{"id":130888,"date":"2014-10-23T00:09:22","date_gmt":"2014-10-23T00:09:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=130888"},"modified":"2014-10-22T16:37:25","modified_gmt":"2014-10-22T16:37:25","slug":"klebeeffekt-nach-dem-praktikum-arbeitscoach-claudia-limpert-kessler-lobt-die-gute-kooperation-zwischen-erich-kaestner-schule-und-betrieben-in-hilders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=130888","title":{"rendered":"\u201eKlebeeffekt\u201c nach dem Praktikum &#8211; ArbeitsCoach Claudia Limpert-Kessler lobt die gute Kooperation zwischen Erich-K\u00e4stner-Schule und Betrieben in Hilders"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_130889\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/513-Autohaus-1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-130889\" class=\"size-full wp-image-130889\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/513-Autohaus-1.jpg\" alt=\"Das Spektrum beim Autohaus Weber ist gro\u00df genug, dass Andreas M\u00fcller (2.v.r.) mit allen Facetten seines Lehrberufes wie Lagert\u00e4tigkeit, b\u00fcrowirtschaftlichen Abl\u00e4ufen oder Reinigen unterschiedlicher Materialien vertraut gemacht werden kann. Foto: M. Traber\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-130889\" class=\"wp-caption-text\">Das Spektrum beim Autohaus Weber ist gro\u00df genug, dass Andreas M\u00fcller (2.v.r.) mit allen Facetten seines Lehrberufes wie Lagert\u00e4tigkeit, b\u00fcrowirtschaftlichen Abl\u00e4ufen oder Reinigen unterschiedlicher Materialien vertraut gemacht werden kann.<br \/>Foto: M. Traber<\/p><\/div>\n<p>Hilders\/Tann-Neuswarts. Eigentlich war Andreas M\u00fcllers Traumberuf Landwirt. Doch dann bekam der Sch\u00fcler der Hilderser Erich-K\u00e4stner-Schule, F\u00f6rderschule f\u00fcr Lernhilfe, ein Angebot vom Autohaus Weber: Der Hilderser Betrieb suchte einen zuverl\u00e4ssigen Mitarbeiter f\u00fcr die Fahrzeug-Aufbereitung in der Waschhalle.<!--more--><\/p>\n<p>Ein Angestellter hatte den F\u00f6rdersch\u00fcler, der im 9. Schuljahr ein dreiw\u00f6chiges Praktikum in dem Unternehmen absolviert hatte, in guter Erinnerung behalten und empfahl ihn beim Chef f\u00fcr die T\u00e4tigkeit. \u201eDaf\u00fcr ist nicht jeder geeignet: Wir bereiten teilweise sehr hochwertige Wagen auf. Das erfordert Sorgfalt, ein Auge f\u00fcr Details und vor allem Liebe zu Autos\u201c, betont Gesch\u00e4ftsinhaber Thomas Weber.<\/p>\n<p>Er wandte sich an Claudia Limpert-Kessler, die als ArbeitsCoach des Landkreises Fulda f\u00fcr die Hilderser Mittelpunktschule und die Erich-K\u00e4stner-Schule zust\u00e4ndig ist und die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler berufsorientiert ab der 7. Klasse begleitet. Dazu geh\u00f6rt auch die Betreuung w\u00e4hrend der Praktika. Als Schnittstelle zwischen den Betrieben, Ausbildungstr\u00e4gern, der Agentur f\u00fcr Arbeit und den Schulen ist sie mit den verschiedenen M\u00f6glichkeiten des Ausbildungsmarktes bestens vertraut und stellte einen Kontakt zur Firma Gr\u00fcmel her. Denn die gemeinn\u00fctzige GmbH bietet sieben verschiedene Berufsausbildungen speziell f\u00fcr lernschwache oder anderweitig benachteiligte junge Menschen an, darunter die Lehre zum Fachpraktiker, beziehungsweise zur Fachpraktikerin f\u00fcr Verkaufsvorbereitung.