{"id":130882,"date":"2014-10-22T00:20:38","date_gmt":"2014-10-22T00:20:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=130882"},"modified":"2014-10-21T17:19:31","modified_gmt":"2014-10-21T17:19:31","slug":"10-jahre-fuldaer-tafel-e-v-fuer-8-millionen-euro-lebensmittel-an-beduerftige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=130882","title":{"rendered":"10 Jahre Fuldaer Tafel e.V.: F\u00fcr 8 Millionen Euro Lebensmittel an Bed\u00fcrftige"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fuldaer-Tafel-2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-130883\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fuldaer-Tafel-2-265x175.jpg\" alt=\"Fuldaer Tafel 2\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fuldaer-Tafel-2-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fuldaer-Tafel-2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. Alles begann zu Anfang des Jahres 2003 mit einer guten Idee: Bei einer Mitgliederversammlung des Rotary Clubs Rh\u00f6n wurde der Vorschlag gemacht, als gemeinn\u00fctziges Projekt eine Tafel in Fulda ins Leben zu rufen. Wegen der absehbaren Komplexit\u00e4t des Projekts Tafel allerdings legte man das Vorhaben zun\u00e4chst auf Eis, aber nur f\u00fcr wenige Monate: An einem sch\u00f6nen Sommerabend im Juni 2003 trafen sich die Pr\u00e4sidenten der Fuldaer Serviceclubs Lions und Rotary beim damaligen Pr\u00e4sidenten des Lions Clubs Fulda, Dr. J\u00f6rg Simon. Im Laufe des Abends beschloss man dort, als erstmalige und bisher einmalige gemeinsame Aktion aller Clubs eine Tafel f\u00fcr Fulda zu gr\u00fcnden.<!--more--><\/p>\n<p>Monatelange Vorbereitungen gingen der Gr\u00fcndungsversammlung am 29. Januar 2004 voraus, bei der sich die Pr\u00e4sidenten und Mitglieder aller sechs Serviceclubs f\u00fcr die Tafelgr\u00fcndung und ihre Anschubfinanzierung entschieden. Die Schirmherrschaft der neu gegr\u00fcndeten Fuldaer Tafel e.V. \u00fcbernahm Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller. Am 12. Oktober 2004 wurden schlie\u00dflich in den angemieteten R\u00e4umen in der Weserstra\u00dfe 33 im Fuldaer S\u00fcdend zum ersten Mal Lebensmittel an bed\u00fcrftige Menschen abgegeben.<\/p>\n<p>Dies ist jetzt fast genau zehn Jahre her, und die Fuldaer Tafel ist inzwischen zu einer Institution geworden, die ihren festen Platz unter den sozialen Initiativen in Stadt und Landkreis Fulda hat und hohe \u00f6ffentliche Wertsch\u00e4tzung erf\u00e4hrt. Die Bilanz der Tafel, in Zahlen ausgedr\u00fcckt, ist beeindruckend: Rund 5000 Tonnen guter Lebensmittel, die ansonsten h\u00e4tten vernichtet worden w\u00e4ren, wurden im Lauf der letzten zehn Jahre an Menschen weitergegeben, die sie dringend brauchen. Umgerechnet auf die Preise eines bekannten Discounters hatten diese Nahrungsmittel einen Wert von etwa 8 Millionen Euro. Und 250 000 unbezahlte Arbeitsstunden leisteten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafel, um die m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<p>Einmal pro Woche darf im Tafel-Laden in der Weserstra\u00dfe einkaufen, wer nach den Regels\u00e4tzen als arm gilt. Das sind vor allem Menschen, die von ALGII leben oder als Einzelperson ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze zur Verf\u00fcgung haben. Zum symbolischen Preis von zwei Euro pro Einkauf bekommen sie bei der Tafel Brot, Gem\u00fcse und Obst, Milchprodukte und gelegentlich auch Fleisch und Wurst. Hin und wieder hat die Tafel auch S\u00fc\u00dfigkeiten anzubieten: etwa Schokoladen-Nikol\u00e4use im Januar oder Ostereier kurz nach dem Fest, wenn sie als Saisonware in den Superm\u00e4rkten aussortiert worden sind. Die gr\u00f6\u00dfte Menge an S\u00fc\u00dfigkeiten, die bei der Fuldaer Tafel verteilt wurde, waren einmal 17 000 Tafeln Schokolade. Immer sind es jedoch einwandfreie Lebensmittel, die an die Tafel-Kunden weitergegeben werden.