{"id":131561,"date":"2014-11-07T00:13:52","date_gmt":"2014-11-07T00:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=131561"},"modified":"2014-11-06T13:08:47","modified_gmt":"2014-11-06T13:08:47","slug":"angepasstes-lernen-als-chance-fuer-menschen-mit-behinderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=131561","title":{"rendered":"Angepasstes Lernen als Chance f\u00fcr Menschen mit Behinderung"},"content":{"rendered":"<p>Fulda (cif). Die Anliegen und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention war auch in diesem Jahr Anlass f\u00fcr den von Caritas Berufswege organisierten Fachtag. Das Thema \u201ePersonenorientiertes angepasstes Lernen als besondere Chancen f\u00fcr Menschen mit Behinderung\u201c lockte rund 60 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet zum fachlichen Austausch in das Bonifatiushaus Fulda. Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis trugen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zur Themenstellung bei.<!--more--><\/p>\n<p>Marie Versteeg, Inklusionsp\u00e4dagogin und selbst mit Handicap, war aus K\u00f6ln angereist und analysierte in ihrem Beitrag die Situation von jungen Menschen mit Behinderung in der \u00dcbergangsphase von der (F\u00f6rder-)schule zum Beruf. Die P\u00e4dagogin sprach sich deutlich f\u00fcr die Notwendigkeit einer individualisierten p\u00e4dagogischen Begleitung bei diesem Prozess aus. In ihrer t\u00e4glichen Praxis erlebe sie immer wieder, dass Betroffene bzw. deren Eltern mit dem \u00dcbergangsszenario aus sich aneinanderreihenden psychologischen Tests, Pr\u00fcfungen und Bewertungen \u00fcberfordert seien. Nicht selten w\u00fcrden daher die zu treffenden Entscheidungen an den Einrichtungs- und Tr\u00e4gerinteressen und nicht an den individuellen Bedarfen orientiert getroffen. F\u00fcr die Familien sollte es daher in dieser Entscheidungsphase unabh\u00e4ngige Probleml\u00f6ser geben, die bei aufkommenden Fragen zur Berufswegefindung zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Dajana Herbst, Leiterin der Caritas Altenpflegeschule in Fulda, und Armin Gerbeth, Ausbildungsverantwortlicher der IHK Fulda, berichteten in ihren Beitr\u00e4gen aus der Praxis von konkreten M\u00f6glichkeiten des individualisierten Lernens in so genannten Helfer- bzw. Fachpraktikerausbildungen. Sie stellten die Anforderungen und Inhalte dieser Ausbildungsberufe speziell f\u00fcr Menschen mit Behinderungen vor und gaben Hinweise auf eine m\u00f6gliche Finanzierung. Wichtig sei in diesem Zusammenhang das Angebot von Ausbildungsbegleitenden Hilfen durch die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. Diese Hilfen sollten aber auf jeden Fall individualisierte Ma\u00dfnahmen sein.<\/p>\n<p>Ausbildungen zur Altenpflegehelferin (so genannte \u00c2\u00a7 87b Ausbildungen) wurden in den vergangenen Jahren bereits vielfach erfolgreich in individualisierter Form durchgef\u00fchrt. Nicht eine vorgegebene Ausbildungsdauer sei dabei im Einzelfall ma\u00dfgebend gewesen, sondern der individuelle erreichbare Lernfortschritt des einzelnen Absolventen. Die Caritas Altenpflegeschule in Fulda, so Referentin Herbst, k\u00f6nne diesem Ausbildungsanspruch ohne Wenn und Aber gerecht werden. Caritas Berufswege Fulda werde in Zukunft verst\u00e4rkt dieses Angebot f\u00fcr die Berufsanf\u00e4nger aufgreifen.<\/p>\n<p>Auch die IHK Fulda bietet laut den Ausf\u00fchrungen von Referent Gerbeth zwischenzeitlich eine Reihe von Fachpraktikerausbildungen an. Jeder anerkannte Ausbildungsbetrieb k\u00f6nne im jeweiligen Beruf (z.B. Fachpraktiker Metallbearbeitung bei den Caritas Werkst\u00e4tten) eine solche Ausbildung durchf\u00fchren. Finanzielle F\u00f6rderungen seien m\u00f6glich. Die IHK sollten dabei bundeslandeinheitlich agieren, wichtig sei eine einheitliche Sprachregelung und abgestimmte Ausbildungsinhalte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (cif). Die Anliegen und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention war auch in diesem Jahr Anlass f\u00fcr den von Caritas Berufswege organisierten Fachtag. Das Thema \u201ePersonenorientiertes angepasstes Lernen als besondere Chancen f\u00fcr Menschen mit Behinderung\u201c lockte rund 60 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet zum fachlichen Austausch in das Bonifatiushaus Fulda. 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