{"id":133691,"date":"2015-01-08T00:14:22","date_gmt":"2015-01-07T23:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=133691"},"modified":"2015-01-07T14:45:38","modified_gmt":"2015-01-07T13:45:38","slug":"hilfsprogramm-fuer-den-wappenvogel-der-rhoen-start-frei-fuer-das-rotmilan-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=133691","title":{"rendered":"Hilfsprogramm f\u00fcr den Wappenvogel der Rh\u00f6n: Start frei f\u00fcr das Rotmilan-Projekt"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-133692\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Rotmilan.jpg\" alt=\"Rotmilan\" width=\"560\" height=\"358\" \/><\/p>\n<p>Rh\u00f6n. Im Rahmen einer Arbeitsgruppensitzung trafen sich Vertreter des ehrenamtlichen und staatlichen Naturschutzes auf der Wasserkuppe, um \u00fcber das nun bewilligte l\u00e4nder\u00fcbergreifende Rotmilan-Schutzprojekt zu beraten. Im Mittelpunkt standen Erl\u00e4uterungen zum Bewilligungsbescheid des Projekts, dass im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gef\u00f6rdert wird.<!--more--><\/p>\n<p>Martin Kremer von der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates, erl\u00e4uterte im Rahmen der Veranstaltung die wichtigsten Ziele des Projekts. Es gilt, den Rotmilan zu st\u00e4rken und zu sch\u00fctzen. Dazu soll insbesondere der Lebensraum optimiert und neue Handlungsans\u00e4tze erprobt werden, um die Rh\u00f6n zu einer Rotmilan-Modellregion zu entwickeln. Dabei sollen insbesondere auch Politik, Verwaltung und die B\u00fcrgerschaft sensibilisiert und mitgenommen werden.<\/p>\n<p>Das Projekt hat f\u00fcr die Rh\u00f6n gro\u00dfe Bedeutung, da hier circa ein Prozent der Weltpopulation des Rotmilans sein Brutgebiet hat. Damit ist die Rh\u00f6n f\u00fcr die Erhaltung der Art von nationaler Bedeutung.<\/p>\n<p>Konkret sind f\u00fcr den Zeitraum 2014 bis 2020 eine Vielzahl von Teilprojekten angedacht, die unter Einbindung von Ministerien, Vogelschutzwarten und regionalen Beh\u00f6rden sowie einer breiten ehrenamtlichen Beteiligung umgesetzt werden sollen.<\/p>\n<p>Ben\u00f6tigt wird in einem ersten Schritt ein Artenhilfskonzept, das speziell f\u00fcr den Rotmilan in der Region zugeschnitten ist. Ab Fr\u00fchjahr 2015 soll eine m\u00f6glichst fl\u00e4chendeckende Erfassung der Rotmilan-Reviere und der Brutpaare erfolgen. Unter anderem sollen Vogelhorste mit Blechmanschetten gesichert werden, da zunehmend Waschb\u00e4ren die Greifvogelhorste pl\u00fcndern. Mit Landwirten will man spezielle Pflegevertr\u00e4ge schlie\u00dfen, um insbesondere im Gr\u00fcnlandbereich eine rotmilanfreundliche Bewirtschaftung zu verwirklichen. Gerne w\u00fcrde man auch mit Landwirten Vertr\u00e4ge bez\u00fcglich des Anbaus von Luzernen oder Kleegrasmischungen treffen.<\/p>\n<p>Flankiert wird das Projekt durch eine umfangreiche \u00d6ffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel\u00c2\u00a0 Ausstellungen und Infomaterialien. Begleitet wird das Projekt \u00fcber den Gesamtzeitraum im Rahmen einer Evaluierung durch den Dachverband Deutscher Avifaunisten. Damit ist sichergestellt, dass es einen permanenten Informationsfluss zu anderen Rotmilan-Projekten im Bundesgebiet gibt. Ferner ist vorgesehen, f\u00fcr die Projektkoordination eine Fachkraft, z.B. einen Wildbiologen, einzustellen.<\/p>\n<p>Insgesamt sollen f\u00fcr das Projekt bis 2020 rund 900.000,- \u00e2\u201a\u00ac aufgewandt werden. Zu den n\u00e4chsten Arbeitsschritten z\u00e4hlt nun auch der Aufbau geeigneter Fachgremien, die das Vorhaben w\u00e4hrend der Gesamtlaufzeit inhaltlich betreuen. So ist neben der l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Projektarbeitsgruppe eine l\u00e4nder\u00fcbergreifende Steuerungsgruppe geplant. Auf Landesebene sollen Rotmilan-Arbeitsgruppen in Hessen, Bayern und Th\u00fcringen die jeweiligen landesspezifischen Projekte in der Umsetzung begleiten. Entsprechende Landesarbeitsgruppen sollen noch in diesem Jahr gegr\u00fcndet werden.<\/p>\n<p>Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle, macht deutlich, dass das Programm zum Schutz des Rotmilans nur gelingen kann, wenn sich sowohl die Fachbeh\u00f6rden des Naturschutzes, der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft als auch der ehrenamtliche Naturschutz an der Arbeit beteiligen und aktiv einbringen. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang auch den Landr\u00e4ten der f\u00fcnf Rh\u00f6n-Landkreise, die als Projekttr\u00e4ger dieses f\u00fcr die Rh\u00f6n wichtige Projekt unterst\u00fctzen und f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Hintergrundinformationen:<\/strong><br \/>\nDas Artenhilfsprojekt Rotmilan in der Rh\u00f6n wird seit 2014 bis 2020 im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gef\u00f6rdert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: http:\/\/www.biologischevielfalt.de\/bp_pj_rotmilan_rhoen.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Im Rahmen einer Arbeitsgruppensitzung trafen sich Vertreter des ehrenamtlichen und staatlichen Naturschutzes auf der Wasserkuppe, um \u00fcber das nun bewilligte l\u00e4nder\u00fcbergreifende Rotmilan-Schutzprojekt zu beraten. 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