<\/p>\n<p>Um bei der Fuldaer Tafel einkaufen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich die Kunden unter Vorlage eines entsprechenden Bescheides im B\u00fcro der Fuldaer Tafel direkt beim Tafel-Laden registrieren lassen. Hier erhalten sie einen Einkaufsausweis, auf dem neben einem Foto auch wichtige Daten vermerkt sind, etwa die Zahl der Kinder. Dieser Ausweis berechtigt sie, sich einmal pro Woche an einem bestimmten Tag und zu einer festgelegten Zeit bei der Tafel mit guten Lebensmitteln zu versorgen. Ein rotierendes System sorgt daf\u00fcr, dass keiner der Kunden benachteiligt wird.<\/p>\n<p>Unter dem Leitwort der Tafel \u201eVerteilen statt Wegwerfen\u201c werden zurzeit rund 10 Tonnen Lebensmittel pro Woche an bed\u00fcrftige Menschen weitergegeben. \u00dcber die Eink\u00e4ufe der zurzeit etwa 1340 registrierten Tafel-Kunden werden insgesamt 3000 Menschen versorgt, darunter 1200 Kinder. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Tafel-Kunden sind Bezieher von ALGII, aber auch Rentner, Baf\u00f6g-Empf\u00e4nger, Menschen mit geringem Erwerbseinkommen und Bezieher von Grundsicherung kaufen bei der Tafel ein.<\/p>\n<p>Um den Tafelbetrieb am Laufen zu halten, ist eine ausgefeilte Logistik notwendig. Mit vier Transportern, darunter drei K\u00fchlfahrzeugen, werden an sechs Tagen pro Woche bei B\u00e4ckereien, Lebensmittelm\u00e4rkten, Gro\u00dfh\u00e4ndlern und Discountern im Umkreis von bis zu 100 Kilometern \u00fcbersch\u00fcssige Lebensmittel abgeholt. Im Sortierraum k\u00fcmmern sich ehrenamtliche Helfer darum, dass nur gute und einwandfreie Ware zum Verkauf bereitgestellt und leicht Verderbliches bis zum Verkauf im K\u00fchlraum aufbewahrt wird. Ehrenamtlich t\u00e4tig sind auch die Verk\u00e4uferinnen, die schlie\u00dflich die Einkaufsausweise der Kunden \u00fcberpr\u00fcfen und die Lebensmittel f\u00fcr sie in mitgebrachte Taschen und T\u00fcten packen. Jeder Einkauf wird registriert, so dass niemand unberechtigt bei der Tafel einkaufen kann.<\/p>\n<p>Rund 120 ehrenamtliche Helfer engagieren sich derzeit bei der Tafel als Fahrer, Sortierer, Verk\u00e4ufer und Mitarbeiter im B\u00fcro. Ohne sie, so sagt der erste Vorsitzende Heinz Steege, w\u00e4re die Arbeit der Tafel nicht m\u00f6glich. So ist bei der Fuldaer Tafel jeder willkommen, der als ehrenamtlich t\u00e4tiger Helfer seine Zeit und seine Arbeitskraft einbringen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Und ohne die Mitgliedsbeitr\u00e4ge der mehr als 300 Mitglieder des gemeinn\u00fctzigen Vereins Fuldaer Tafel e.V. und die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung vieler Spender w\u00e4ren die laufenden Kosten, etwa die Miete f\u00fcr die R\u00e4ume der Fuldaer Tafel und die notwendigen Ausgaben f\u00fcr die vier Fahrzeuge nicht zu bew\u00e4ltigen. Die Fuldaer Tafel ist auf Spenden angewiesen und f\u00fcr jede finanzielle Hilfe dankbar.<\/p>\n<p>Wer helfen m\u00f6chte, kann sich ehrenamtlich oder finanziell engagieren bei der<\/p>\n<p>Fuldaer Tafel e.V., Postfach 1740, Weserstra\u00dfe 33, 36043 Fulda. Telefon: 0661\/2505444, Telefax 0661\/2505446, E-Mail: <a href=\"mailto:buero@fuldaer-tafel.de\">buero@fuldaer-tafel.de<\/a>, Bankverbindung: Sparkasse Fulda, Spendenkonto IBAN: DE57 5305 0180 0000 0000 55.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Alles begann zu Anfang des Jahres 2003 mit einer guten Idee: Bei einer Mitgliederversammlung des Rotary Clubs Rh\u00f6n wurde der Vorschlag gemacht, als gemeinn\u00fctziges Projekt eine Tafel in Fulda ins Leben zu rufen. 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