{"id":129842,"date":"2014-09-26T00:15:20","date_gmt":"2014-09-26T00:15:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=129842"},"modified":"2014-09-25T16:01:53","modified_gmt":"2014-09-25T16:01:53","slug":"leichte-und-flexible-zukunft-fuer-schwere-nutzfahrzeuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=129842","title":{"rendered":"Leichte und flexible Zukunft f\u00fcr schwere Nutzfahrzeuge"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_01.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-129845\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_01-265x146.jpg\" alt=\"pm_23_09_2014_01\" width=\"265\" height=\"146\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_01-265x146.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_01.jpg 550w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Wiesbaden. Ein komplettes LKW-Chassis oder eine Kabine, die werkzeuglos in einem Fertigungsprozess \u201eon demand\u201c gefertigt werden kann und die Integration aller Funktionen ins Bauteil flexibel und variantenintensiv erm\u00f6glicht? Unm\u00f6glich? Was heute nach Utopie klingt, ist durch den enormen Fortschritt im Bereich der generativen Fertigung ein ganzes St\u00fcck erreichbarer geworden! Auf dem Stand in Hannover zeigt der Entwicklungsdienstleister EDAG anhand des 1:4 Demonstrators einer topologisch optimierten LKW Kabine inkl. der Chassisstruktur eindrucksvoll auf, welche revolution\u00e4ren Chancen die generative Fertigung f\u00fcr den Nutzfahrzeugsektor bereit h\u00e4lt. <!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_02.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-129843\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_02-265x240.jpg\" alt=\"pm_23_09_2014_02\" width=\"265\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_02-265x240.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_02.jpg 550w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Bionische Gestaltungsprinzipien, \u201eVariants on demand\u201c und Leichtbau inklusive! \u00e2\u20ac\u00a8Dass bezahlbarer Leichtbau f\u00fcr LKW\u00c2\u00b4s keine Vision ist, unterstreicht EDAG in Hannover mit ihrer Stahlleichtbau-Vorentwicklungsstudie f\u00fcr eine LKW-T\u00fcr. \u00e2\u20ac\u00a8Auch an die Fahrer der \u201eHeavy Trucks\u201c hat das Entwicklungsunternehmen gedacht und zeigt mit ihren \u201ePower Entry Konzepten\u201c eine serienf\u00e4hige oder nachr\u00fcstbare Ein- und Ausstiegshilfe f\u00fcr die Fahrer.<\/p>\n<p><strong>Nat\u00fcrlich leicht: Topologisch optimierte Kabine inkl. Chassis<\/strong><br \/>\nDass die Natur oft die beste Inspiration f\u00fcr technische L\u00f6sungen bereit h\u00e4lt, ist eine bekannte Tatsache. Die EDAG-Leichtspezialisten nahmen die filigrane und dennoch stabile Knochenstruktur der S\u00e4ugetiere als Vorlage, um einen neuen Weg bei der Konzeption einer leichten und stabilen Kabine inkl. eines passenden Chassis zu beschreiten. Das Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist eine topologisch optimierte Rahmenstruktur, die neben einer hohen Funktionsintegration zudem deutliche Gewichtsvorteile gegen\u00fcber konventionellen Bauweisen aufweist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_03.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-129844\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_03-265x188.jpg\" alt=\"pm_23_09_2014_03\" width=\"265\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_03-265x188.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_03.jpg 550w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Eine speziell konzipierte Sicherheitszelle innerhalb der Kabine sch\u00fctzt die Insassen vor den typischen Verletzungsrisiken in Crash-Szenarien.