{"id":129909,"date":"2014-09-27T07:51:45","date_gmt":"2014-09-27T07:51:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=129909"},"modified":"2014-09-27T07:51:45","modified_gmt":"2014-09-27T07:51:45","slug":"erinnerung-an-die-opfer-des-krieges-und-des-naziregimes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=129909","title":{"rendered":"Erinnerung an die Opfer des Krieges und des Naziregimes"},"content":{"rendered":"<p><strong>H\u00fcnfeld. <\/strong> Der neugestaltete H\u00fcnfelder Bahnhof wurde nicht nur k\u00fcrzlich durch die Initiative Pro Bahn zum sch\u00f6nsten Kleinstadtbahnhof Deutschlands gek\u00fcrt, er war in seiner Geschichte auch Schauplatz tragischer Ereignisse, ausgel\u00f6st durch den zweiten Weltkrieg und die Verbrechen des NS-Regimes. Zur Erinnerung wird am Dienstag, 30. September, ab 11 Uhr am neu gestalteten Bahnhofsvorplatz ein Kunstwerk der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt, das dauerhaft an diese schrecklichen Geschehnisse erinnern soll, teilt B\u00fcrgermeister Stefan Schwenk mit.<!--more--><\/p>\n<p>Das Kunstwerk wurde durch den schlitzer K\u00fcnstler Dr. Uwe Barnickel gestaltet und tr\u00e4gt den Titel \u201eR\u00fcckkunft\u201c. Die Metallinstallation greift das Thema Bahnhof und das Leid, das Menschen dort wiederfahren ist, auf. Im Oktober 1944 verloren allein in der Unterf\u00fchrung des H\u00fcnfelder Bahnhofs 61 Menschen ihr Leben, als der Bahnhof bei einem Bombardement von einer Fliegerbombe getroffen wurde. Zahlreiche Bahng\u00e4ste und wartende Reisende hatten in der Unterf\u00fchrung Zuflucht vor den Angriffen gesucht, was f\u00fcr sie zur Todesfalle wurde. Kurz vor Ostern 1945 wurden im Rahmen der sogenannten Todesm\u00e4rsche von KZ-H\u00e4ftlingen rund 450 H\u00e4ftlinge zu Fu\u00df von Frankfurt nach H\u00fcnfeld getrieben und an diesem Bahnhof in Waggons verladen, um sie in Todeslager zu transportieren. Unter den Zwangsarbeitern, die in den Frankfurter Adlerwerken arbeiten mussten, waren auch 30 j\u00fcdische B\u00fcrger. Allein auf den letzten Kilometern dieses Todesmarsches wurden sechs H\u00e4ftlinge ermordet. Nur 30 von ihnen haben die Kriegszeit \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Der Bahnhof war auch der Ort, an dem sich V\u00e4ter und S\u00f6hne, die zum Kriegsdienst eingezogen wurden, von ihren Familien verabschieden mussten. Viele von ihnen kehrten nicht wieder heim.<\/p>\n<p>An all dieses Leid soll das Kunstwerk erinnern, das auf Vorschlag einer Jury unter Vorsitz der Sparkassenstiftung Hessen-Th\u00fcringen durch den Magistrat ausgew\u00e4hlt und vom Schlitzer K\u00fcnstler Dr. Uwe Barnickel geschaffen wurde. Der Jury geh\u00f6rten neben Vertretern der Sparkassenstiftung auch weiterf\u00fchrende Schulen H\u00fcnfelds, des Bisch\u00f6flichen Generalvikariats des Bistums Fulda, der Hessischen Kulturstiftung, des Jungen Kunstkreises H\u00fcnfelds sowie des Konrad-Zuse-Museums mit Stadt- und Kreisgeschichte in H\u00fcnfeld an. Finanziert wurde das Kunstwerk durch die Stiftung MUT und die Sparkassenstiftung Hessen-Th\u00fcringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. Der neugestaltete H\u00fcnfelder Bahnhof wurde nicht nur k\u00fcrzlich durch die Initiative Pro Bahn zum sch\u00f6nsten Kleinstadtbahnhof Deutschlands gek\u00fcrt, er war in seiner Geschichte auch Schauplatz tragischer Ereignisse, ausgel\u00f6st durch den zweiten Weltkrieg und die Verbrechen des NS-Regimes. Zur Erinnerung wird am Dienstag, 30. 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