{"id":133470,"date":"2014-12-26T09:18:47","date_gmt":"2014-12-26T08:18:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=133470"},"modified":"2014-12-26T09:18:47","modified_gmt":"2014-12-26T08:18:47","slug":"seit-2013-gehoeren-stallberg-und-morsberg-zur-kernzone-des-biosphaerenreservats-naturnahe-waldgesellschaften-praegen-naturschutzgebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=133470","title":{"rendered":"Seit 2013 geh\u00f6ren Stallberg und Morsberg zur Kernzone des Biosph\u00e4renreservats &#8211; Naturnahe Waldgesellschaften pr\u00e4gen Naturschutzgebiet"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_133473\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-133473\" class=\"wp-image-133473 size-full\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/stallberg-morsberg.jpg\" alt=\"stallberg-morsberg\" width=\"560\" height=\"360\" \/><p id=\"caption-attachment-133473\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf die Naturschutzgebiete Morsberg und Stallberg, die zur Kernzone des Biosph\u00e4renreservats geh\u00f6ren. Foto: Ute Lange<\/p><\/div>\n<p>Rasdorf. Die Hohe Rh\u00f6n wird im Westen, Norden und Nordosten hufeisenf\u00f6rmig von der so genannten Kuppenrh\u00f6n umgeben. Steil aufragende Kegelst\u00fcmpfe und domartige Kuppen von etwa 500 bis 700 Meter H\u00f6he bestimmen das Landschaftsbild und sorgen f\u00fcr ein ausgesprochen abwechslungsreiches Relief. Die aus Vulkangestein bestehenden Kegel und Kuppen werden von einem Breiten Sockel vor allem aus Buntsandstein und Muschelalk getragen. W\u00e4hrend die Verebnungsfl\u00e4chen haupts\u00e4chlich landwirtschaftlich genutzt werden, sind die steilen Bergflanken zumeist mit naturnahem Buchenwald bewachsen. Da die Abst\u00e4nde zwischen den Vulkandurchbr\u00fcchen in zunehmender Entfernung von der Hochrh\u00f6n gr\u00f6\u00dfer werden, treten die Einzelberge zugunsten von Verebnungsfl\u00e4chen verst\u00e4rkt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>So befindet sich nord\u00f6stlich von H\u00fcnfeld sich das Hessische Kegelspiel \u2013 eine Gruppe bewaldeter Basaltkegel, die in landschaftspr\u00e4gender Weise angeordnet sind. Hierzu geh\u00f6ren unter anderen auch der Stallberg und der Morsberg, die 1973 mit 198 Hektar beziehungsweise 51 Hektar als zwei getrennte Naturschutzgebiete ausgewiesen wurden. Sie werden lediglich durch die Landstra\u00dfe 3173 und einen schmalen Waldstreifen voneinander getrennt. W\u00e4hrend sich der Stallberg \u00fcber eine H\u00f6he von 360 bis 555 Meter erstreckt, ist der Morsberg mit 370 bis 465 Metern etwas niedriger. 1997 wurde ein Teil des Stallbergs als Kernzone des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n deklariert und stellte bis 2013 ein eigenst\u00e4ndiges Naturschutzgebiet dar. Die \u00fcbrigen Teile des Stallbergs zusammen mit dem Bereich Morsberg wurden als ein weiteres Gebiet unter Schutz gestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_133472\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/stallberg-morsberg_2.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-133472\" class=\"wp-image-133472 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/stallberg-morsberg_2-265x177.jpg\" alt=\"stallberg-morsberg_2\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/stallberg-morsberg_2-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/stallberg-morsberg_2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-133472\" class=\"wp-caption-text\">Waldweg am Eingang des Naturschutzgebiets Stallberg. Foto: Ute Lange<\/p><\/div>\n<p>Das Zentrum wird jeweils von einer Basaltkuppe gebildet, Muschelkalk und Buntsandstein stehen in den Randbereichen an. Beide Berge