{"id":133468,"date":"2014-12-28T00:11:47","date_gmt":"2014-12-27T23:11:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=133468"},"modified":"2014-12-26T09:04:17","modified_gmt":"2014-12-26T08:04:17","slug":"landrat-goerig-bemerkenswerte-aufholjagd-der-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=133468","title":{"rendered":"Landrat G\u00f6rig: \u201eBemerkenswerte Aufholjagd der Region\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vogelsbergkreis. Von der Konsolidierung des Kreishaushalts und der Einhaltung des Schutzschirms \u00fcber die Wirtschaftsf\u00f6rderung der Region und den geplanten Breitbandausbau bis hin zu wichtigen Fragen der gesundheitlichen Versorgung und den Erhalt des Kreiskrankenhauses Alsfeld \u2013 die Themen und Aufgaben des zu Ende gehenden Jahres waren nicht nur vielf\u00e4ltig, sie waren nach Ansicht von Landrat G\u00f6rig auch \u201eunbedingt anzupacken, damit unser Kreis zukunftsf\u00e4hig bleibt\u201c. Mit dem beschlossenen Haushaltsplan werden schon im dritten Jahr in Folge die Sparziele der Schutzschirmbedingungen eingehalten und das Defizit um 45 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr verringert. Trotzdem stelle man sich den Zukunftsaufgaben und nutze den verbliebenen Gestaltungsspielraum aus, um das Bestm\u00f6gliche f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in der Region zu erreichen. \u201eUnd das mit Erfolg\u201c, wie Landrat G\u00f6rig betont. Denn die Daten des Hessischen Wirtschaftsministeriums zeigten deutliche Verbesserungen bei allen wichtigen volkswirtschaftlichen Parametern. <!--more--><\/p>\n<p>Mit einer Arbeitslosenquote von nur 3,8 Prozent sei ein \u201eherausragendes Ergebnis\u201c erreicht worden \u2013 wof\u00fcr ein besonderes Lob den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kommunalen Jobcenter KVA galt. Auch die Abwanderung aus dem Kreis konnte gestoppt werden. Die heimischen Unternehmen bieten rund 150 verschiedene Ausbildungsberufe an, einschlie\u00dflich vieler dualer Studieng\u00e4nge. \u201eUnsere Firmen k\u00f6nnen nur bestehen und weiter wachsen, wenn sie die passenden Fachkr\u00e4fte finden\u201c, so G\u00f6rig. Deshalb stehe auch die Fachkr\u00e4ftesicherung endlich ganz oben auf der Tagesordnung, und eine Koordinierung aller Akteure in diesem Bereich wurde eingeleitet. Die Wirtschaftsf\u00f6rderung wurde enorm gest\u00e4rkt: Getragen von allen Gesellschaftern der Regionalentwicklungsgesellschaft wurde die Vogelsberg Consult GmbH auf wirtschaftlich sichere F\u00fc\u00dfe gestellt. Eine starke Wirtschaftsf\u00f6rderung sei n\u00f6tig, um die begonnene Aufholjagd fortzuf\u00fchren und zu verst\u00e4rken, so G\u00f6rig.<\/p>\n<p>Der Vogelsbergkreis ist wieder eine der 24 anerkannten Modellregionen und erh\u00e4lt bis 2020 rund zwei Millionen aus dem LEADER-F\u00f6rderprogramm. \u201eWir haben allen Grund, selbstbewusst und mutig als moderne l\u00e4ndliche Region aufzutreten \u2013 nach innen und nach au\u00dfen.\u201c G\u00f6rig verweist auch auf innovative Projekte wie die Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum: In dem Pilotprojekt werden Elektroautos in Schotten, Lautertal-Hopfmannsfeld und Nieder-Gem\u00fcnden ab Januar unterwegs sein. Das KAFF-Mobil ist eine weitere Innovation: Es wurde f\u00fcr die mobile Jugendbildungsarbeit angeschafft und kommt auf Anforderung kreisweit zu den Jugendlichen. \u201eWir stellen uns den demografischen Herausforderungen und packen Ver\u00e4nderungen an. Je fr\u00fcher wir das tun, desto besser k\u00f6nnen wir dabei aktiv mitgestalten\u201c, sagte der Landrat auch im Hinblick auf anstehende Ver\u00e4nderungen bei der gesundheitlichen Versorgung. Hier werbe die Fachstelle im Gesundheitsamt konkret f\u00fcr das Ansiedeln neuer \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, vier junge Frauen und ein junger Mann befinden sich derzeit in Weiterbildung zum Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin. Gemeinsames Handeln ist auch bei der Frage der zuk\u00fcnftigen haus\u00e4rztlichen Versorgung im Kreis gefragt. Zur Problematik hatte Landrat G\u00f6rig k\u00fcrzlich die B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister zum Gespr\u00e4ch geladen, im kommenden Jahr wird weiter an einem gemeinsamen Konzept gearbeitet werden.