{"id":132134,"date":"2014-11-24T00:09:44","date_gmt":"2014-11-24T00:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=132134"},"modified":"2014-11-23T19:43:03","modified_gmt":"2014-11-23T19:43:03","slug":"tradition-des-kalthauses-fuer-die-zukunft-konserviert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=132134","title":{"rendered":"Tradition des Kalthauses  f\u00fcr die Zukunft konserviert"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/FFM_K\u00fchlhaus_Finale.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-132136\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/FFM_K\u00fchlhaus_Finale.jpg\" alt=\"FFM_K\u00fchlhaus_Finale\" width=\"560\" height=\"343\" \/><\/a>Fladungen. Der Griff in die Tiefk\u00fchltruhe ist heute in jedem Haushalt selbstverst\u00e4ndlich. Vorreiter der modernen Technik bildeten in den 1950er und 1960er Jahren gemeinschaftlich betriebliche K\u00fchl- oder Kalth\u00e4user in den D\u00f6rfern und Gemeinden. Einer der letzten Vertreter dieses Funktionstyps stand bis vor kurzem in Nordheim vor der Rh\u00f6n. Im Rahmen eines aufw\u00e4ndigen Umzugs wurde das historische Kalthaus komplett im Ganzen in das Fr\u00e4nkische Freilandmuseum Fladungen versetzt. In der neuen Museumssaison 2015 kann es besichtigt werden.<!--more--><\/p>\n<p><strong>K\u00fchlh\u00e4user sind heute nur noch selten zu sehen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/FFM_K\u00fchlhaus_Vips.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-132135\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/FFM_K\u00fchlhaus_Vips-265x176.jpg\" alt=\"FFM_K\u00fchlhaus_Vips\" width=\"265\" height=\"176\" \/><\/a>Voll funktionsf\u00e4hig, ist das 1958 erbaute Nordheimer K\u00fchlhaus ein anschauliches Beispiel, wie das d\u00f6rfliche, gemeinschaftlich ausgerichtete Wirtschaftsleben bis vor rund 50 Jahren funktionierte. \u201eFr\u00fcher gab es Gefrieranlagen in beinahe jedem unterfr\u00e4nkischen Dorf, heute findet man sie nur noch selten. Entweder existieren sie nur noch in ungenutzter Form, z.B. als Bushaltestelle oder Dorfmuseum, oder sie wurden abgebrochen\u201c, erl\u00e4uterte Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter beim feierlichen Empfang des K\u00fchlhauses auf dem Gel\u00e4nde des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums Fladungen mit rund 50 G\u00e4sten.<\/p>\n<p>Die Gefrieranlage steht f\u00fcr eine kurze, aber wichtige Modernisierungsphase in der Entwicklung des Dorflebens in Unterfranken. Die Volkskundlerin bedankte sich vor allem bei der Gemeinde Nordheim f\u00fcr die \u00dcberlassung dieses wichtigen Zeugnisses d\u00f6rflicher Geschichte, sowie bei den beteiligten Firmen f\u00fcr den unternehmerischen Mut bei dem schwierigen Transport.<\/p>\n<p><strong>Modernisierung machte Kalth\u00e4user \u00fcberfl\u00fcssig <\/strong><\/p>\n<p>Die Gemeinschaftsgefrieranlagen wurden damals als ein gro\u00dfer Fortschritt gewertet. Sie boten der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung neue M\u00f6glichkeiten der Konservierung und ein jahreszeitlich unabh\u00e4ngiges Wirtschaften. Die K\u00fchlh\u00e4user garantierten damit das ganze Jahr \u00fcber eine hygienische Vorrats- und Frischehaltung von Lebensmitteln. Die Modernisierung in den Haushalten mit eigenen K\u00fchlschr\u00e4nken und Gefriertruhen lie\u00dfen diese neue Errungenschaft jedoch in weniger als 20 Jahren \u00fcberfl\u00fcssig werden.<\/p>\n<p><strong>K\u00fchlkarussell als besondere Attraktion<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/FFM_K\u00fchlhaus_Transport.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-132137\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/FFM_K\u00fchlhaus_Transport-265x167.jpg\" alt=\"FFM_K\u00fchlhaus_Transport\" width=\"265\" height=\"167\" \/><\/a>Im Inneren des Original K\u00fchlhauses befindet sich ein zentraler belichteter Raum, an den ein Technikraum mit K\u00e4ltemaschine, ein K\u00fchlraum zur Aufbewahrung des gro\u00dfen Schlachtgutes und ein Raum mit den Gefrierf\u00e4chern anschlie\u00dft. Hauptattraktion der Gemeinschaftsgefrieranlage ist eine offenbar seltene, aber platzsparende L\u00f6sung der K\u00fchltechnik-Firma Ate (Alfred Teves GmbH Frankfurt a. M.) zur Unterbringung des Gefriergutes in einem Drehgestell. \u00dcblicherweise besa\u00dfen die zu dieser Zeit \u00fcberall errichteten Gemeinschaftsgefrieranlagen ebenerdige Truhen f\u00fcr das Gefriergut. Die 144 Gefrierf\u00e4cher sind in neun Ebenen zu 16 F\u00e4chern in einem Drehkarussell \u00e4hnlich wie Kuchenst\u00fccke einer Torte angeordnet. Durch Bedienung eines Schaltbordes setzte der Nutzer das Karussell in Bewegung und brachte es in die richtige Position, um an sein Gefrierfach zu gelangen.<\/p>\n<p><strong>Voll funktionsf\u00e4hig <\/strong><\/p>\n<p>Die seit 1958 nahezu unver\u00e4nderte Gefrieranlage war bis zum Ende 2009 noch in Betrieb, d.h. die noch im Originalzustand vorhandene Technik funktionierte einwandfrei. \u201eDas Nordheimer Kalthaus ist eine wunderbare neue Attraktion f\u00fcr das Fr\u00e4nkische Freilandmuseum Fladungen, das im kommenden Jahr sein 25-j\u00e4hriges Bestehen feiert\u201c, freute sich auch Bezirkstagspr\u00e4sident Erwin Dotzel beim Empfang des neuen Geb\u00e4udes.<\/p>\n<p>Saisonkarten, Prospekte und Ausk\u00fcnfte sind auch in den Wintermonaten unter Tel. 09778 91 23 0 sowie unter <a href=\"http:\/\/www.freilandmuseum-fladungen.de\">www.freilandmuseum-fladungen.de<\/a> erh\u00e4ltlich. Am 1. April 2015 \u00f6ffnet das Fr\u00e4nkische Freilandmuseum Fladungen wieder seine Pforten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fladungen. Der Griff in die Tiefk\u00fchltruhe ist heute in jedem Haushalt selbstverst\u00e4ndlich. Vorreiter der modernen Technik bildeten in den 1950er und 1960er Jahren gemeinschaftlich betriebliche K\u00fchl- oder Kalth\u00e4user in den D\u00f6rfern und Gemeinden. Einer der letzten Vertreter dieses Funktionstyps stand bis vor kurzem in Nordheim vor der Rh\u00f6n. 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