{"id":128744,"date":"2014-08-29T00:09:27","date_gmt":"2014-08-29T00:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=128744"},"modified":"2014-08-29T06:36:05","modified_gmt":"2014-08-29T06:36:05","slug":"klarer-kopf-im-trueben-wasser-die-stroemungsretter-und-taucher-der-dlrg-sind-helfer-in-extremsituationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=128744","title":{"rendered":"Klarer Kopf im tr\u00fcben Wasser &#8211; Die Str\u00f6mungsretter und Taucher der DLRG sind Helfer in Extremsituationen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_128745\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/409-DLRG-Wasserrettung.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-128745\" class=\"size-full wp-image-128745\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/409-DLRG-Wasserrettung.jpg\" alt=\"Hochwasserschutz\u00fcbung im Landkreis Fulda \u2013 die Mitglieder der Erweiterten Wasserrettungsgruppe und die anderen Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand f\u00fcr den Schutz der Bev\u00f6lkerung. Foto: privat\" width=\"560\" height=\"410\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-128745\" class=\"wp-caption-text\">Hochwasserschutz\u00fcbung im Landkreis Fulda \u2013 die Mitglieder der Erweiterten Wasserrettungsgruppe und die anderen Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand f\u00fcr den Schutz der Bev\u00f6lkerung. Foto: privat<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Das Szenario ist be\u00e4ngstigend: Im Fuldaer Aueweiher wird eine Person vermisst. Sichtweite unter der Wasseroberfl\u00e4che: gleich null. Es ist stockfinster. Eine Orientierung ist nur per Tasten m\u00f6glich. Was sich wie ein Krimi anh\u00f6rt, ist gl\u00fccklicherweise nur eine \u00dcbung der Erweiterten Wasserrettungsgruppe des DLRG-Bezirk Osthessen-Fulda.<!--more--><\/p>\n<p>Zu den absoluten Spezialisten geh\u00f6ren sowohl Rettungstaucher mit Flasche als auch Str\u00f6mungsretter. Das osthessische Team besteht aus mehr als 25 Leuten, das Altersspektrum reicht von achtzehn bis Mitte f\u00fcnfzig. \u201eSowohl die Taucher als auch die Str\u00f6mungsretter m\u00fcssen k\u00f6rperlich topfit und psychisch belastbar sein\u201c, erkl\u00e4rt Bezirksleiter Michael Hohmann.<\/p>\n<p>Dementsprechend hart und umfangreich ist die Ausbildung. Sie dauert f\u00fcr die Taucher zwei Jahre, die Str\u00f6mungsretter m\u00fcssen ein Jahr lernen und trainieren, um auf jede Eventualit\u00e4t vorbereitet zu sein. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden haben die Retter den so genannten Cooper-Test zu bestehen, der die allgemeine Ausdauer \u00fcberpr\u00fcft. In 12 Minuten gilt es, mindestens 2100 Meter zur\u00fcckzulegen. Die Anforderungen an die Helfer, schildert Hohmann, seien im Ernstfall und auch bei \u00dcbungen extrem. Wenn normale Schwimmer im Traum nicht auf die Idee k\u00e4men, einen Fluss mit hoher Flie\u00dfgeschwindigkeit zu durchqueren, bereite dies den Str\u00f6mungsrettern keinerlei Kopfzerbrechen. \u201eAngst vor Wasser darf man nicht haben, und auch im Kopf sollte man klar sein\u201c, nennt Hohmann zwei wichtige Tauglichkeitskriterien f\u00fcr die herausfordernde T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Die Mitglieder der speziellen DLRG-Einsatzeinheit m\u00fcssen aber nicht nur k\u00f6rperlich und geistig fit sein, sondern auch den Umgang mit Seilen, Schlauchboot und Funkger\u00e4t sowie spezielle Techniken beherrschen, zudem \u00fcber sanit\u00e4terisches Know-how verf\u00fcgen. \u201eDiese ehrenamtliche Arbeit ist sehr zeitintensiv\u201c, betont Hohmann, der als Bezirksleiter w\u00f6chentlich zehn bis f\u00fcnfzehn Stunden investiert.<\/p>\n<p>Der Wasserrettungstrupp ist in den Katastrophenschutz eingebunden. Die im Einsatzfall alarmierten Einheiten k\u00f6nnen mit zus\u00e4tzlichen Einheiten aus dem Landesverband Hessen zu kompletten Wasserrettungsz\u00fcgen zusammengeschlossen werden. Bei Katastrophenschutzlagen wie \u00dcberschwemmungen oder Deichbr\u00fcchen bei Hochwasser ist schnelle und effektive Hilfe notwendig.<\/p>\n<p>Im Landkreis absolvieren die Wasserretter in der Regel gl\u00fccklicherweise nur vorbeugende Eins\u00e4tze, beispielsweise \u00fcbernehmen sie bei Kanumeisterschaften die Sicherung neuralgischer Punkte an der Fulda. Michael Hohmann selbst war beim Juni-Hochwasser im vergangenen Jahr, von dem unter anderem Sachsen-Anhalt nach tagelangen Regenf\u00e4llen schlimm betroffen war, zehn Tage im Krisengebiet unterwegs. Werden die Wasserretter gerufen, so ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, diese von ihrem Job freizustellen. Den Lohnersatz zahlt dann die anfordernde Stelle, in der Regel das Innenministerium.<\/p>\n<p>In den Sommermonaten unterst\u00fctzen Mitglieder des Wasserrettungstrupps die Kollegen der Wasserwacht und Rettungsschwimmer am Nieder Mooser See im angrenzenden Vogelsbergkreis. Hohmann zufolge ist dies ebenfalls eine gute M\u00f6glichkeit, um wichtige Handgriffe und F\u00e4higkeiten zu trainieren und auch die l\u00e4uferische Fitness aufrecht zu erhalten. Denn der n\u00e4chste Cooper-Test kommt bestimmt.<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong><\/p>\n<p>Wie viele andere Vereine und Organisationen freuen sich auch die Wasserretter der DLRG Osthessen-Fulda \u00fcber Nachwuchs. Das Spektrum der T\u00e4tigkeiten, um seine individuellen Vorlieben und St\u00e4rken einzubringen, ist gro\u00df. N\u00e4here Informationen und Ansprechpartner gibt es im Internet unter www.bez-osthessen-fulda.dlrg.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Das Szenario ist be\u00e4ngstigend: Im Fuldaer Aueweiher wird eine Person vermisst. Sichtweite unter der Wasseroberfl\u00e4che: gleich null. Es ist stockfinster. Eine Orientierung ist nur per Tasten m\u00f6glich. 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