{"id":133367,"date":"2014-12-23T00:12:59","date_gmt":"2014-12-22T23:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=133367"},"modified":"2014-12-22T18:30:10","modified_gmt":"2014-12-22T17:30:10","slug":"landrat-goerig-uebergibt-drei-elektroautos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=133367","title":{"rendered":"Landrat G\u00f6rig \u00fcbergibt drei Elektroautos"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-133366 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/EMobile-265x176.jpg\" alt=\"EMobile\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/EMobile-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/EMobile.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Vogelsbergkreis. Die Nutzungsvertr\u00e4ge wurden unterzeichnet \u2013 Im Januar startet das Modellvorhaben mit der Einweisung. Die drei Elektroautos standen zwar nicht wie geplant nach den Sommerferien bereit, daf\u00fcr aber jetzt als vorweihnachtliches Geschenk: Die Nutzungsvertr\u00e4ge wurden von Landrat Manfred G\u00f6rig und den Vertretern der Gemeinde Lautertal (B\u00fcrgermeister Heiko Stock), der Nachbarschaftshilfe Schotten (Hans Dieter Herget) und der Gemeinde Gem\u00fcnden (B\u00fcrgermeister Lothar Bott) unterzeichnet. \u201eWir wollen damit ein St\u00fcck mehr Mobilit\u00e4t auf den Weg bringen als Anpassung an die Gegebenheiten. Das Projekt mit den Elektroautos hat Pilotcharakter und ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse\u201c, sagte Landrat G\u00f6rig vor der Schl\u00fcssel\u00fcbergabe.<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Auswertung des Modellvorhabens sorgt die Stiftung Schloss Ettersburg als \u00fcberregionaler Partner. Die Stiftung begleitet und evaluiert das Projekt mit dem Ziel, einen Leitfaden f\u00fcr die erfolgreiche Implementierung von E-Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum zu erstellen. Der Vogelsbergkreis will neue Mobilit\u00e4tsformen beherzt erkunden, um auch in Zukunft die Mobilit\u00e4t und Erreichbarkeit in einer d\u00fcnn besiedelten, l\u00e4ndlichen Region wie dem Vogelsberg sicherzustellen. Das Modellvorhaben \u201eE-Mobilit\u00e4t im Vogelsberg \u2013 neue Wege der Mobilit\u00e4t\u201c soll dazu einen Beitrag leisten und wissenschaftlich fundiert Ans\u00e4tze der \u00dcbertragbarkeit liefern.<\/p>\n<p>Das Thema Mobilit\u00e4t war Querschnittsthema im Modellvorhaben der Raumordnung, kurz: MORO (wir berichteten mehrfach). Die Experten in den Arbeitskreisen sprachen sich daf\u00fcr aus, k\u00fcnftig neue Modelle mit intelligenter Verkn\u00fcpfung verschiedener Mobilit\u00e4tsformen (Hol- und Bringdienste, Carsharing, Elektromobilit\u00e4t etc.) zu entwickeln und in der Praxis Erfahrungen zu sammeln mit dem Projekt \u201eE-Mobilit\u00e4t im Vogelsberg \u2013 neue Wege der Mobilit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>In dem Projekt werden die Voraussetzungen f\u00fcr den erfolgreichen Einsatz und die Potenziale von Elektrofahrzeugen bei der Sicherung der Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum untersucht und erprobt. Ausl\u00f6ser ist die Tatsache, dass der \u00d6PNV infolge der demografischen Entwicklung und der l\u00e4ndlichen Siedlungsstruktur bereits heute vielfach die Anforderungen nicht mehr erf\u00fcllt. \u201eEs ist wichtig, auch einmal neue und mutige Wege auszuprobieren, um den Landkreis zukunftsorientiert aufzustellen\u201c, so Landrat G\u00f6rig.