<\/p>\n<p>Diese deutschlandweit einmalige Reha-Ausbildung wurde vor zw\u00f6lf Jahren von Gr\u00fcmel ins Leben gerufen und soll dazu bef\u00e4higen, Waren aller Art wie Fahrzeuge, Lebensmittel oder M\u00f6bel f\u00fcr den Verkauf herzurichten. Ein Motiv war, f\u00fcr Schulabg\u00e4nger, die gerne Kfz-Mechatroniker lernen wollten, damit jedoch \u00fcberfordert gewesen w\u00e4ren, eine M\u00f6glichkeit zu schaffen, in der begehrten Automobilbranche zu arbeiten.<\/p>\n<p>Normalerweise kooperiert die Gesellschaft f\u00fcr diese Ausbildung mit Betrieben aus verschiedenen Bereichen, doch Andreas M\u00fcller wird, abgesehen von Phasen bei Gr\u00fcmel, ausschlie\u00dflich bei Weber lernen. \u201eDas Spektrum dort ist gro\u00df genug, um Andreas mit allen Facetten des Berufs wie Lagert\u00e4tigkeit, b\u00fcrowirtschaftlichen Abl\u00e4ufen oder dem Reinigen ganz unterschiedlicher Materialien vertraut zu machen\u201c, erl\u00e4utert Karina Herold, Sozialp\u00e4dagogin bei Gr\u00fcmel. Die ersten zwei Monate seiner Ausbildung verbringt der im Tanner Stadtteil Neuswarts wohnende Jugendliche in Fulda bei Gr\u00fcmel.<\/p>\n<p>Im November wechselt er ins Hilderser Autohaus. Auch dann wird er weiterhin von seinem Ausbildungstr\u00e4ger fachlich und sozialp\u00e4dagogisch begleitet, sei es in Form von St\u00fctzunterricht f\u00fcr die Berufsschule oder bei der Vorbereitung auf die f\u00fcr den Beruf erforderliche F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung. Finanziert wird die Reha-Ausbildung von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.<\/p>\n<p>\u201eEs liegt an dir, was du aus deinem Leben machst\u201c, wendet sich Thomas Weber an den freundlich und zuvorkommend auftretenden 18-J\u00e4hrigen. Er sagt von sich selbst, dass er gerne junge Leute dabei unterst\u00fctze, selbstst\u00e4ndig zu werden und ihr Leben in die Hand zu nehmen. Perfekt m\u00fcsse bei ihm niemand sein, er ist Menschen mit Ecken und Kanten gewohnt. \u201eWir hatten schon Auszubildende, die in der Theorie hervorragend waren, aber praktisch nicht einsetzbar und umgekehrt\u201c, berichtet er von seinen Erfahrungen. \u201eDie meisten haben dann ihren Weg gefunden, vielleicht, weil wir ihnen eine Chance und ein Selbstwertgef\u00fchl geben konnten.\u201c<\/p>\n<p>Claudia Limpert-Kessler \u00e4u\u00dfert sich froh \u00fcber die ihrer Ansicht nach sehr gute Kooperation zwischen Schulen und ortsans\u00e4ssigen Unternehmen, die in den vergangenen Jahren immer mehr ausgeweitet worden sei. Sie hebt Thomas Webers Engagement hervor, der stets aufs Neue f\u00fcr ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Praktikumspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stelle. \u201eWir sind auf die Betriebe angewiesen\u201c, sagt sie. Die Praktika seien besonders f\u00fcr die F\u00f6rdersch\u00fcler wichtig, weil diese schulisch wenige Erfolgserlebnisse zu verbuchen h\u00e4tten und dann in der Praxis ihre F\u00e4higkeiten zeigen k\u00f6nnten. \u201eWir hoffen dabei auf den Klebeeffekt\u201c, formuliert Limpert-Kessler.<\/p>\n<p>Karina Herold lobt, dass Andreas M\u00fcller sehr gut in die Ausbildung gestartet sei. Seine Chancen, in knapp drei Jahren in dem Autohaus \u00fcbernommen zu werden, stehen gut: \u201eJeder unserer Angestellten hat auch schon bei uns gelernt\u201c, berichtet Thomas Weber. Wenn der junge Mann dann noch seinen F\u00fchrerschein in der Tasche hat, ist er seinem Traum von einem eigenen Audi ganz nahe. Und der Landwirtschaft m\u00f6chte er sich weiterhin in seiner Freizeit auf dem elterlichen Hof eines Freundes widmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hilders\/Tann-Neuswarts. 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