\u00e2\u20ac\u00a8Das neue Kabinenkonzept wurde von den Spezialisten f\u00fcr die Strukturabsicherung umfassend berechnet und topologisch optimiert. Basierend auf einer Stahlbauweise wurde die Kabine auf Steifigkeits- und Crash-Anforderungen ausgelegt. Die Kabine erf\u00fcllt neben einer hohen Biege- und Torsionssteifigkeit bereits heute auch die\u00c2\u00a0 ab 2017 g\u00fcltige Norm ECE R29-3 in vollem Umfang. Durch hinzu gewonnene Freiheitsgrade der Fertigungsmethode konnte die Schnittstelle zwischen Chassis und Kabine im Bezug auf das Package und die Funktionen optimiert werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-129846\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_04-265x239.jpg\" alt=\"pm_23_09_2014_04\" width=\"265\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_04-265x239.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_04.jpg 550w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Das passende Chassis-Konzept wurde von dem EDAG-Tochterunternehmen, R\u00fccker GmbH (Arbon\/Schweiz), beigesteuert. Auch hier wurde bewusst, eine topologisch gestaltete Struktur gew\u00e4hlt, um das Chassis nicht nur leichter zu machen, sondern auch auf die zu erwartenden, technischen Anforderungen der nahen Zukunft vorzubereiten. Schlie\u00dflich werden Anbauteile wie Kraftstofftanks und\u00c2\u00a0 Abgasnachbehandlungsanlagen immer schwerer und machen die\u00c2\u00a0 Anbindung an den bisherigen Leiterrahmen zunehmend anspruchsvoller und aufwendiger. \u00e2\u20ac\u00a8Die rundum geschlossene K\u00e4figstruktur des vorgestellten Chassis-Konzepts nutzt den Bauraum in Richtung Fahrbahn besser aus und bietet aufgrund seiner Fachwerkstruktur im Ergebnis ausreichende Steifigkeitswerte, um die zunehmende Belastung auch durch die Anbauteile aufzunehmen.<\/p>\n<p>Die filigrane K\u00e4figstruktur bietet neben den Gewichtsvorteilen und verbesserten Torsionseigenschaften eine flexiblere Anbindungsstruktur als der Leiterrahmen, um z.B. eine vordere Einzelradaufh\u00e4ngung oder eine Hinterachsf\u00fchrung zu integrieren.<\/p>\n<p><strong>Der Truck aus dem Drucker<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-129847\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_05-265x141.jpg\" alt=\"pm_23_09_2014_05\" width=\"265\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_05-265x141.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/pm_23_09_2014_05.jpg 550w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Einen revolution\u00e4ren Ausblick f\u00fcr die Zukunft der Nutzfahrzeugentwicklung und \u2013 fertigung stellt die EDAG mit seinen generativ gefertigten 1:4 Demonstrator einer LKW-Kabine inkl. des dazu passenden Chassis vor. Das Potenzial des \u201e3D Druckens\u201c ist beeindruckend gro\u00df. Gerade topologisch konzipierte, komplexe Geometrien k\u00f6nnten ohne Einschr\u00e4nkung, ohne Werkzeuge und in einem Fertigungsschritt sehr variantenintensiv aus Datens\u00e4tzen in Serie gefertigt werden. Damit w\u00e4re der Weg frei, um ma\u00dfgeschneiderte Trucks f\u00fcr jede Einsatzanforderung technisch und wirtschaftlich herstellen zu k\u00f6nnen. \u00e2\u20ac\u00a8\u201eComplexity for free\u201c und \u201eVariands on demand\u201c sind attraktive Vorteile der sich rasant entwickelten Technologie des generativen Fertigens.<\/p>\n<p>Bereits auf dem Genfer Salon im Fr\u00fchjahr diesen Jahres hat die EDAG Group mit seiner Fahrzeugskulptur \u201eEDAG GENESIS\u201c die fachliche Diskussion, um den praxisnahen Einsatz des 3D-Drucks f\u00fcr Strukturbauteile erfolgreich angesto\u00dfen. In einer Analyse wurden die Potenziale von aussichtsreichen Verfahren der generativen Fertigung n\u00e4her untersucht und mit Experten aus Forschung und Industrie diskutiert. Als Kandidaten f\u00fcr die Standortbestimmung des \u201eAdditive Manufacturing\u201c traten u.a. Technologien wie Fused Deposition Modelling (FDM), Selektive Laser Melting (SLM),\u00c2\u00a0 Selektive Laser Sintering (SLS), , bis hin zur Stereolithografie (SLA) an.<\/p>\n<p>Im Ergebnis stellten sich ein weiterentwickeltes FDM-Verfahren und nat\u00fcrlich auch das heute schon etablierte SLM als die aussichtsreichen Kandidaten f\u00fcr das Zukunftsthema der \u201egenerativen Fertigung\u201c dar. Im FDM-Verfahren k\u00f6nnen in Zukunft m\u00f6glicherweise nahezu beliebige Bauteilgr\u00f6\u00dfen herstellgestellt werden und durch das Einbringen von Endlos-Kohlefasern bessere Steifigkeitswerte erreicht werden.