<\/p>\n<p>Das Kreiskrankenhaus war im vergangenen Jahr immer wieder Thema: Unabh\u00e4ngig von den Fusionsentscheidungen werde es einen Um-\/Neubau des Hauses geben, der die zuk\u00fcnftigen Bed\u00fcrfnisse der Medizin darstelle und die Versorgung in der Region sichere. Zehn Millionen Euro Zuschuss sind daf\u00fcr im Krankenhaus-Investitionsprogramm vorgesehen, der Kreis will mit weiteren 12 Millionen Euro seinen Beitrag zu diesen notwendigen Investitionen leisten. \u201eDamit der Vogelsberg lebenswert bleibt und f\u00fcr Menschen jeden Alters attraktiv ist, braucht es sichere Arbeitspl\u00e4tze, familienfreundliche Angebote und eine gute Infrastruktur\u201c, z\u00e4hlt G\u00f6rig beispielhaft auf. In diesem Zusammenhang seien das Familienb\u00fcndnis, der Kreis-Seniorenbeirat und der Arbeitskreis Sozialplanung wichtige Impulsgeber f\u00fcr Verwaltung und Politik. Und zur Infrastruktur geh\u00f6re ohne Zweifel der Breitbandausbau, denn ohne schnelles Internet bestehe schnell auch die Gefahr \u201eabgeh\u00e4ngt zu werden\u201c. Den Ausbau des Glasfasernetzes hat sich die Breitbandinfrastrukturgesellschaft \u2013 kurz BIGO GmbH \u2013 mit Landrat G\u00f6rig als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer auf die Agenda gesetzt.<\/p>\n<p>Neue Wege wurden eingeschlagen, indem beispielsweise in allen Kommunen schulbezogene Jugendsozialarbeit eingerichtet wurde und in vielen Bereichen vernetzter agiert wird \u2013 ob in der Erziehungsberatung oder bei anderen Angeboten, die \u201einterkommunale Zusammenarbeit&#8221; zwischen Kreis und Kommunen bringe die Region voran, so G\u00f6rig. Die Vulkan-Sporthalle in Lauterbach konnte nach nur kurzer Bauzeit ihrer Bestimmung \u00fcbergeben werden und steht auch den Sportvereinen kostenfrei zur Verf\u00fcgung. Und mit dem Beschluss, die Gesamtschule Schotten zu sanieren und im Anschluss den Schulneubau in Schlitz zu realisieren, seien auch dort \u201ewichtige bildungspolitische Weichen gestellt\u201c. Zum guten Leben geh\u00f6rt neben alldem auch Kultur \u2013 erstmals hat der Vogelsbergkreis in diesem Jahr einen Kulturf\u00f6rderpreis ausgeschrieben und an zwei herausragende Akteure verliehen: Karl Merz aus Schotten und die Show-and-Brass-Band Alsfeld. \u201eWir haben in unserem Kreis viel mehr als vielen von uns oft bewusst ist. Damit das auch so bleibt, sollten wo immer m\u00f6glich alle an einem Strang ziehen \u2013 nur gemeinsam mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, den vielen ehrenamtlich Aktiven, den Fachleuten aus Verwaltung und Politik k\u00f6nnen wir die Zukunftsaufgaben erfolgreich anpacken\u201c, ist das Fazit und zugleich der Appell von Landrat G\u00f6rig.<\/p>\n<p>Beim Energie- und Klimaschutzkonzept, im Personalservice und auch beim Aufbau einer Geodaten-Infrastruktur hat der Kreis bereits den Weg der Interkommunalen Zusammenarbeit beschritten. Auch in Zukunft werde diese Zusammenarbeit zwischen Kommunen erforderlich sein und \u201eganz gro\u00df geschrieben\u201c. Dies gelte in besonderem Ma\u00df f\u00fcr die anstehende Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs. In den n\u00e4chsten Wochen entscheide sich, so Landrat G\u00f6rig, wie der Vogelsbergkreis und die kreisangeh\u00f6rigen St\u00e4dte und Gemeinden in den n\u00e4chsten Jahrzehnten finanziell ausgestattet sein werden. Es sei daher enorm wichtig, jetzt alle Chancen zu nutzen, um f\u00fcr die Region eine bessere Ausgangslage zu schaffen. Wenn sich alle Akteure gemeinsam positionierten, aber auch nur dann, werde dies in Wiesbaden auch wahrgenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. 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