{"id":133885,"date":"2015-01-15T12:10:20","date_gmt":"2015-01-15T11:10:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=133885"},"modified":"2015-01-15T12:10:20","modified_gmt":"2015-01-15T11:10:20","slug":"nachhaltiges-verkehrskonzept-fuer-fuldas-innenstadt-ist-wichtiges-ziel-des-gruenen-ob-kandidaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=133885","title":{"rendered":"Nachhaltiges Verkehrskonzept f\u00fcr Fuldas Innenstadt ist wichtiges Ziel des GR\u00dcNEN-OB-Kandidaten"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Die Innenstadt als attraktiven Lebensraum zu st\u00e4rken ist f\u00fcr den Fuldaer GR\u00dcNEN-OB-Kandidaten Ralf Zwengel wichtiges Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung: \u201eAuch aus demografischen Gr\u00fcnden empfiehlt es sich, die Innenstadt so umzugestalten, dass alle Ziele gut zu Fu\u00df oder per Rad erreicht werden k\u00f6nnen, ohne st\u00e4ndig dar\u00fcber nachdenken zu m\u00fcssen, ob man selbst oder gar die Kinder durch Autos gef\u00e4hrdet sind. Daher begr\u00fc\u00dfe ich, dass B\u00fcrgermeister Dag Wehner die Verkehrsregelung der Friedrichstra\u00dfe \u00fcberpr\u00fcfen will. Auf unsere Anfrage vom September 2014 hat Herr Wehner schriftlich dargelegt:<!--more--><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u0161Durch die erfreulicherweise weiter zunehmende Frequentierung der Friedrichstra\u00dfe durch Touristen, gerade in den Sommermonaten, w\u00e4re es aus Sicht der Fachverwaltung grunds\u00e4tzlich zu begr\u00fc\u00dfen, wenn f\u00fcr die Fu\u00dfg\u00e4nger, auch wegen der umfangreichen gastronomischen Au\u00dfenbestuhlung, in der Friedrichstra\u00dfe mehr Verkehrsfl\u00e4che zu Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gerade bei einigen Gro\u00dfveranstaltungen in der Innenstadt, bei denen teilweise aus verkehrstechnischen Gr\u00fcnden die Zufahrt in die Friedrichstra\u00dfe nicht mehr erm\u00f6glicht werden kann, ist festzustellen, dass der autofreie Stra\u00dfenraum schnell von den Fu\u00dfg\u00e4ngern in Anspruch genommen wird und dieser Zustand h\u00e4ufig von Passanten ausdr\u00fccklich bef\u00fcrwortet wird.\u00e2\u20ac\u02dc<\/p>\n<p>Diese Antwort stand Pate f\u00fcr unseren Kompromiss-Antrag \u00e2\u20ac\u0161Verkehrsversuch Friedrichstra\u00dfe\u00e2\u20ac\u02dc. Zudem haben wir die Bedenken der H\u00e4ndler hinsichtlich der Erreichbarkeit des \u00c4rzte- und Apothekerhauses und des k\u00fcnftigen Hotels sowie der Anbindung von Mittel- und Robert-Kircher-Stra\u00dfe aufgenommen, indem wir vorgeschlagen haben, den motorisierten Verkehr \u00fcber die Nonnengasse bei umgekehrter Einbahnstra\u00dfenregelung umzuleiten. Die Zufahrt in die Nonnengasse soll von der Schlossstra\u00dfe nur f\u00fcr Rechtsabbieger erfolgen.\u201c<\/p>\n<p>Zwengel betont: \u201eWir haben deshalb erst einmal lediglich einen Verkehrsversuch gefordert. Auf Grundlage der daraus gewonnenen Erkenntnisse \u2013 also der Sperrung von April bis Oktober 2015 \u2013 soll die Verkehrsregelung in der Friedrichstra\u00dfe neu festgelegt werden. Ziel muss sein, den Menschen mehr Raum zu lassen, diese Stra\u00dfe attraktiver zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p>Klar sei indes schon heute: \u201eDie von Herrn Wehner angek\u00fcndigte ergebnisoffene Pr\u00fcfung kann nicht bedeuten, dass der Zustand in der Friedrichstra\u00dfe so bleibt, wie er heute ist. Von den Stimmen, die fordern, die Friedrichstra\u00dfe auch weiterhin flanierenden Autofahrern und dem Parksuchverkehr zu \u00fcberlassen und dies auch noch als St\u00e4rkung dieser Stra\u00dfe deuten, sollte sich der Ordnungsdezernent deshalb nicht leiten lassen. Die Innenstadt wird nicht durch eine Erh\u00f6hung der Frequenz durchfahrender Pkws gest\u00e4rkt, sondern dadurch, dass sie eine hohe Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00fcr Menschen bietet. F\u00fcr Menschen, die hier wohnen oder arbeiten, die hier ihre Freizeit verbringen oder einkaufen m\u00f6chten und f\u00fcr diejenigen, die unsere Stadt besuchen\u201c, erkl\u00e4rt Ralf Zwengel.<\/p>\n<p>\u201eIm vergangenen Sommer (30.08.2014) hat die Initiative \u00e2\u20ac\u0161Verkehrswende Fulda\u00e2\u20ac\u02dc mit einem sogenannten Park(ing) Day eindrucksvoll illustriert, dass die Innenstadt Lebensraum f\u00fcr Menschen und nicht Stellfl\u00e4che f\u00fcr Autos sein sollte. Diese Initiative vertritt eine wachsende Zahl von Menschen, die erkennen, dass St\u00e4dte eine hohe Aufenthaltsqualit\u00e4t bieten m\u00fcssen, sollen sie dauerhaft konkurrenzf\u00e4hig zu den Einkaufszentren am Stadtrand bleiben und als attraktives Wohnumfeld dienen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Situation insgesamt betrachtet werden. Radverkehr und \u00d6PNV m\u00fcssen gest\u00e4rkt werden, damit die Mobilit\u00e4t aller auch in Zukunft gew\u00e4hrleistet ist. An einer solchen Planung m\u00fcssen nicht nur Gewerbetreibende und AnwohnerInnen, sondern auch Interessenverb\u00e4nde wie der ADFC und die \u00e2\u20ac\u0161Verkehrswende Fulda\u00e2\u20ac\u02dc beteiligt werden\u201c, schl\u00e4gt Zwengel vor.<\/p>\n<p>Die Erarbeitung eines Innenstadtkonzeptes, das die Aufenthaltsqualit\u00e4t insgesamt steigert und den motorisierten Verkehr minimiert, stellt eines meiner vordringlichsten Ziele dar. Mit einem Wort: Mehr Menschen und weniger Autos in die Innenstadt! Den noch zweifelnden Gesch\u00e4ftsleuten sei eine grundlegende \u00f6konomische Grundtatsache in Erinnerung gerufen: Autos kaufen keine Waren, aber Menschen!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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