<\/p>\n<p>Der industrielle Einsatz der generativen Fertigungsverfahren steht zwar noch am<br \/>\nAnfang; die revolution\u00e4ren Vorteile im Hinblick auf Freiheitsgrade in der Entwicklung bis hin zur werkzeuglosen Fertigung machen diese Technologie zu einem Zukunftsthema.<br \/>\nAus heutiger Sicht ist eine Fertigung von Bauteilen und im n\u00e4chsten Schritt von Modulen durchaus erreichbar. Das Ziel, komplette Kabinen oder Chassis mit generativen Fertigungsverfahren produzieren zu k\u00f6nnen, ist leider heute noch von der industriellen Anwendung weit entfernt. Sie ist aber eine in der Industrie 4.0 realisierbare Option, die mit weiteren Anstrengungen in Forschung und Entwicklung durch EDAG mit Ihren Kunden und Partnern durchaus umsetzbar sein wird.<\/p>\n<p><strong>Bezahlbarer Leichtbau f\u00fcr morgen:<\/strong><br \/>\nMit der Vorentwicklungsstudie einer LKW-Leichtbaut\u00fcr stellt EDAG unter Beweis, dass stahlintensiver Leichtbau auch wirtschaftlich umgesetzt werden kann. \u00e2\u20ac\u00a8Statt einem mehrschaligen T\u00fcrrohbau mit zahlreichen Verst\u00e4rkungsblechen setzen die EDAG Leichtbauspezialisten auf einen durch Innenhochdruck umgeformten T\u00fcrrahmen als zentrales Element des T\u00fcrrohbaus.<\/p>\n<p>Die T\u00fcr kann wahlweise mit monolithischem Stahlblech oder Sandwichblech beplankt werden. Je nach Ausf\u00fchrung kann eine Gewichtsreduktion von bis zu 19 % bzw. 11 kg pro Kabine gegen\u00fcber einer konventionellen T\u00fcr in Schalenbauweise erzielt werden.<br \/>\nFerner \u00fcberzeugen auch die strukturellen Eigenschaften der Leichtbaut\u00fcr. So sind die Rahmensteifigkeit und Crash-Festigkeit deutlich erh\u00f6ht.\u00c2\u00a0 Durch den deutlich reduzierten Bauteilumfang und trotz einer aufgrund auf den ersten Blick kostenintensiven Technologieauswahl zeigt sich das EDAG Konzept in Summe wirtschaftlich absolut konkurrenzf\u00e4hig und unterbietet in einigen Varianten sogar die Herstellungskosten einer konventionellen Stahl-Schalenbauweise.<\/p>\n<p>Mensch und Maschine: Power Entry &#8211; leichter Einstieg in schwere Trucks<br \/>\nDer demografische Wandel ist ein Mega-Trend &#8211; auch f\u00fcr die Nutzfahrzeugbranche:\u00e2\u20ac\u00a8Hersteller und Speditionen m\u00fcssen sich in naher Zukunft auf ein h\u00f6heres Alter der LKW-Fahrer einstellen. Gerade das h\u00e4ufige und kr\u00e4ftezehrende Besteigen einer Fahrerkabine mit\u00c2\u00a0 1,70 m Bodenh\u00f6he wird gerade f\u00fcr \u00e4ltere Fahrer zunehmend zur Herausforderung werden. \u00e2\u20ac\u00a8Die EDAG Group hat sich diesem Aspekt angenommen und zwei Konzepte f\u00fcr das leichte und sichere Besteigen und Verlassen von Lkw-Kabinen konzipiert. Bei den eigen entwickelten Power-Entry- Konzepten \u201eLift Plate\u201c und \u201ePower Grip\u201c handelt es sich um Ein-\/Ausstiegshilfen mit unterschiedlichen Wirkprinzipien, die mit verschieden hohem Integrationsaufwand in serienm\u00e4\u00dfige Fahrerh\u00e4user integriert bzw. nachger\u00fcstet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich einem Treppenlift wird der Fahrer durch das komfortable \u201eLift-Plate-System\u201c beim Ein- und Aussteigen im Stehen sicher nach oben bzw. nach unten gefahren.<br \/>\nDas zweite, technologisch weniger aufwendigere Power-Grip-Konzept sieht einen leichteren Zugang zum untersten Tritt durch eine heraus fahrbare Klappstufe und eine wirksame Gewichtsentlastung durch angetriebene Haltegriffe beim Hochsteigen der Trittstufen vor.<br \/>\nBeide Power-Entry Konzepte wurden mittlerweile\u00c2\u00a0 patentiert und stehen bereit, um\u00c2\u00a0 in Kooperation mit einem Hersteller oder einem Zubeh\u00f6rlieferanten zur Serienreife entwickelt zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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