{"id":130731,"date":"2014-10-19T10:53:50","date_gmt":"2014-10-19T10:53:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=130731"},"modified":"2014-10-19T10:53:50","modified_gmt":"2014-10-19T10:53:50","slug":"ein-abwechslungsreiches-biotopmosaik-praegt-das-naturschutzgebiet-steinkopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=130731","title":{"rendered":"Ein abwechslungsreiches Biotopmosaik pr\u00e4gt das Naturschutzgebiet \u201eSteinkopf\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/503-Steinkopf.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-130732\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/503-Steinkopf-265x198.jpg\" alt=\"503-Steinkopf\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/503-Steinkopf-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/503-Steinkopf.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>W\u00fcstensachsen. Das 1990 mit 25 Hektar ausgewiesene Naturschutzgebiet \u201eSteinkopf\u201c grenzt im S\u00fcdwesten und Westen an die Naturschutzgebiete \u201eKesselrain\u201c (seit 1968, 32 Hektar) und \u201eSchwarzwald\u201c (seit 1986, 98 Hektar) an. Gemeinsam mit diesen in ihrer Besonderheit schon vorgestellten Naturschutzgebieten (NSG) ist es Bestandteil eines Schutzgebietssystems, das sich um das seit 1979 bestehende NSG \u201eRotes Moor\u201c gruppiert.<\/p>\n<p>Durch den zus\u00e4tzlichen Kontakt mit dem auf bayerischer Seite sich befindenden NSG \u201eLange Rh\u00f6n\u201c, das zugleich seine s\u00fcdliche und \u00f6stliche Grenze bildet, ist hier eine gro\u00dffl\u00e4chige Kernzone innerhalb des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n entstanden. Als so genanntes Cluster-Biosph\u00e4renreservat besitzt dieses mehrere solcher r\u00e4umlich getrennter Kernzonen. Die Anerkennung der Rh\u00f6n als UNESCO-Biosph\u00e4renreservat erfolgte im M\u00e4rz 1991 aufgrund der Einzigartigkeit der durch extensive Nutzung gepr\u00e4gten Rh\u00f6ner Kulturlandschaft, deren besondere Repr\u00e4sentanz und der daraus ableitbaren Schutzw\u00fcrdigkeit.<!--more--><\/p>\n<p>Aufgrund ihrer gro\u00dfen biologischen Vielfalt und hohen \u00f6kologischen Wertigkeit wurde diese Mittelgebirgsregion damit als ein Gebiet von internationaler Bedeutung eingestuft und geh\u00f6rt gegenw\u00e4rtig zu den 15 in Deutschland bestehenden Reservaten dieser Schutzkategorie.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang stellt der Steinkopf, der durch die Stra\u00dfe von W\u00fcstensachsen nach Oberelsbach gut zu erreichen ist, gleichzeitig aber durch deren Verlauf vom Ulstertal, dem Kesselrain und dem Schwarzwald abgetrennt wird, einen Bereich dar, der sich durch ein Mosaik unterschiedlicher Biotoptypen auszeichnet. Hierbei reicht das Spektrum von feuchten Borstgrasrasen, ausgedehnten Quellfluren, mageren Bergwiesen \u00fcber Blockhalden, Lesesteinriegel mit Hecken bis hin zu naturnahen Waldbereichen.<\/p>\n<p>Der Wald setzt sich haupts\u00e4chlich aus Bergahorn-Ulmen-Blockschuttwald sowie aus verschiedenen montanen Buchenwaldgesellschaften zusammen. So ist beispielsweise der montane Waldgersten-Buchenwald auf westexponierten und kalkbeeinflussten Mittelhanglagen ausgebildet. Diese Waldgesellschaft ist sehr reich an Fr\u00fchjahrsbl\u00fchern. Der hierzu geh\u00f6rende B\u00e4rlauch bildet stellenweise eine geschlossene, wei\u00dfe, nach Knoblauch riechende Krautschicht aus.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Steinkopfes, der sich auf eine H\u00f6he von 888 m erhebt, ist jedoch mit Ausnahme des Westhangs unbewaldet und wird als Rinderhutung genutzt. W\u00e4hrend der S\u00fcd- und Nordhang kaum strukturiert ist, werden die offenen, nicht bewaldeten Areale des Westhangs durch Hecken und Geb\u00fcsche gegliedert.<\/p>\n<p>Neben den naturnahen Waldbereichen z\u00e4hlen die Gr\u00fcnl\u00e4nder zu den bedeutendsten Biotopen und tragen ma\u00dfgeblich zum Naturschutzwert dieses Gebietes bei. In Abh\u00e4ngigkeit von Ausgangsgestein, Bodengr\u00fcndigkeit, Wasserhaushalt und Nutzung k\u00f6nnen die bereits oben aufgef\u00fchrten Vegetationstypen unterschieden werden. Wei\u00dfe Pestwurz, Kugelige Teufelskralle, Trollblume, L\u00e4usekraut, Wollgras, Waldhyazinthe, Breitbl\u00e4ttrige Glockenblume oder Arnika sind nur einige der Pflanzenarten, die hier anzutreffen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>W\u00fcstensachsen. 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