{"id":130463,"date":"2014-10-13T13:46:39","date_gmt":"2014-10-13T13:46:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=130463"},"modified":"2014-10-14T13:48:23","modified_gmt":"2014-10-14T13:48:23","slug":"gelingende-erziehung-ohne-zwang-und-mit-wertschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=130463","title":{"rendered":"Gelingende Erziehung: Ohne Zwang und mit Wertsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Theater.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-130464\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Theater-265x143.jpg\" alt=\"Theater\" width=\"265\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Theater-265x143.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Theater.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Lauterbach. Die Fachschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik in Lauterbach hat ihr 20-j\u00e4hriges Bestehen gefeiert. Viele Wegbegleiter waren\u00c2\u00a0 zur Jubil\u00e4umsveranstaltung &#8211; verbunden mit einer Fachtagung &#8211; in die Sparkassen-Aula gekommen, um einen Blick zur\u00fcck auf die bisherige Arbeit zu werfen, aber auch, um sich der Zukunft zu widmen. Alle Redner und Gratulanten bescheinigten der Fachschule einen ausgezeichneten Ruf, die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher dort sei \u201ebesonders gut und anders als gew\u00f6hnlich\u201c. Die Studierenden selbst \u2013Studierende der Klasse 12 FSP \u2013 pr\u00e4sentierten ihre Ideen zu einer professionellen Erziehung: Ohne Zwang und Einengung, daf\u00fcr wertsch\u00e4tzend und ressourcenorientiert.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eBegonnen haben wir im August 1994 mit 29 Studierenden. Inzwischen ist die Nachfrage derart gestiegen, dass wir trotz Erh\u00f6hung der Ausbildungsplatzzahlen nicht alle Interessenten aufnehmen k\u00f6nnen\u201c, berichtete Holger Arnold, Schulleiter der Vogelsbergschule, in seiner R\u00fcckschau. Er bezeichnete die Fachschule als \u201erichtungweisend\u201c und als eine, die \u201eSpuren hinterlassen hat\u201c. Sein Dank ging an das Fachschulteam f\u00fcr die geleistete \u201eEntwicklungsarbeit\u201c und an die Praxiseinrichtungen und Kooperationspartner f\u00fcr deren Bereitschaft zur Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>In seinem Gru\u00dfwort nannte der Kreisbeigeordnete Gerhard Ruhl eine beeindruckende Zahl: Seit Bestehen der Fachschule wurden rund 800 Menschen in Voll- und Teilzeit zu Erzieherinnen und Erziehern ausgebildet, um den Bedarf an Fachkr\u00e4ften zu decken. Er betonte: \u201eNur wenn uns gelingt, in die Fr\u00fchp\u00e4dagogik zu investieren, k\u00f6nnen teure Folgekosten f\u00fcr Interventionsma\u00dfnahmen in der Jugendhilfe eingespart werden. Deswegen bin ich auch ein Verfechter \u00e2\u20ac\u0161Fr\u00fcher Hilfen\u00e2\u20ac\u2122. Ich streite aber auch f\u00fcr die gesellschaftliche Anerkennung des Erzieherberufes und eine angemessene Bezahlung der Fachkr\u00e4fte.\u201c Er verwies auch auf die gute Kooperation mit der Fachstelle f\u00fcr Kindertageseinrichtungen des Vogelsbergkreises, die im Jugendamt angesiedelt ist, und dankte der Schulleitung und dem Fachschulteam f\u00fcr die herausragende Arbeit.<\/p>\n<p>Das Lehrerteam mit seinem engagierten Einsatz, das Konzept, das eine enge Verbindung mit der sozialp\u00e4dagogischen Praxis entwickelt hat, und den regelm\u00e4\u00dfigen Austausch im Kollegenkreis bezeichnete Elke Fleischer, Abteilungsleiterin an der Vogelsbergschule, als \u201eJuwelen, die ich sehr sch\u00e4tze\u201c. Ihre W\u00fcnsche f\u00fcr die Zukunft: Ein starker Wille, dieses Konzept weiter zu vertreten und weiterzugeben, entstehende Turbulenzen zu bew\u00e4ltigen und auch in Zukunft f\u00fcr eine gute Atmosph\u00e4re zu sorgen.