{"id":134160,"date":"2015-01-26T09:48:34","date_gmt":"2015-01-26T08:48:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=134160"},"modified":"2015-01-26T09:48:34","modified_gmt":"2015-01-26T08:48:34","slug":"kkv-wir-sind-nicht-charlie-aber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=134160","title":{"rendered":"KKV: Wir sind nicht Charlie, aber&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Essen. \u201eWir sind nicht Charlie, aber wir sind gegen Gewalt im Namen der Religion. Wir sind f\u00fcr Presse- und Meinungsfreiheit, aber auch f\u00fcr Respekt vor Andersdenkenden.\u201c Auf diese Kurzformel brachte es Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, angesichts des durch nichts zu entschuldigenden Mordanschlags auf das franz\u00f6sische Satiremagazin \u201eCharlie Hebdo\u201c durch radikale Islamisten. <!--more--><\/p>\n<p>Gleichzeitig begr\u00fc\u00dft er die gemeinsame Erkl\u00e4rung des Vatikans und franz\u00f6sischer Imame, in der dieses Verbrechen angeprangert wird. Insbesondere schlie\u00dft sich der katholische Sozialverband der hier genannten Forderung an, dass es zwingend notwendig sei, \u201esich dem Hass und aller Formen der Gewalt zu widersetzen, die das menschliche Leben zerst\u00f6rt, die W\u00fcrde der Person verletzt, das grundlegende Wohl der friedlichen Koexistenz von Menschen und V\u00f6lkern radikal untergr\u00e4bt, ohne Unterschied von Nationalit\u00e4t, Religion und Kultur. Die religi\u00f6sen Verantwortlichen sind dazu aufgerufen, noch mehr eine Kultur des Friedens und der Hoffnung zu f\u00f6rdern, die in der Lage ist, die Angst zu \u00fcberwinden und Br\u00fccken zwischen den Menschen zu bauen. Der interreligi\u00f6se Dialog bleibt der einzige Weg, den wir zusammen gehen k\u00f6nnen, um Vorurteile abzubauen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDar\u00fcber hinaus appellieren wir aber auch an die Medien, mehr Sensibilit\u00e4t und Respekt gegen\u00fcber Glaubens\u00fcberzeugungen zu entwickeln\u201c, so Wehner weiter. \u201eWer den Glauben anderer verspottet, tr\u00e4gt mit Sicherheit nicht zu einem friedlichen Miteinander bei, Im Gegenteil, er spaltet und provoziert Gegenreaktionen.\u201c Wenn die Welt menschlicher werden soll, brauche man mehr Respekt voreinander. Und Respekt ist ein Ausdruck von Bildung und Kultur. In \u00e4hnlicher Weise hatte sich Prof. Dr. Peter Schallenberg, Geistlicher Beirat des KKV-Bundesverbandes, auf dem Neujahrsempfang des KKV ge\u00e4u\u00dfert, als er erkl\u00e4rte, dass Toleranz auch immer den Respekt gegen\u00fcber Glaubens\u00fcberzeugungen beinhalte.<\/p>\n<p>Meinungs- und Religionsfreiheit seien G\u00fcter, die nicht gegeneinander ausgespielt werden d\u00fcrften. Wenn daher jeder nach der Devise \u201ewas du nicht willst, das man dir tu, das f\u00fcg auch keinem andern zu\u201c leben w\u00fcrde, dann w\u00e4re auch ein friedliches Miteinander zwischen den einzelnen V\u00f6lkern und Religionen gew\u00e4hrleistet. Oder um es mit der \u201eGoldenen Regel\u201c der Bergpredigt zu formulieren: \u201eAlles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! (Mt 7.12).<\/p>\n<p>Nicht zuletzt aus diesem Grund pl\u00e4diert der KKV daf\u00fcr, den gemeinsamen Dialog zwischen Christen und Muslimen in verst\u00e4rktem Ma\u00dfe fortsetzen. Und zwar ganz im Sinne von \u201eNostra Aetate\u201c, dem Dokument des zweiten Vatikanischen Konzils, das die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen definiert, und in dem es u.a. hei\u00dft: \u201eDie konfliktreiche Geschichte der beiden Religionen (gemeint sind hier das Christentum und der Islam) wird dabei nicht ausgeblendet \u2013 sie soll aber das Verh\u00e4ltnis nicht belasten: Aufgaben von Christen und Muslimen sei es, \u201edas Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges verstehen zu bem\u00fchen und gemeinsame einzutreten f\u00fcr Schutz und F\u00f6rderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen G\u00fcter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit f\u00fcr alle Menschen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Essen. \u201eWir sind nicht Charlie, aber wir sind gegen Gewalt im Namen der Religion. 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