{"id":128201,"date":"2014-08-12T00:10:35","date_gmt":"2014-08-12T00:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=128201"},"modified":"2014-08-12T06:58:28","modified_gmt":"2014-08-12T06:58:28","slug":"netzwerk-fuer-erziehungshilfe-zieht-bilanz-ueber-1-100-familien-begleitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=128201","title":{"rendered":"Netzwerk f\u00fcr Erziehungshilfe zieht Bilanz &#8211; \u00dcber 1.100 Familien begleitet"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_128202\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/385-Netzwerk-Mitarbeiter.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-128202\" class=\"size-full wp-image-128202\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/385-Netzwerk-Mitarbeiter.jpg\" alt=\"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerk f\u00fcr Erziehungshilfe \/ Foto: Burkhardt\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-128202\" class=\"wp-caption-text\">Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerk f\u00fcr Erziehungshilfe \/ Foto: Burkhardt<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Eigentlich sind Schule und Jugendhilfe zwei getrennte Systeme. Dass diese beiden Systeme aber sehr erfolgreich zusammenarbeiten k\u00f6nnen, beweist das Netzwerk f\u00fcr Erziehungshilfe, das in diesem Jahr bereits sein zehnj\u00e4hriges Bestehen feiert.<!--more--><\/p>\n<p>Als das Netzwerk, das von der Jugendhilfe des Landkreises und der Stadt Fulda sowie vom Staatlichen Schulamt gegr\u00fcndet wurde, im Sommer 2004 seine Arbeit aufnahm, bestand das Team aus drei Mitarbeitern (einem F\u00f6rderschullehrer, zwei Sozialp\u00e4dagogen), und das Konzept passte auf zwei DIN A 4- Seiten.<\/p>\n<p>\u201eWir wussten, dass die Zahl der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Entwicklungs- und Verhaltens-auff\u00e4lligkeiten gestiegen war und wollten gemeinsam ortsnahe Unterst\u00fctzungs-angebote entwickeln\u201c, erinnert sich Diplom-Sozialp\u00e4dagogin Susanne M\u00f6ller, die seit der ersten Stunde Mitarbeiterin des Netzwerks, mittlerweile aber Sachgebietsleiterin und Koordinatorin der Jugendhilfe ist.<\/p>\n<p>Nach einer Umfrage an den Schulen in Stadt und Landkreis Fulda hatten Susanne M\u00f6ller und ihre Kollegen eine erste Vorstellung vom Bedarf. Daraufhin wurden Meldeb\u00f6gen entwickelt, und mit dem Start des Schuljahrs 2004\/2005 konnten die Schulen ihren tats\u00e4chlichen Bedarf beim Netzwerk anmelden.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die Fallarbeit, also den Erstkontakt mit den Sch\u00fclern beziehungsweise Familien, die Beratung und Diagnostik waren wir von Beginn an als F\u00f6rderschullehrer und Sozialp\u00e4dagogen selbst zust\u00e4ndig\u201c, erkl\u00e4rt Susanne M\u00f6ller. \u201eDank einer Kooperation mit Projekt \u00e2\u20ac\u02dcPetra\u00e2\u20ac\u02dc konnte die sozialp\u00e4dagogische Hilfe dann \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum &#8211; bis zu zwei Jahren &#8211; in den Familien erfolgen. Parallel dazu waren F\u00f6rderschullehrer ambulant in den Schulen t\u00e4tig.\u201c<\/p>\n<p>An diesem \u201eTandem-Konzept\u201c, sprich der intensiven Zusammenarbeit von einem F\u00f6rderschullehrer und einem Sozialp\u00e4dagogen, hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert. Ver\u00e4ndert haben sich allerdings der Standort des Netzwerks, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Breite und Tiefe des F\u00f6rderangebots.<\/p>\n<p>\u201eEs wurde sehr schnell sehr viel mehr\u201c, erinnert sich Susanne M\u00f6ller, \u201eso dass wir das Team vergr\u00f6\u00dfern, aber auch \u00fcber spezifischere F\u00f6rderangebote nachdenken mussten, da es sich gezeigt hatte, dass die ambulante F\u00f6rderung nicht in allen F\u00e4llen ausreichte.\u201c<\/p>\n<p>So entstand zun\u00e4chst das Konzept der Auszeitklasse, in der Kinder der Jahrgangsstufe 1 bis 6 mit Auff\u00e4lligkeiten im emotionalen und\/oder sozialen Bereich f\u00fcr 12 bis maximal 16 Unterrichtswochen gemeinsam von einem F\u00f6rderschullehrer und einem Sozialp\u00e4dagogen intensiv gef\u00f6rdert, unterrichtet und betreut werden.<\/p>\n<p>Die erste Auszeitklasse wurde im Dezember 2008 in der Lioba-Stra\u00dfe er\u00f6ffnet. Im Zuge dessen hatte auch das Netzwerk seine \u201eZentrale\u201c vom Georg-Stieler-Haus in die Leipziger Stra\u00dfe verlegt. Vier Jahre sp\u00e4ter zogen das Netzwerk und die Auszeitklasse in das neue Kompetenzzentrum f\u00fcr Sprache und Erziehung nach Petersberg um. Dort wurde auch die erste Durchgangsklasse er\u00f6ffnet, der ebenfalls die Idee der Auszeitklasse zu Grunde liegt, der F\u00f6rderzeitraum dort jedoch bei bis zu zwei Jahren liegen kann. Sowohl bei der Auszeitklasse als auch bei der Durchgangsklasse lautet das Ziel, die Kinder nach dem F\u00f6rderzeitraum in ihre Stammschule zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00dcber 1.100 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie deren Familien wurden im Laufe der letzten zehn Jahre im Netzwerk f\u00fcr Erziehungshilfe betreut, beraten und begleitet. Aktuell sind es laut Susanne M\u00f6ller rund 320 Kinder und Jugendliche, die vom Netzwerk betreut werden. 30 Kinder besuchen die Auszeit- beziehungsweise Durchgangsklassen und zirka 70 Kinder stehen auf der Warteliste des Netzwerks, das inzwischen \u00fcber 30 Mitarbeiter z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u201eGrunds\u00e4tzlich greift das Konzept, das sich \u00fcber die Jahre ver\u00e4ndert hat und st\u00e4ndig weiterentwickelt wurde, sehr gut\u201c, betont Susanne M\u00f6ller. Das Netzwerk hat sich in der Region mittlerweile bestens etabliert, und ich bin sehr froh, dass wir so viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die ihre Fachkompetenz, ihre Pers\u00f6nlichkeit und ihre Ideen einbringen, damit diese intensive Kooperation auch in Zukunft erfolgreich und gewinnbringend f\u00fcr alle Beteiligten ist.\u201c (Dorit Heydenreich)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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