<\/p>\n<p>Langj\u00e4hrige Wegbegleiter aus der Jugendhilfeeinrichtung Lepperm\u00fchle in Buseck, einer Kinderkrippe der AWO Frankfurt und dem Haus am Kirschberg in Lauterbach teilten die Einsch\u00e4tzung, dass die Lauterbacher Fachschule deshalb so besonders ist, weil die Konzepte der Ausbildung in der Praxis gelebt werden. Aus Fachwissen und Pers\u00f6nlichkeitsbildung entst\u00fcnden dort Erzieherinnen und Erzieher mit einer guten Haltung und einem wissenden und wertsch\u00e4tzenden Umgang mit Menschen. \u201eDiese Schule ist anders\u201c res\u00fcmierte Henner Conrad vom Haus am Kirschberg, und stellte fest, dass er die meisten Absolventen, die im \u201eHaus am Kirschberg\u201c arbeiten, als \u201ereflektierte und zugewandte P\u00e4dagogen\u201c erlebt.<\/p>\n<p>Beim Blick in die Zukunft verwies er auf einen erh\u00f6hten Bedarf an Fachkr\u00e4ften und machte sich gleichzeitig Sorgen um eine m\u00f6gliche \u201eVerschlankung der Ausbildung, um schnell den n\u00f6tigen Nachwuchs zu produzieren\u201c. Er hoffe, dass die Fachschule mit ihrem guten Konzept dieser Tendenz etwas entgegensetze.<\/p>\n<p>\u201eHighlights der vergangenen 20 Jahre\u201c und die Frage \u201eWie k\u00f6nnen wir 20 plus denken?\u201c waren \u00dcberschriften von Norbert Ludwig, Mitglied des Teams der Fachschule. Darunter z\u00e4hlte er Henrike Selbmann als \u201eeine Frau der ersten Stunde\u201c, die sich f\u00fcr die Installierung einer Fachschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik an der Vogelsbergschule einsetzte, Karin Graue, Abteilungsleiterin in der Gr\u00fcndungsphase, die sich ebenfalls sehr aktiv und best\u00e4rkend diese Schulform gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n<p>Weiter geh\u00f6rten dazu Brigitte Folke, die sich als ehemalige Fachberaterin des Vogelsbergkreises darum bem\u00fcht hat, eine hochwertige Ausbildungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr Erzieherinnen im Vogelsbergkreis zu initiieren, Siegfried Scheld vom Hessischen Fortbildungswerk, der in der Anfangsphase \u201ePate\u201c f\u00fcr die Konzept- und Teamentwicklung war sowie Mechthild Krahl-T\u00fcmmler und Klaus-Peter Krahl, die mit ihren inhaltlichen Impulsen diesem Konzept zur Arbeit nach dem Situationsansatz auf die F\u00fc\u00dfe halfen.<\/p>\n<p>Highlights seien auch viele Kooperationspartner\u00c2\u00a0 \u2013\u00c2\u00a0 von den Kindertageseinrichtungen \u00fcber Jugendhilfeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe bis hin zu dem Jugendwaldheim \u201ePetershainer Hof\u201c, in dem die Studierenden Waldp\u00e4dagogik nahe gebracht bekommen sowie die gute Kooperation mit den beiden Kolleginnen aus der Fachberatung des Kreises, Claudia Pelinka und Monika Lein.<\/p>\n<p>Inge Fettig \u00fcberbrachte Gr\u00fc\u00dfe des Staatlichen Schulamts. Der Ansatz der Lauterbacher Fachschule wird dort sehr gesch\u00e4tzt. Ihr Appell war ein aufrichtiges: \u201eWeiter so!\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen der Jubil\u00e4umsverantaltung referierte die renommierte P\u00e4dagogin und Publizistin Daniela Kobelt-Neuhaus \u201eAusbildung nach dem Situationsansatz\u201c. Ein ausf\u00fchrlicher Bericht zu diesem Vortrag folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lauterbach. Die Fachschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik in Lauterbach hat ihr 20-j\u00e4hriges Bestehen gefeiert. Viele Wegbegleiter waren\u00c2\u00a0 zur Jubil\u00e4umsveranstaltung &#8211; verbunden mit einer Fachtagung &#8211; in die Sparkassen-Aula gekommen, um einen Blick zur\u00fcck auf die bisherige Arbeit zu werfen, aber auch, um sich der Zukunft zu widmen. 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