{"id":131825,"date":"2014-11-13T00:15:24","date_gmt":"2014-11-13T00:15:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=131825"},"modified":"2014-11-12T17:31:20","modified_gmt":"2014-11-12T17:31:20","slug":"palliativstiftung-schlaegt-gesetzliche-regelung-zur-allgemeinen-ambulanten-palliativversorgung-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=131825","title":{"rendered":"PalliativStiftung schl\u00e4gt gesetzliche Regelung zur Allgemeinen ambulanten Palliativversorgung vor"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Deutsche PalliativStiftung fordert nach Einf\u00fchrung des Leistungsanspruchs auf Spezialisierte ambulante Palliativversorgung im Jahr 2007 nun die Einf\u00fchrung eines Leistungsanspruchs auf Allgemeine ambulante Palliativversorgung im Rahmen des geplanten Gesetzes zur St\u00e4rkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsst\u00e4rkungsgesetz \u2013 GKV-VSG)<!--more--><\/p>\n<p>2007 wurde in Deutschland die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) als Leistungsanspruch gesetzlich krankenversicherter Menschen in das SGB V eingef\u00fchrt (\u00c2\u00a7 37b in Kombination mit \u00c2\u00a7 132d). Damit wurde Menschen mit weit fortgeschrittener, fortschreitender und in absehbarer Zeit zum Tode f\u00fchrender Erkrankung, die zus\u00e4tzlich ein komplexes Symptomgeschehen aufweisen und eine aufwendige Versorgung ben\u00f6tigen, die Sicherheit gegeben, dass unsere Gesellschaft sie in dieser schwierigen Lebensphase angemessen begleitet und unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>2007 wurde auch davon ausgegangen, dass die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung auf einer sichergestellten und \u00fcberall verf\u00fcgbaren Allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) aufsetzt und sowohl diese als auch die Hospizarbeit erg\u00e4nzt. Dabei bestand und besteht weiterhin Konsens, dass eine Allgemeine ambulante Palliativversorgung aus der bestehenden Regelversorgung heraus geleistet werden muss und deswegen auch dort beheimatet ist.<\/p>\n<p>\u201eDie letzten Jahre haben eindeutig gezeigt, dass die Allgemeine ambulante Palliativversorgung nicht in dem Ma\u00df zur Verf\u00fcgung steht, wie es 2007 vom Gesetzgeber unterstellt wurde,\u201c stellt Dr. Eckhard Eichner, Gr\u00fcndungsstifter der Deutschen PalliativStiftung, klar: \u201eDies ist auch verst\u00e4ndlich, denn in der Allgemeinen ambulanten Palliativversorgung bestehen Versorgungsnotwendigkeiten und -aufw\u00e4nde, die in den Verg\u00fctungsregelwerken (GO\u00c4, EBM, HKP etc.) bis heute nicht angemessen abgebildet sind. Es bedarf dringend einer Weiterentwicklung der Verg\u00fctungswerke hin zu einer angemessenen Verg\u00fctung palliativmedizinischer und -pflegerischer Leistungen. Das geplante Gesetzes zur St\u00e4rkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsst\u00e4rkungsgesetz \u2013 GKV-VSG) w\u00e4re die Chance, nach der spezialisierten nun auch die allgemeine ambulante Palliativversorgung in Deutschland gesetzlich zu verankern und damit dem erkl\u00e4rten Ziel einer fl\u00e4chendeckenden umfassenden Versorgung der Bev\u00f6lkerung n\u00e4herzukommen.\u201c<\/p>\n<p>Dies erscheint auch deswegen dringend notwendig, weil die aktuelle Debatte zur Regelung des (\u00e4rztlich) assistierten Suizids zeigt, wie gro\u00df die \u00c4ngste vor fehlender Versorgung und F\u00fcrsorge am Lebensende in der deutschen Bev\u00f6lkerung sind und dass Menschen sich lieber selbst t\u00f6ten wollen als m\u00f6glicherweise unertr\u00e4glichem Leid ausgeliefert zu sein.<\/p>\n<p>\u201eWir d\u00fcrfen nicht nur den assistierten Suizid rechtlich regeln. Wir m\u00fcssen parallel eine umfassende und angemessene Palliativversorgung und hospizliche Begleitung f\u00fcr alle Menschen erm\u00f6glichen, die dies ben\u00f6tigen. Nur wenn es f\u00fcr die Menschen eine verl\u00e4ssliche, lebensbejahende Alternative zum assistierten Suizid gibt, die \u00fcberall zur Verf\u00fcgung steht, wird der Ruf nach einer vorzeitigen Beendigung des eigenen Lebens leiser werden\u201c, ist sich Eichner sicher.<\/p>\n<p>Die Deutsche PalliativStiftung stellt deswegen einen Gesetzesentwurf vor, in dem ein Leistungsanspruch auf Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) analog zur Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) als \u00c2\u00a7\u00c2\u00a7 37c i.V.m. \u00c2\u00a7 132f in das SGB V eingef\u00fchrt wird. Die Deutsche PalliativStiftung setzt sich f\u00fcr eine fundierte Aufkl\u00e4rung ein. Sie bietet vielf\u00e4ltige Informationen zur Hospizarbeit und Palliativversorgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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