{"id":128766,"date":"2014-08-29T07:08:17","date_gmt":"2014-08-29T07:08:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=128766"},"modified":"2014-08-29T07:08:17","modified_gmt":"2014-08-29T07:08:17","slug":"tonnenweise-medikamente-landen-taeglich-im-muell-und-im-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=128766","title":{"rendered":"Tonnenweise Medikamente landen t\u00e4glich im M\u00fcll und im Wasser"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main. Tabletten, Salben oder S\u00e4fte: T\u00e4glich werden mehr als zehn Tonnen Medikamente in Hessen weggeworfen. Allein 2012 haben die Schadstoffmobile und Sammelstellen in Hessen insgesamt 4.000 Tonnen Arzneimittel angenommen und entsorgt; in der Stadt Frankfurt waren es im vergangenen Jahr 4,16 Tonnen. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) hin.<!--more--><\/p>\n<p>Bei den Zahlen handelt es sich allerdings nur um einen Bruchteil der ungenutzten Medikamente in Hessen: Dazu kommt noch der Anteil an Arzneimitteln, die t\u00e4glich im Hausm\u00fcll entsorgt werden. &#8220;Aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden spricht nichts dagegen, Medikamente im Restm\u00fcll zu entsorgen&#8221;, sagt Alexandra Sch\u00e4tzle, Pr\u00e4ventionsexpertin der TK. In Hessen wird der Restm\u00fcll verbrannt, sodass die Wirkstoffe nicht mehr in die Umwelt eindringen k\u00f6nnen. &#8220;Allerdings k\u00f6nnten kleine Kinder beim Spielen die bunten Pillen finden und f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr Bonbons halten&#8221;, gibt Sch\u00e4tzle zu Bedenken.<\/p>\n<p>Auf keinen Fall sollten Arzneimittel &#8211; ob abgelaufen oder nicht &#8211; in den Ausguss gesch\u00fcttet oder die Toiletten heruntergesp\u00fclt werden, da sie so in den Wasserkreislauf gelangen. Trotzdem gaben bei einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde (ABDA) 20 Prozent der Befragten an, Medikamente auch \u00fcber das Abwasser zu entsorgen. Medikamente sind oftmals nur langsam oder gar nicht biologisch abbaubar, deshalb gelangen sie in Fl\u00fcsse und Seen oder versickern sogar ins Grundwasser. In Hessen werden Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser regelm\u00e4\u00dfig nach R\u00fcckst\u00e4nden von Arzneimittelwirkstoffen untersucht. So werden beispielsweise in der Schwalm, im Main oder in der Nidda regelm\u00e4\u00dfig Reste der Schmerzmittel Diclofenac und Ibuprofen sowie des Antiepileptikums Carbamazepin und des Antibiotikums Sulfamethaxarol gefunden. Laut Bundesumweltamt lassen sich auch im Trinkwasser Arzneimittelr\u00fcckst\u00e4nde nachweisen. Darunter Ibuprofen, Diclofenac und der Blutfettsenker Bezafibrat.<\/p>\n<p>Nicht nur f\u00fcr die Umwelt w\u00e4re es besser, wenn Medikamentenm\u00fcll erst gar nicht entsteht. Gerade vor dem Hinblick stetig wachsender Ausgaben f\u00fcr Medikamente entsteht durch weggeworfene und nicht genutzte Arzneimittel auch ein gro\u00dfer finanzieller Schaden f\u00fcr die Gemeinschaft. &#8220;Deshalb ist es ratsam, mit dem behandelnden Arzt intensiv \u00fcber die Verordnungen zu sprechen und sich ein Medikament nur dann verschreiben zu lassen, wenn man auch wirklich bereit ist, es einzunehmen&#8221;, sagt Sch\u00e4tzle.<\/p>\n<p>Ist das Haltbarkeitsdatum von Medikamenten abgelaufen, sollten diese auf keinen Fall mehr eingenommen werden. Am besten gibt man diese in den Schadstoffmobilen oder anderen Abgabestellen der St\u00e4dte und Gemeinden ab. Auch einige Apotheken bieten einen Entsorgungs-Service an; gesetzlich verpflichtet sind sie dazu aber nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main. Tabletten, Salben oder S\u00e4fte: T\u00e4glich werden mehr als zehn Tonnen Medikamente in Hessen weggeworfen. 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