{"id":13160,"date":"2008-10-30T00:13:09","date_gmt":"2008-10-29T23:13:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=13160"},"modified":"2008-10-29T19:38:23","modified_gmt":"2008-10-29T18:38:23","slug":"marx-fordert-faire-preise-fuer-heimische-milchbauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=13160","title":{"rendered":"Marx fordert faire Preise f\u00fcr heimische Milchbauern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vogelsbergkreis.<\/strong> &#8220;Faire Erwerbsbedingungen durch faire Preise f\u00fcr Milchbauern&#8221; fordert der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx (CDU). In einem Schreiben wendet er sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpr\u00e4sident Roland Koch. Hintergrund: am 7. November will der Bundesrat \u00fcber neue Formen der Marktregulierung entscheiden.<!--more--><br \/>\nMit gro\u00dfer Sorge beobachte Marx die Bedingungen, unter denen die Milchbauern ihre wirtschaftliche Stabilit\u00e4t aufrecht erhalten m\u00fcssen. Nach den bundesweiten &#8211; zun\u00e4chst erfolgreich erscheinenden &#8211; Aktionen der milcherzeugenden Landwirte hatte und habe er die Erwartung, dass faire Preise bei einer angemessen marktwirtschaftlichen Ausrichtung m\u00f6glich sein m\u00fcssten.<\/p>\n<p><strong>Grundprinzip von Angebot und Nachfrage verletzt<\/strong><br \/>\nAm 20. Oktober hatte der Agrarausschuss des Bundesrates getagt und mit seinen Beschl\u00fcssen f\u00fcr sehr gro\u00dfes Unverst\u00e4ndnis und Unmut gesorgt, berichtet Rudolf Marx aus einem Gespr\u00e4ch, das er vor wenigen Tagen mit heimischen Landwirten gef\u00fchrt hatte. Leider h\u00e4tten sieben Bundesl\u00e4nder einen Antrag eingebracht, an den bestehenden Verordnungen nichts zu \u00e4ndern. Diesem Antrag sei zugestimmt worden. Aus Sicht der milchproduzierenden Landwirte werde damit nicht nur dem marktwirtschaftlichen Grundprinzip von Angebot und Nachfrage widersprochen &#8211; die Landwirte seien zus\u00e4tzlich dar\u00fcber entt\u00e4uscht, dass die Verabredungen des &#8220;Milchgipfels&#8221; vom 29. Juli diesen Jahres nun m\u00f6glicherweise nicht eingehalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8220;Ich kann diesen Unmut sehr gut verstehen. Zumal der Vogelsbergkreis mit seinem hohen Gr\u00fcndlandanteil in besonderem Ma\u00dfe auf faire Bedingungen f\u00fcr seine Milchbauern angewiesen ist&#8221;, schreibt Marx an Merkel und Koch. Sollte es tats\u00e4chlich mit Jahresbeginn 2009 zu einem Milchpreis von nur noch 25 Cent pro Kilogramm Milch kommen, so w\u00e4re die Existenz vieler Betriebe im Vogelsbergkreis akut gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p><strong>Marx ruft zur Fairness auf<\/strong><br \/>\nDer Vogelsberger Landrat bittet in seinem Brief die Kanzlerin und den Ministerp\u00e4sidenten, in der Bundesratssitzung am 7. November f\u00fcr die berechtigten Interessen der Milchbauern einzutreten, denn ihr Wirtschaften sichere langfristig ein unverzichtbares hochwertiges Lebensmittel. &#8220;Ich bitte Sie ausdr\u00fccklich, die Argumente der Milchbauern fair den Argumenten der Milchindustrie gegen\u00fcber zu stellen und abzuw\u00e4gen. Bitte tragen Sie den berechtigten Forderungen der Milcherzeuger Rechnung und helfen Sie dabei, mehr Markt zu implementieren&#8221;, appelliert Marx.<\/p>\n<p>Umfragen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehalter e.V. zeigten, so Marx, dass die gesamte &#8220;Branche&#8221; hinter den Forderungen stehe, die eine stabilere und gerechtere Preisgestaltung erm\u00f6glichen sollen. Zu den genannten Instrumenten z\u00e4hlten aus Sicht der Milchbauern unter anderem die Einf\u00fchrung eines Basispreises, eine Anpassung des Liter-Kilogramm-Umrechnungsfaktors auf das bereits weitgehend praktizierte EU-Niveau, die Abschaffung der Bundessaldierung und eine bundesweite Umlage zur Marktsteuerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. &#8220;Faire Erwerbsbedingungen durch faire Preise f\u00fcr Milchbauern&#8221; fordert der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx (CDU). 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