{"id":131180,"date":"2014-10-30T07:30:25","date_gmt":"2014-10-30T07:30:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=131180"},"modified":"2014-10-30T07:30:25","modified_gmt":"2014-10-30T07:30:25","slug":"vom-geheim-tipp-zum-bestseller-der-roman-die-flockenleserin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=131180","title":{"rendered":"Vom Geheim-Tipp zum Bestseller: Der Roman \u201eDie Flockenleserin.\u00e2\u20ac\u009d"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Am 6. M\u00e4rz 2013 erschien der Hospizkrimi \u201eDie Flockenleserin\u201c erstmals als E-Book bei Amazon \u2013 und entwickelte sich durch Mundpropaganda zum Bestseller. Deshalb wird der Kriminalroman, der laut Autor Mike Powelz (43) eine \u201eheimliche Gebrauchsanleitung f\u00fcr das Sterben\u201c ist, am 6. Dezember 2014 neu vom Verlag Amazon Publishing ver\u00f6ffentlicht \u2013 als Taschenbuch (9,99 Euro) sowie E-Buch (4,99 Euro). Au\u00dferdem erscheint der Roman, f\u00fcr den Powelz seinen Vater im M\u00fcnsteraner Hospiz \u201eLebenshaus\u201c sowie zw\u00f6lf Menschen im Hamburger Hospiz \u201eLeuchtfeuer\u201c beim Sterben begleitete, im ersten Quartal 2015 als Taschenbuch und E-Book in den USA, England und Kanada (Titel: \u201eTerminal\u201c.) Die Rechte f\u00fcr das deutsche H\u00f6rbuch liegen beim Thono Audio Verlag. Das Vorwort zur \u201eFlockenleserin\u201c wurde verfasst von der mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichneten Kriegsreporterin Antonia Rados, eine zweites Einf\u00fchrung steuert die R\u00fcckf\u00fchrerin Ursula Demarmels bei.<!--more--><\/p>\n<p>Doch was ist das Erfolgsgeheimnis des Hospizkrimis? \u201eEs gibt gef\u00fchlte Tausend Ratgeber zum Thema Geburt\u201c, bilanziert der Hamburger Chefreporter Mike Powelz \u2013 \u201edoch was bislang leider fehlte, war ein ehrliches Buch, das sich mit dem \u00e2\u20ac\u0161Abenteuer Sterben\u00e2\u20ac\u2122 besch\u00e4ftigt und alle psychologischen, mentalen sowie medizinische Fragen beantwortet, die sich jeder Mensch am Lebensende stellt. Dazu z\u00e4hlt auch der Begriff \u00e2\u20ac\u0161Flockenlesen\u00e2\u20ac\u2122 \u2013 eine Handlung, die viele Menschen auf dem Sterbebett vollziehen. W\u00e4hrend des Flockenlesens zittern die H\u00e4nde von Todkranken unruhig mit den H\u00e4nden \u00fcber der Bettdecke.\u201c<\/p>\n<p>Inhaltlich geht es um die 84-j\u00e4hrige Minnie, die ein Zimmer im fiktiven Hamburger Hospiz \u00e2\u20ac\u0161Haus Holle\u00e2\u20ac\u2122 bezieht \u2013 und dort zw\u00f6lf Mitbewohner kennenlernt, etwa einen Freimaurer, eine Ex-Sch\u00f6nheitsk\u00f6nigin, ein lesbisches Ehepaar sowie eine Hundez\u00fcchterin und einen Ex-Politiker. Alle G\u00e4ste sind todkrank. Pl\u00f6tzlich jedoch sieht Minnie eine unheimliche Gestalt durch das n\u00e4chtliche Haus huschen \u2013 und erkennt nach einem Doppelmord sowie dem Erstickungsfall eines weiteren Gastes, dass ein Serienm\u00f6rder sein Unheil treibt und es ein verstecktes 13. Zimmer gibt. Leider jedoch werden Leichen niemals obduziert in Hospizen. Folglich heftet sich die alte Dame selbst an die Fersen des n\u00e4chtlichen M\u00f6rders \u2013 und begegnet dabei einem Kater, der den Tod riechen kann. Alles l\u00e4uft hinaus auf einen Wettlauf gegen die Zeit \u2013 und gegen das eigene Sterben. Auf dem Sterbebett kommt es zur letzten Konfrontation zwischen Minnie und ihrem M\u00f6rder.<\/p>\n<p>\u201eIch kaufte das Buch mit dem Vorsatz, es kritisch auseinander zu pfl\u00fccken \u2013 und verschlang es. Es hat mich sehr beeindruckt.\u201c, so Angelina Verhorst, Leiterin des Johannes-Hospizes M\u00fcnster. Auch die \u00c4rzte-Zeitung \u201eMedical Tribune\u201c f\u00e4llt ein positives Urteil: \u201eDie Flockenleserin\u201c unterh\u00e4lt, ber\u00fchrt und macht nachdenklich. Der Autor schafft es mit seinem Buch, dem Tabuthema Sterben etwas von seinem Schrecken zu nehmen. Dar\u00fcber hinaus vermittelt er mal ernsthaft, mal augenzwinkernd, gut recherchierte Einblicke in den Alltag der Menschen im Hospiz &#8211; Bewohner und Betreuer.\u201c<\/p>\n<p>Thomas Sitte, Vorstand der Deutschen PalliativStiftung: \u201eK\u00fcrzlich habe ich erstmals bewusst den Prozess des Flockenlesens bei einem sterbenden, kleinen M\u00e4dchen gesehen. Durch das Buch konnte ich der Mutter wichtige Fragen beantworten. Und es hat sie sehr beruhigt. Das ist schon verr\u00fcckt. Fast 40 Jahre begleite ich Sterbende \u2013 und kannte das Flockenlesen nicht bis zum Lesen des Buchs.\u201c<\/p>\n<p>Derzeit ist Mike Powelz auf Lesereise: Am 29.10.2014 liest der Autor in Hamburg, am 18.11.2014 in der Berliner Volksb\u00fchne, am 21.11.2014 in Bonn. Die komplette Termin\u00fcbersicht findet sich auf mike-powelz.com sowie bei Facebook (\u201eDie Flockenleserin\u201c). \u00dcber seine Homepage l\u00e4sst sich Mike Powelz zudem buchen f\u00fcr weitere Charity-Lesungen zugunsten von deutschen, \u00f6sterreichischen und Schweizer Hospizen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Am 6. M\u00e4rz 2013 erschien der Hospizkrimi \u201eDie Flockenleserin\u201c erstmals als E-Book bei Amazon \u2013 und entwickelte sich durch Mundpropaganda zum Bestseller. Deshalb wird der Kriminalroman, der laut Autor Mike Powelz (43) eine \u201eheimliche Gebrauchsanleitung f\u00fcr das Sterben\u201c ist, am 6. 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