{"id":131574,"date":"2014-11-07T00:09:33","date_gmt":"2014-11-07T00:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=131574"},"modified":"2014-11-06T13:25:59","modified_gmt":"2014-11-06T13:25:59","slug":"handreichung-fuer-verbraucherinnen-einkaufshilfe-fuer-textilien-von-der-agenda-arbeitsgruppe-faires-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=131574","title":{"rendered":"Handreichung f\u00fcr Verbraucher\/innen Einkaufshilfe f\u00fcr Textilien von der Agenda Arbeitsgruppe Faires Fulda"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Fairtrade_Presse_Label_1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-131575\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Fairtrade_Presse_Label_1.jpg\" alt=\"Fairtrade_Presse_Label_1\" width=\"560\" height=\"400\" \/><\/a>Fulda. \u201eDas f\u00fchlt sich gut an auf meiner Haut\u201c ist ein Einkaufsratgeber f\u00fcr Textilien der Agenda-Arbeitsgruppe Faires Fulda \u00fcberschrieben. Mit dieser Brosch\u00fcre sollen Verbraucher\/innen nicht nur f\u00fcr soziale und \u00f6kologische Probleme bei der Textilherstellung und Verarbeitung sensibilisiert werden, sondern auch eine Hilfe beim Einkauf von Bekleidung und Textilien erhalten. \u201eBei derzeit etwa 40 verschiedenen Textilsiegeln ist es f\u00fcr Verbraucher sehr schwer, eine verantwortungsvolle Kaufentscheidung zu treffen\u201c \u00e4u\u00dfert sich KAB Di\u00f6zesansekret\u00e4r Michael Schmitt, einer der Initiatoren der Brosch\u00fcre. Hier bietet die Agenda-AG eine praktische Hilfe. Mit Blick auf die Verantwortung des Handels wird die Agenda Arbeitsgruppe au\u00dferdem Gespr\u00e4che mit diesem suchen.<!--more--><\/p>\n<p>Ausgehend von nicht abrei\u00dfenden Meldungen \u00fcber Unf\u00e4lle in Produktionsst\u00e4tten in Bangladesch und Pakistan, unter anderem der Einsturz eines 8-st\u00f6ckigen Fabrikgeb\u00e4udes in Rana Plaza nahe der Hauptstadt von Bangladesch Dhaka bei dem \u00fcber 1.100 Menschen ihr Leben verloren haben, \u00fcber unhaltbare soziale, insbesondere arbeitsrechtliche Bedingungen und dem ungebremsten Einsatz von m\u00f6glicherweise f\u00fcr Arbeiter\/innen und K\u00e4ufer gesundheitsgef\u00e4hrdeten Chemikalien befasste sich die Arbeitsgruppe mit der Thematik.<\/p>\n<p>\u201eNeben politischen Aktivit\u00e4ten spielen die Verbraucher\/innen eine entscheidende Rolle\u201c so Monika Bracht von der Verbraucherzentrale Hessen in Fulda. Bei der Auswertung einer bei \u00fcber 30 Fuldaer Textilh\u00e4ndlern durchgef\u00fchrten Befragung wurde deutlich, dass das Problembewusstsein sowohl in der Textilbranche als auch bei den Verbrauchern noch deutlich zu steigern ist. Konkrete Kundennachfragen nach, wie auch das Angebot von sozial und \u00f6kologisch nachhaltig produzierten Textilien sind derzeit noch relative Randerscheinungen.<\/p>\n<p>\u201eKaum ein Kunde fragt tats\u00e4chlich nach, ob zum Beispiel Kinder in der Produktion besch\u00e4ftigt werden\u201c res\u00fcmiert Hermann Eichel von der Fuldaer UNICEF Gruppe \u00fcber das Ergebnis der Umfrage. Genau an dieser Stelle versucht die Agenda Arbeitsgruppe Faires Fulda nun mit der Einkaufshilfe einerseits eine Bewusstseinssch\u00e4rfung bei den Verbrauchern\/innen zu f\u00f6rdern und andererseits eine konkrete Hilfe beim Einkauf zu bieten. In der Brosch\u00fcre finden sich nicht nur Erkl\u00e4rungen zu den Hintergr\u00fcnden und zu vorhandenen Textil-Siegeln sondern auch allgemeine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen verantwortungsvollen Umgang mit Textilien.<\/p>\n<p>\u201eNur wenige Siegel\u201c, so die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Agenda AG Faires Fulda, Gudrun Jonas, \u201ebieten K\u00e4ufern\/innen die Sicherheit, dass soziale und \u00f6kologische Mindeststandards in der Produktion und Verarbeitung eingehalten werden\u201c. Die meisten Siegel sind von Verb\u00e4nden der Textilindustrie und des Handels kreiert worden und fordern nur ein geringes Ma\u00df an sozialen und \u00f6kologischen Bedingungen. Eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung, insbesondere der Einhaltung der versprochenen positiven Fakten, ist meist nicht vorgesehen. Herausragende Siegel wie das der \u201eFAIR WEAR FOUNDATION\u201c, \u201eGOTS\u201c (Global Organic Textile Standard), \u201eNaturtextil\u201c und \u201eFAIRTRADE \u2013 Certified Cotton\u201c sind von dem Machern der Einkaufshilfe, ausf\u00fchrlich dargestellt. Aber auch hier bleibt die Kritik nicht aus, liegen bei diesen anerkannten Siegeln die Schwerpunkte entweder im sozialen oder im \u00f6kologischen Bereich.<\/p>\n<p>FAIRTRADE Certified Cotton umfasst zwar scharfe Bedingungen f\u00fcr beide Bereiche, jedoch nur in der Produktion der Baumwolle und nicht f\u00fcr die Verarbeitung. Deshalb begr\u00fc\u00dft die Agenda AG auch den Vorsto\u00df von Bundesentwicklungsminister Gerd M\u00fcller, die deutsche Textilindustrie zu in den beiden Bereichen in die Pflicht zu nehmen und dies f\u00fcr Verbraucher auch mit einem \u201eamtlichen Siegel\u201c zu dokumentieren. W\u00e4hrend einige internationale wie auch deutsche Konzerne im Rahmen der Detox-Kampagne von Greenpeace zumindest im Umweltbereich eine Selbstverpflichtung eingegangen sind, sperren sich insbesondere die deutschen Branchenverb\u00e4nde und haben M\u00fcller mit seinem Vorsto\u00df auflaufen lassen. Dennoch keimt bei den Fuldaer Engagierten die Hoffnung, dass der Weg zu einem \u201eamtlichen Siegel\u201c weiter begangen wird. \u201eBis es soweit ist\u201c so Michael Schmitt, \u201ebieten wir mit unserem Produkt eine Hilfe\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eDas f\u00fchlt sich gut an auf meiner Haut\u201c ist ein Einkaufsratgeber f\u00fcr Textilien der Agenda-Arbeitsgruppe Faires Fulda \u00fcberschrieben. 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