{"id":131177,"date":"2014-10-30T00:09:10","date_gmt":"2014-10-30T00:09:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=131177"},"modified":"2014-10-30T07:28:04","modified_gmt":"2014-10-30T07:28:04","slug":"auersburg-ein-als-beliebtes-ausflugsziel-nicht-nur-fuer-wanderer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=131177","title":{"rendered":"Auersburg ein als beliebtes Ausflugsziel nicht nur f\u00fcr Wanderer"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_131178\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/527-Auersburg-2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-131178\" class=\"size-full wp-image-131178\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/527-Auersburg-2.jpg\" alt=\"Emil Schmitt (links) und Werner Schindlauer (rechts)          Foto: P. Bickert\" width=\"560\" height=\"410\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-131178\" class=\"wp-caption-text\">Emil Schmitt (links) und Werner Schindlauer (rechts) Foto: P. Bickert<\/p><\/div>\n<p>Hilders. Sie liegt versteckt zwischen den B\u00e4umen auf dem 738 Meter hohen Auersberg und lediglich ein massiv errichteter Aussichtsturm l\u00e4sst den Wanderer erahnen, dass am Ende des Weges ein jahrhundertealtes Relikt mit bewegter Geschichte darauf wartet, entdeckt zu werden. Die Rede ist von der Ruine Auersburg, von der heute nur noch die Umfassungsmauern und Teile eines Gew\u00f6lbekellers vorhanden sind.<!--more--><\/p>\n<p>Die beste Anlaufstation f\u00fcr eine Wanderung zur Burganlage ist der Parkplatz K\u00f6pfchen zwischen Hilders und Simmershausen. Dort gibt eine Infotafel Auskunft \u00fcber den Premium-Wanderweg \u201eExtratour &#8211; Der Hilderser\u201c und weist darauf hin, dass der Weg zur zwei Kilometer entfernten Auersburg zum Teil auf dem \u201eHilderser\u201c entlangf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Vermutlich um 1120 im Stile einer Ritterburg erbaut, wurde die Anlage erstmals im Jahr 1214 urkundlich erw\u00e4hnt, als ein Nachkomme der Henneberger \u2013 einem einflussreichen Geschlecht mit Stammburg in Henneberg bei Meiningen \u2013 das Areal nebst Geb\u00e4ude an das Kloster Fulda verkaufte. Nach wechselnden Besitzern und bewegten Zeiten \u2013 unter anderem fielen die Innengeb\u00e4ude der Burg im Bauernkrieg 1525 dem Feuer zum Opfer \u2013 wurde die Auersburg im Jahr 1585 als Amtssitz aufgegeben. Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg nutzten die Einheimischen die Burg \u00f6fters als Zuflucht. Ab 1686 dienten Teile der Anlage als Steinbruch f\u00fcr Neubauten in Hilders, lediglich die Umfassungsmauer blieb erhalten.<\/p>\n<p>Im Jahr 1876 gr\u00fcndete sich der Rh\u00f6nklub Sektion Hilders\/Tann. Nach eineinhalb Jahren trennten sich die beiden Sektionen in eigenst\u00e4ndige Klubs und fortan \u00fcbernahmen die Mitglieder aus Hilders die Betreuung der Ruine. \u201eVon diesem Zeitpunkt an bis in die 1960er Jahre haben unsere Vorfahren die Instandhaltung der Anlage versehen\u201c, wei\u00df Werner Schindlauer, Erster Vorsitzender des Rh\u00f6nklub Hilders. \u201eDarunter fiel auch die Errichtung des ersten Aussichtsturms im Jahr 1879, der noch als Holzkonstruktion hergestellt wurde, und eine gr\u00f6\u00dfere Reparatur an Tor, Fenster und Mauerwerk im Jahr 1914\u201c, so der Vorsitzende. Er kennt sich aus mit der Geschichte der Burg, schlie\u00dflich ist er gemeinsam mit Emil Schmitt, dem ehemaligen Leiter der Tourist-Info in Hilders, nicht nur Mitglied im Rh\u00f6nklub, sondern beide sind Gr\u00fcndungsmitglieder der Historia Hilders, einem kleinen Verein, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, Geschichte und Geschichten des Ortes und der historischen Besonderheiten im Ulstertal nachzugehen, und sie f\u00fcr die Nachwelt zu erhalten.<\/p>\n<p>\u201eDer Rh\u00f6nklub und die Auersburg h\u00e4ngen zusammen, auch wenn das Areal seit den 1960er Jahren zu Hessenforst und damit dem Land Hessen geh\u00f6rt. Wir sehen nach dem Rechten und f\u00fchlen uns immer noch ein bisschen verantwortlich. Au\u00dferdem haben wir hier so manches Fest gefeiert, darunter auch zwei standesamtliche Hochzeiten\u201c, sagt Werner Schindlauer. Eine Tafel mit dem Originalschild der Auersburg habe der Rh\u00f6nklub angebracht und seit der General\u00fcberholung der Ruine und der Errichtung eines neuen Aussichtsturm in den Jahren 2007 und 2008 mit Kosten in H\u00f6he von 250.000 Euro achteten die Mitglieder noch mehr darauf, dass niemand seinen Abfall liegen lasse, oder meldeten Besch\u00e4digungen, so der Erste Vorsitzende.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00fcmmert sich der Verein um das im Jahr 1927 vom Rh\u00f6nklub errichteten Julius-T\u00fcrck-Denkmal, das zu Ehren des ehemaligen Hilderser Gerichtsassessors und bekannten Rh\u00f6ndichters, Dr. Julius T\u00fcrck, seinen Platz im Innenhof der Ruine gefunden habe, erz\u00e4hlt Emil Schmitt, der auch als Archivar der Historia Hilders fungiert. Gemeinsam mit seinen Kollegen und in Kooperation mit dem Stadt- und Kreisarch\u00e4ologen Dr. Frank Verse gehen die Mitglieder von Historia Hilders ab 2015 auf die Suche nach neuen Erkenntnissen rund um die Auersburg, denn es gibt Hinweise im Umfeld der Burg auf landwirtschaftlich genutzte H\u00f6fe. \u201eDas wird bestimmt eine spannende Angelegenheit\u201c, freuen sich Werner Schindlauer und Emil Schmitt auf das neue Projekt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hilders. Sie liegt versteckt zwischen den B\u00e4umen auf dem 738 Meter hohen Auersberg und lediglich ein massiv errichteter Aussichtsturm l\u00e4sst den Wanderer erahnen, dass am Ende des Weges ein jahrhundertealtes Relikt mit bewegter Geschichte darauf wartet, entdeckt zu werden. 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