{"id":13033,"date":"2008-10-25T00:08:12","date_gmt":"2008-10-24T22:08:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=13033"},"modified":"2008-10-24T18:18:38","modified_gmt":"2008-10-24T16:18:38","slug":"brahms-requiem-im-fuldaer-dom-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=13033","title":{"rendered":"BRAHMS-REQUIEM im Fuldaer Dom"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Ein ganz besonderes Ereignis wird in diesem Herbst die erstmalige Auff\u00fchrung von<br \/>\n\u201eEin deutsches Requiem\u201c von Johannes Brahms am Samstag, 25. Oktober 2008 um 20.00 Uhr im Fuldaer Dom sein. Ausf\u00fchrende sind Natascha Jung, Sopran, Hans-Georg Dechange, Bass, Meininger Hofkapelle, Domchor Fulda und JugendKathedralChor Fulda unter der Gesamtleitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber.<!--more-->Wie bei mehreren der gro\u00dfen Kompositionen von Johannes Brahms zieht sich auch die Entstehungsgeschichte des \u201eDeutschen Requiems\u201c \u00fcber einen erheblichen Zeitraum hin. Ganz sicher waren der Tod seines Freundes Robert Schumann (1856) und der Tod seiner Mutter (1865) aufw\u00fchlende Ereignisse, die den Blick des jungen Brahms nachdr\u00fccklich auf die Thematik eines Requiems lenkten.<\/p>\n<p>Den Text, der die Komposition gestaltet, hat Brahms\u00c2\u00a0 genial und eigenwillig selbst aus der Bibel zusammengestellt. \u201eWas den Text betrifft, so will ich bekennen, dass ich gern auch das \u00e2\u20ac\u0161Deutsch\u00e2\u20ac\u2122 fortlie\u00dfe und einfach den \u00e2\u20ac\u0161Menschen\u00e2\u20ac\u2122 setzte\u201c. Dieses Zitat von Brahms benennt den Kern des Werkes: \u201eEin deutsches Requiem\u201c ist keine deutsche Fassung des lateinischen Requiem-Textes, sondern eine musikalische Totenfeier.\u00c2\u00a0 Ganz im Gegensatz zur traditionellen Bitte um Erl\u00f6sung der Toten steht bei Brahms der Mensch im Vordergrund \u2013 der Lebende, der Zur\u00fcckgelassene, der Trauer und Leid Tragende. Er soll getr\u00f6stet werden. Von diesem Leitgedanken ausgehend wird in den einzelnen S\u00e4tzen aus verschiedenen Perspektiven \u00fcber den Tod meditiert und reflektiert. Um den Begriff des Trostes sammeln sich Hoffnung und Geduld, Ruhe und Zuversicht<\/p>\n<p>Musikalisch steht das Requiem (op.45) in der Brahms-Biographie an einer Zentralstelle: Sowohl in der formalen Anlage als auch in den satztechnischen Details und Kompositionstechniken zeigt sich Brahms in gr\u00f6\u00dfter Meisterschaft, die ihn spontan zu einem der anerkanntesten Meister seiner Zeit machte.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Chor, der in keinem der sieben Requiemteile fehlt, steht als Klangk\u00f6rper und als Tr\u00e4ger des musikalischen und gedanklichen Gehalts im Mittelpunkt. Das klassische Brahms-Sinfonieorchester, welches hier zum Einsatz kommt, fungiert oftmals wie ein zweiter Chor: nicht begleitend und nicht dominierend, sondern antwortend und weiterf\u00fchrend. Auch die beiden Solisten (Sopran und Bariton) haben keine \u201ebeherrschende\u201c, sondern weitgehend einen in die Gesamtbesetzung integrierten Part.<\/p>\n<p>1869 berichtet eine Zeitung, Tausende h\u00e4tten diese Musik \u201estaunend, and\u00e4chtig und tief ergriffen\u201c erlebt.<\/p>\n<p>Karten sind in der Gesch\u00e4ftsstelle der Fuldaer Zeitung, Peterstor 18; Buchhandlung am Dom, Domdechanei 2 und im Sekretariat der Ch\u00f6re am Fuldaer Dom, Eduard-Schick-Platz 3, Tel: 0661-87390 erh\u00e4ltlich!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Ein ganz besonderes Ereignis wird in diesem Herbst die erstmalige Auff\u00fchrung von \u201eEin deutsches Requiem\u201c von Johannes Brahms am Samstag, 25. Oktober 2008 um 20.00 Uhr im Fuldaer Dom sein. 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