{"id":132879,"date":"2014-12-11T07:50:32","date_gmt":"2014-12-11T07:50:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=132879"},"modified":"2014-12-11T07:50:32","modified_gmt":"2014-12-11T07:50:32","slug":"gutachten-naturdenkmal-dicker-stein-bei-engelrod-ist-heimat-von-75-flechtenarten-auch-ein-neufund-dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=132879","title":{"rendered":"Gutachten: Naturdenkmal \u201eDicker Stein\u201c bei Engelrod ist Heimat von 75 Flechtenarten \u2013 auch ein Neufund dabei"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_132880\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/image002.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132880\" class=\"size-thumbnail wp-image-132880\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/image002-265x177.jpg\" alt=\"Susanne Jost (UNB) und Hartmut Greb (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Geopark) halten ein Plakat mit der \u00dcberschrift \u201eDie \u201eDicken Steine\u201c \u2013 ein Geotop f\u00fcr Entdecker\u201c: So lautet der Titel einer Hinweistafel des Geoparks, die bald am Naturdenkmal der Gemeinde Lautertal stehen soll. Foto: A. Metzner\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/image002-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/image002.jpg 453w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-132880\" class=\"wp-caption-text\">Susanne Jost (UNB) und Hartmut Greb (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Geopark) halten ein Plakat mit der \u00dcberschrift \u201eDie \u201eDicken Steine\u201c \u2013 ein Geotop f\u00fcr Entdecker\u201c: So lautet der Titel einer Hinweistafel des Geoparks, die bald am Naturdenkmal der Gemeinde Lautertal stehen soll. Foto: A. Metzner<\/p><\/div>\n<p>Lautertal. Mehr als nur \u201eein Haufen Steine\u201c: Bei Sonnenschein und leichtem Schnee wurde am Geotop und Naturdenkmal \u201eDicker Stein\u201c in der Gemarkung Engelrod ein Gutachten mit faszinierenden Ergebnissen vorgestellt. \u201eDas Ergebnis ist ph\u00e4nomenal, es wurden mehr Flechtenarten festgestellt als an jedem der zehn anderen untersuchten Steinformationen, vor allem hinsichtlich der Rote-Liste-Arten\u201c, freut sich Gudrun Huber, Untere Naturschutzbeh\u00f6rde beim Vogelsbergkreis (UNB).<!--more--><\/p>\n<p>Insgesamt waren es 75 verschiedene Flechtenarten, von denen Susanne Jost, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde, einige anhand gro\u00dfer Fotos vorstellte. Die Vielfalt trotz jahrzehntelanger Teilverschattung sei \u00fcberraschend gro\u00df. Einen ganz besonderen Fund \u2013 sogar einen Neufund \u2013 stellt die bislang noch unbeschriebene Krustenflechte der Gattung \u201eFellhaneropsis\u201c dar: Sie wurde hier erstmals in Deutschland festgestellt. Bisher wurde sie nur vereinzelt in Schweden gefunden.<\/p>\n<p>Aus Gutachten des Naturschutzgro\u00dfprojektes \u00fcber Flechten an anderen Geotopen war bekannt, dass eine reiche Artenvielfalt im Vogelsberg vorhanden ist. Mit dieser Kenntnis und den Eindr\u00fccken aus Ortsbesichtigungen wurde dann entschieden, f\u00fcr die rund 500 Quadratmeter gro\u00dfe Fl\u00e4che ein eigenes Gutachten erstellen zu lassen. Das Flechtengutachten wurde von der B\u00fcrogemeinschaft Angewandte \u00d6kologie aus Darmstadt im Auftrag der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde erstellt. Die Experten empfehlen die Beweidung, um eine Verbuschung zu vermeiden, und das Einrichten von Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen f\u00fcr bestimmte Arten. Und um die Flechtenfl\u00e4che zu vergr\u00f6\u00dfern sei es sinnvoll, die von Boden und Gras \u00fcberwachsenen Steine wieder freizulegen.<\/p>\n<p>Eine Anregung, die B\u00fcrgermeister Heiko Stock sofort in ein kleines Schulprojekt verwandelte: Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Lautertal-Schule k\u00f6nnten dies im Rahmen einer Projektwoche tun. Denkbar sei auch, im Rahmen von Ferienspielen Nistk\u00e4sten f\u00fcr V\u00f6gel oder Flederm\u00e4use zu bauen und Insektenhotels zu fertigen.<\/p>\n<p>Das auf 565 m \u00fc. NN liegende Naturdenkmal der Gemeinde Lautertal war fr\u00fcher nach Aussage von Ortsvorsteher Erwin Stertz ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen \u2013 nicht nur wegen der vielen Heidelbeerstr\u00e4ucher, sondern auch des gro\u00dfen Maifeuers wegen. Vor 30 Jahren wurde der Basaltfelsen als Naturdenkmal ausgewiesen und in den letzten Jahren regelm\u00e4\u00dfig freigeschnitten. Im Winter 2013\/2014 wurde unter Leitung des Revierf\u00f6rsters Dietmar Oefner sorgf\u00e4ltig entbuscht und im Sommer finanzierte die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde eine neue Umz\u00e4unung.<\/p>\n<p>Seitdem sorgen die Heidschnucken von Werner Eifert mit ihren \u201ePflegeeins\u00e4tzen\u201c daf\u00fcr, dass nichts wieder zuw\u00e4chst. Ein R\u00fcckschnitt der Geh\u00f6lze nach S\u00fcdost soll den Blick in die Rh\u00f6n und den Th\u00fcringer Wald freigeben, zur besseren Erreichbarkeit werden im kommenden Jahr Schotterparkpl\u00e4tze eingerichtet.<\/p>\n<p>F\u00fcr Besucher und Wanderer folgt dann abschlie\u00dfend die Hinweistafel des Geoparks, erstellt durch Dr. Angela Metzner von der Fachsektion Vulkan Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft. \u201eNur was man kennt, sch\u00fctzt man auch\u201c, weist Hartmut Greb (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Geopark) darauf hin, dass die \u201eDicken Steine\u201c die Vulkanregion Vogelsberg \u201ean solch einer Stelle erlebbar machen\u201c. Auch die nahe Lage an der Radroute \u201eBasalt-Tour\u201c und den Radfernwegen R7 und R2 wird von den Beteiligten positiv gesehe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lautertal. 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