren Dienst tut. Gegr\u00fcndet wurde sie vor \u00fcber 100 Jahren als evangelische und katholische Bahnhofsmission. Besonders nahm sie sich junger Frauen an, die auf Arbeitsuche in die Stadt kamen. Im Jahr 2012 wurde die Bahnhofsmission, die ihre R\u00e4umlichkeiten am Ausgang der Bahnhofshalle in Richtung Gleis 1 hat, zur \u00f6kumenischen Bahnhofsmission.<\/p>\n<p>Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld informierte sich bei einem Besuch \u00fcber die Arbeit. Er\u00c2\u00a0 dankte im Namen des Landkreises Fulda und auch pers\u00f6nlich den ehrenamtlichen Helfern, der Leiterin sowie den beiden Tr\u00e4gern Caritas und Diakonie f\u00fcr das hohe soziale und kirchliche Engagement. Im Gespr\u00e4ch mit den im Dienst befindlichen Mitarbeitern erfuhr er, dass sich das Aufgabengebiet mit den Jahren gewandelt hat. Kamen nach dem Krieg \u00fcberwiegend Reisende, Heimatvertriebene oder \u00dcbersiedler aus der ehemaligen DDR in die Fuldaer Bahnhofsmission, so sind es heute neben den Reisenden auch Menschen, die zu den sozialen Randgruppen z\u00e4hlen. Leiterin Monika Niestroj erl\u00e4uterte die vielf\u00e4ltigen Hilfen. So haben im letzten Jahr 28.741 Menschen Hilfe bei der Bahnhofsmission in Fulda gesucht, 15.527 erhielten materielle Hilfe, 5.637 baten um ein Gespr\u00e4ch, eine Auskunft oder eine andere kleine Hilfe, 1.892 Personen wurden im Reiseverkehr unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Erstaunt war der Vize-Landrat, dass es in jeder deutschen Bahnhofsmission, so auch in Fulda, die M\u00f6glichkeit gibt, ein Baby zu wickeln oder in ruhiger Atmosph\u00e4re zu stillen. Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Arbeitsfeld ist \u201eKids on Tour\u201c. Dabei helfen ehrenamtliche Mitarbeiter der Bahnhofsmission Kindern, die alleine mit der Bahn unterwegs sind, indem sie diese auf der Fahrt begleiten, ihnen beim Umsteigen helfen, sie am Zielbahnhof berechtigten Angeh\u00f6rigen, die sich ausweisen m\u00fcssen, \u00fcbergeben beziehungsweise sie bei Reiseabtritt in Empfang nehmen. Diese Aufgabe habe durch die steigende Scheidungsrate zugenommen, berichtete die Leiterin. So seien im vergangenen Jahr 94 entsprechende F\u00e4lle verzeichnet worden. Um allen Aufgaben gerecht werden und die \u00d6ffnungszeiten der Fuldaer Bahnhofsmission montags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr und samstags von 8 bis 11 Uhr (\u201eKids on Tour\u201c freitags und sonntags) abdecken zu k\u00f6nnen, werden dringend Ehrenamtliche gesucht.<\/p>\n<p>Kontakt<br \/>\nTelefon (0661)2428-321 oder (0661)73327, E-Mail monika.niestroj@caritas-fulda.de oder fulda@bahnhofsmission.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die \u00f6kumenische Bahnhofsmission Fulda geh\u00f6rt zu den ganz wenigen in Deutschland, die bis auf Leiterin Monika Niestroj ausschlie\u00dflich mit ehrenamtlichen Helfern ihren Dienst tut. Gegr\u00fcndet wurde sie vor \u00fcber 100 Jahren als evangelische und katholische Bahnhofsmission. Besonders nahm sie sich junger Frauen an, die auf Arbeitsuche in die Stadt kamen. 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