sind fast vollst\u00e4ndig bewaldet, nur an wenigen Stellen kommen waldfreie Basaltblockhalden vor. Zu den naturnahen Waldgesellschaften sind verschiedene Buchenwald-Assoziationen sowie Sommerlinden-Bergulmen-Blockschuttwald zu z\u00e4hlen. Die gr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4che wird von Perlgras-Buchenwald eingenommen und ist im Plateau des Stallbergs sowie an den Oberh\u00e4ngen von Stallberg und Morsberg anzutreffen. Neben der dominierenden Buche gesellt sich hier zumeist die Esche hinzu. In der Krautschicht kann man unter anderen Buschwindr\u00f6schen, Scharbockskraut, Gro\u00dfe Sternmiere, Waldmeister und Aronstab beobachten. An den Mittel- und Unterh\u00e4ngen kommt insbesondere die Ausbildung des Hainsimsen-Perlgras-Buchenwalds vor.<\/p>\n<p>Im s\u00fcdlichen Bereich des Morsbergs ist bevorzugt auf wechseltrockenen Standorten der Hainsimsen-Bergseggen-Buchenmischwald vorhanden. An den Stellen, an denen Kalk ansteht, ist dar\u00fcber hinaus der Platterbsen-Buchenwald als weitere Waldgesellschaft vertreten. Als eine Besonderheit ist der Sommerlinden-Bergulmen-Blockschuttwald anzusehen, der am Oberhang des Stallbergs ausgebildet ist. Hier finden sich zum Teil sehr alte Exemplare von Esche, Berg- und Spitz-Ahorn sowie Berg-Ulme. Auch am Nordabfall des Morsbergs sind solche Best\u00e4nde des Sommerlinden-Bergulmen-Blockschuttwalds anzutreffen. Vereinzelt kommen am Oberhang des Stallbergs zudem waldfreie Blockhalden vor, deren Bewuchs haupts\u00e4chlich aus Moosen besteht.<\/p>\n<p>Mit einer Novellierung der Verordnung im August 2013 wurde das Gesamtgebiet Bestandteil der Kernzone des Biosph\u00e4renreservats und umfasst als Naturschutzgebiet \u201eStallberg und Morsberg bei H\u00fcnfeld\u201c derzeit eine Gr\u00f6\u00dfe von 251 Hektar. Die weitgehend naturnahe Laubwaldvegetation sowie das Vorkommen seltener Waldgesellschaften, die vereinzelte Alt- und Totholzbest\u00e4nde aufweisen, machen die besondere Schutzw\u00fcrdigkeit aus. Neben den botanischen und vegetationskundlichen Aspekten ist vor allem der Stallberg aufgrund seiner eisenzeitlichen Ringwallanlage und der bronzezeitlichen Grabh\u00fcgelgruppe auch von kulturhistorischer Bedeutung.<br \/>\nFulda, 24. Dezember 2014<\/p>\n<p>ul\/was\/gi<br \/>\nBU<\/p>\n<p>Blick auf die Naturschutzgebiete Morsberg und Stallberg, die zur Kernzone des Biosph\u00e4renreservats geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Waldweg am Eingang des Naturschutzgebiets Stallberg Fotos: Ute Lange<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rasdorf. Die Hohe Rh\u00f6n wird im Westen, Norden und Nordosten hufeisenf\u00f6rmig von der so genannten Kuppenrh\u00f6n umgeben. Steil aufragende Kegelst\u00fcmpfe und domartige Kuppen von etwa 500 bis 700 Meter H\u00f6he bestimmen das Landschaftsbild und sorgen f\u00fcr ein ausgesprochen abwechslungsreiches Relief. Die aus Vulkangestein bestehenden Kegel und Kuppen werden von einem Breiten Sockel vor allem aus &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,78,52],"tags":[],"class_list":["post-133470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-topthema","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/133470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=133470"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/133470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133474,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/133470\/revisions\/133474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=133470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=133470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=133470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}