<br \/>\nDas Vorhaben st\u00fctzt sich bereits auf ein breites Netzwerk lokaler und regionaler Kooperationspartner aus verschiedenen Bereichen (Kommunen, Nachbarschaftshilfeverein, Energiegenossenschaft Vogelsberg eG, Max-Eyth-Schule Alsfeld etc.).<\/p>\n<p>Zwei Teil-Projekte mit drei Elektrofahrzeugen<br \/>\nZwei unterschiedliche Modelle sollen erprobt werden:<\/p>\n<p>Modell 1:<br \/>\nIn der Kernstadt Schotten mit ihren Stadtteilen sollen ein \u201eHol- und Bringservice sowie weitere Dienstleistungen\u201c als neue Form der Nachbarschaftshilfe etabliert werden.<br \/>\nIn l\u00e4ndlich strukturierten Gebieten erf\u00fcllt b\u00fcrgerschaftliches Engagement eine immer wichtigere Rolle in den durch R\u00fcckzug und Konzentration gekennzeichneten Strukturen der Daseinsvorsorge. Wenn es gelingt, ehrenamtliches oder nachbarschaftliches Engagement \u00fcber die Nutzung von E-Fahrzeugen in einem gr\u00f6\u00dferen Radius anzubieten, k\u00f6nnten deutlich mehr Personen von den angebotenen Leistungen profitieren.<\/p>\n<p>Modell 2:<br \/>\nIn den unterschiedlich strukturierten D\u00f6rfern Lautertal-Hopfmannsfeld (252 Einwohner) und Gem\u00fcnden-Nieder-Gem\u00fcnden (692 Einwohner) ist ein \u201eDorf-Elektro-Carsharing\u201c geplant.<br \/>\nDer Vogelsbergkreis weist eine der h\u00f6chsten Kfz-Dichten in Deutschland auf: drei Autos je Haushalt sind eher der Regelfall denn die Ausnahme. Damit verbunden sind hohe Kosten f\u00fcr die Mobilit\u00e4t. Das Projekt zielt darauf, einen Teil der individuellen Alltagsmobilit\u00e4t und langfristig den Dritt- oder Zweitwagen zu ersetzen.<br \/>\nWarum dieses interessante und innovative Projekt?<\/p>\n<p>Das Projekt kombiniert verschiedene Zielsetzungen:<br \/>\nErh\u00f6hung der Mobilit\u00e4t bzw. Erreichbarkeit von Infrastrukturstandorten durch einen \u201eHol- und Bringservice und weitere Dienstleistungen\u201c angebunden an einen Nachbarschaftshilfeverein.<br \/>\nEntwicklung und Erprobung eines E-Carsharing-Modells im l\u00e4ndlichen Raum und in d\u00f6rflichen Strukturen Regional produzierten Strom auch regional verbrauchen; die Region Vogelsberg mit einem vergleichsweise hohen Deckungsgrad an regenerativen Energien leistet damit einen Beitrag zur Energiewende und perspektivisch k\u00f6nnten sich f\u00fcr die Region zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfungspotenziale er\u00f6ffnen. Erh\u00f6hung der Akzeptanz von E-Mobilit\u00e4t; die derzeitigen Vorbehalte sollen durch eigene Erfahrungen abgebaut werden. Finanziert wird das Modellprojekt aus Zuwendungen des Bundes und des Landes Hessen. Die Federf\u00fchrung hat das Amt f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum und Daseinsvorsorge beim Vogelsbergkreis, Ansprechpartner dort sind die Leiterin der Dorf- und Regionalentwicklung Margit Kock-Wagner und Diplom-Geograf Matthias Sebald. Und weil sich der Start verz\u00f6gert hat, sagte das zust\u00e4ndige Wirtschaftsministerium in Wiesbaden eine dreimonatige \u201eVerl\u00e4ngerung\u201c zu. Im Januar wird es die offiziellen Einweisungen in die Fahrzeuge und die jeweiligen Abl\u00e4ufe vor Ort geben, dann k\u00f6nnen die E-Mobile rollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Die Nutzungsvertr\u00e4ge wurden unterzeichnet \u2013 Im Januar startet das Modellvorhaben mit der Einweisung. 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