{"id":133835,"date":"2015-01-14T00:09:50","date_gmt":"2015-01-13T23:09:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=133835"},"modified":"2015-01-14T08:38:35","modified_gmt":"2015-01-14T07:38:35","slug":"das-leben-ist-die-paedagogik-haus-am-komberg-eine-jugendhilfeeinrichtung-mit-besonderer-geschichte-und-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=133835","title":{"rendered":"\u201eDas Leben ist die P\u00e4dagogik\u201c &#8211; Haus am Komberg: Eine Jugendhilfeeinrichtung mit besonderer Geschichte und Vielfalt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_133836\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-133836\" class=\"size-full wp-image-133836\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/014-Bock_Ruppert.jpg\" alt=\"Einrichtungsleiterin Cornelia Bock-Ruppert hat Ziele und Visionen \/ Foto: Dorit Heydenreich \" width=\"560\" height=\"357\" \/><p id=\"caption-attachment-133836\" class=\"wp-caption-text\">Einrichtungsleiterin Cornelia Bock-Ruppert hat Ziele und Visionen \/ Foto: Dorit Heydenreich<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Fast \u00fcbersehen zu werden, ist eigentlich kein Kompliment. In den Ohren von Cornelia Bock-Ruppert klingt das aber nach einem gro\u00dfen Lob. Denn f\u00fcr die Diplom-Sozialarbeiterin, die das \u201eHaus am Komberg\u201c leitet, ist das Nicht-Auffallen ein Ausdruck von Normalit\u00e4t.<!--more--><\/p>\n<p>Ein normales Leben haben die Kinder und Jugendlichen, die in dieser Einrichtung der Jugendhilfe dauerhaft zu Hause sind, in ihren eigenen Familien in der Regel nicht kennenlernen d\u00fcrfen. Denn im Haus am Komberg leben unter anderem viele Kinder, deren Eltern das Sorgerecht entzogen wurde. \u201eUnser Ziel ist es deshalb, das Leben mit den Kindern so famili\u00e4r wie m\u00f6glich zu gestalten\u201c, sagt die Sozialarbeiterin, die davon \u00fcberzeugt ist, \u201edass das Leben die P\u00e4dagogik ist\u201c.<\/p>\n<p>Das \u201eHaus am Komberg\u201c ist eigentlich ein Sammelbegriff f\u00fcr vier Einrichtungen in der Region Fulda. Es gibt ein Kinder- und Jugendhaus im Fuldaer Stadtteil Horas, ein Kinderhaus in Gersfeld, Au\u00dfenwohnungen in Petersberg sowie eine Inobhutnahme, deren Standort gesch\u00fctzt bleiben muss. Alle Einrichtungen befinden sich laut Cornelia Bock-Ruppert in reinen Wohngebieten.<\/p>\n<p>Zu den S\u00e4ulen der Jugendhilfeeinrichtung, deren Urspr\u00fcnge bis in das Jahr 1959 zur\u00fcck reichen und die aktuell 40 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, geh\u00f6ren neben der Inobhutnahme auch das Betreute Wohnen, Wohngruppen (fr\u00fcher Heimerziehung) sowie ambulante Hilfen wie die sozialp\u00e4dagogische Familienhilfe oder die Erziehungsbeistandschaft. Derzeit werden 45 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen f\u00fcnf und 21 Jahren in der Jugendhilfeeinrichtung betreut. Dabei werden laut Cornelia Bock-Ruppert nach M\u00f6glichkeit auch die Eltern immer miteinbezogen.<\/p>\n<p>Die Geschichte der Einrichtung, die sich in der Tr\u00e4gerschaft des Verbundes sozialp\u00e4dagogischer Kleingruppen e.V. befindet, ist nicht ganz allt\u00e4glich. Der heutige Tr\u00e4ger hat sich n\u00e4mlich aus dem Freundeskreis f\u00fcr Familienkinderheime e.V. entwickelt, und dieser Freundeskreis bestand zun\u00e4chst aus lediglich vier Privatpersonen, die das Ziel hatten, elternlosen und hospitalisierten Kindern in einem menschenw\u00fcrdigen und geborgenen Lebensraum langfristige Entwicklungsm\u00f6glichkeiten zu bieten.<\/p>\n<p>\u201eIn dezentralen familien\u00e4hnlich strukturierten Gruppen lebten die P\u00e4dagogInnen mit den Kindern zusammen \u2013 ein Modell, das den damals \u00fcblichen gro\u00dfen Heimen in seiner p\u00e4dagogischen und menschlichen Wirkung weit \u00fcberlegen war\u201c, erl\u00e4utert Cornelia Bock-Ruppert.<\/p>\n<p>Die ersten beiden Einrichtungen des Tr\u00e4gers gab es in der Rh\u00f6n \u2013 in Gersfeld-Gichenbach sowie auf der Ebersburg. Der Name \u201eHaus am Komberg\u201c resultiert aus dem Umzug dieser beiden Einrichtungen an einen gemeinsamen Standort &#8211; an den Komberg in Gersfeld. Auch au\u00dferhalb der Region Fulda gibt weitere Einrichtungen des Verbundes: in der Region Bremen, in Stadt und Landkreis Kassel sowie im Schwalm-Eder-Kreis.<\/p>\n<p>Die Philosophie der Initiatoren pr\u00e4gt noch heute den Geist des gemeinn\u00fctzigen Mitarbeitervereins, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, lebenswerte Orte zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder f\u00f6rdern und die Familien bei der L\u00f6sung ihrer Probleme unterst\u00fctzen will. Auch die im Leitbild verankerte und praktisch gelebte interne und externe Vernetzung ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wichtig wie die Vielfalt und Autonomie bei verbindlicher Kooperation.<\/p>\n<p>Eine Kooperation unter \u201eartfremden\u201c Tr\u00e4gern auf die Beine zu stellen \u2013 diese Idee begeistert die Einrichtungsleiterin Cornelia Bock-Ruppert, die gerade mit dem Jugendhilfeverbund im Gespr\u00e4ch ist, um vielleicht gemeinsam eine Mutter-Kind-Einrichtung auf den Weg zu bringen.<\/p>\n<p>Und noch eine Vision treibt die engagierte Sozialarbeiterin um: \u201eWir w\u00fcrden in absehbarer Zeit gerne Eltern mit in die Einrichtung aufnehmen und das gesamte Familiensystem \u00fcber ein oder zwei Jahre so weit coachen, dass die Kinder perspektivisch gut bei den eigenen Eltern gro\u00df werden k\u00f6nnen.\u201c (Dorit Heydenreich)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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