{"id":128153,"date":"2014-08-11T00:20:59","date_gmt":"2014-08-11T00:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=128153"},"modified":"2014-08-11T06:22:52","modified_gmt":"2014-08-11T06:22:52","slug":"sabine-frank-und-erzsebet-nuechter-sind-wir-koordinatorinnen-des-landkreises","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=128153","title":{"rendered":"Sabine Frank und Erzs\u00e9bet N\u00fcchter sind WIR-Koordinatorinnen des Landkreises"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/390-WIRKoordinatorinnen-e1407738142346.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-128155\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/390-WIRKoordinatorinnen-e1407738142346.jpg\" alt=\"390-WIRKoordinatorinnen\" width=\"559\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/390-WIRKoordinatorinnen-e1407738142346.jpg 559w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/390-WIRKoordinatorinnen-e1407738142346-265x157.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 559px) 100vw, 559px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aufeinander zugehen und die Andersartigkeit des anderen wertsch\u00e4tzen: Integration kann nur gelingen, wenn alle daran mitarbeiten. Nicht von ungef\u00e4hr hei\u00dft deshalb ein neues Projekt, das im Landkreis Fulda realisiert wird, in der Kurzform \u201eWIR\u201c. Koordiniert wird es von Sabine Frank und Erzs\u00e9bet N\u00fcchter.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eWegweisende Integrationsans\u00e4tze realisieren\u201c hei\u00dft der vollst\u00e4ndige Name des Programms, das mit hessischen Landesmitteln gef\u00f6rdert wird. Seit 1. April ist Sabine Frank (43) im Amt, Erzs\u00e9bet N\u00fcchter (33) seit 1. Juli. \u201eUnsere Arbeit zielt auf die interkulturelle \u00d6ffnung der Verwaltung\u201c, sagt Frank und f\u00fchrt aus: \u201eWir sind keine Beschwerdestelle f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund. Vielmehr geht es darum, innerhalb der Kreisverwaltung Strukturen zu b\u00fcndeln oder zu schaffen, die Integration erm\u00f6glichen oder erleichtern.\u201c Daher sind die Koordinatorinnen keinem Fachdienst zugeordnet sondern stimmen sich direkt mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld ab.<\/p>\n<p>Bevor die beiden Frauen jedoch konkrete Empfehlungen geben k\u00f6nnen, wollen sie mit den Fachdienstverantwortlichen sprechen und eine Art \u201eBestandsaufnahme\u201c machen. \u201eEs gibt schon viele positive Initiativen und Projekte, wie etwa Deutschkurse f\u00fcr Asylbewerber, die weit \u00fcber das vom Gesetz Geforderte hinausgehen\u201c, erl\u00e4utert Frank, \u201enun gilt es die Informationen zusammenzutragen.\u201c In einem weiteren Schritt wollen sie herausfinden, was zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigt wird. Das k\u00f6nnten etwa mehrsprachige Infomaterialien sein oder Fort- und Weiterbildungen f\u00fcr Mitarbeiter. Dar\u00fcber hinaus ist es die Aufgabe der Koordinatorinnen, in bestehenden Netzwerken aktiv zu sein und Ans\u00e4tze von au\u00dfen in die Kreisverwaltung einzubringen.<\/p>\n<p>Dass sie in ihrer Arbeit \u201eauf ein gro\u00dfes Interesse und Offenheit in den Fachdiensten sto\u00dfen\u201c, freut sie besonders. Vielleicht ist es dabei auch ein Vorteil, dass sie einigen Mitarbeitern nicht ganz fremd sein d\u00fcrften: Sabine Frank ist seit 2008 beim Landkreis besch\u00e4ftigt, zuletzt war sie in der Schutzambulanz t\u00e4tig. Erzs\u00e9bet N\u00fcchter hat zuletzt im Kreisjobcenter gearbeitet. Doch beide Frauen bringen neben ihrer fachlichen Qualifikation \u2013 N\u00fcchter hat in Fulda Sozialrecht studiert, Frank Sozial- und Kulturwissenschaft und zehn Jahre in der Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde gearbeitet\u2013 auch eine pers\u00f6nliche Verbundenheit mit ihrem neuen Arbeitsschwerpunkt mit: Die Erfahrung, als Ausl\u00e4nder in ein fremdes Land zu kommen.<\/p>\n<p>\u201eIch habe f\u00fcnf Jahre in England gelebt und wurde dort mit Ressentiments mir als Deutsche gegen\u00fcber konfrontiert\u201c, erinnert sich die aus Tann stammende Frank. Die geb\u00fcrtige Ungarin Erzs\u00e9bet N\u00fcchter blieb gl\u00fccklicherweise von solchen Erlebnissen verschont als sie vor 13 Jahren nach Fulda kam. \u201eEigentlich wollte ich nur f\u00fcr ein Jahr nach Deutschland als Teil meiner Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau, um die deutsche Sprache zu lernen\u201c, erz\u00e4hlt die 33-J\u00e4hrige. Doch sie blieb, studierte in Fulda, hat nach verschiedenen beruflichen Stationen einen Osthessen geheiratet und eine Familie gegr\u00fcndet: \u201eMein Sohn w\u00e4chst zweisprachig auf \u2013 aber Ungarisch sprechen wir nur zuhause, um keine Distanz zu anderen entstehen zu lassen.\u201c<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer Biographien ist das Thema \u201eIntegration\u201c f\u00fcr beide auch eine Herzensangelegenheit. \u201eViele \u00c4ngste beruhen auf Nichtwissen, vielleicht k\u00f6nnen wir dazu beitragen, dass Zuwanderer als Gewinn f\u00fcr die Gesellschaft gesehen werden\u201c, w\u00fcnscht sich N\u00fcchter. Und Frank wirbt daf\u00fcr, \u201eeine Willkommenshaltung zu einem Teil der eigenen Professionalit\u00e4t zu machen\u201c. Dazu geh\u00f6rt dann auch interkulturelle Kompetenz \u2013 etwa zu wissen, dass eine Begr\u00fc\u00dfung ohne Handschlag nicht zwangsl\u00e4ufig unh\u00f6flich gemeint ist. Noch stehen die Koordinatorinnen am Anfang ihrer Arbeit. Das Projekt wird zun\u00e4chst f\u00fcr ein Jahr mit der Option auf Verl\u00e4ngerung gef\u00f6rdert. Inhaltlich haben sie sich hohe Ziele gesteckt: \u201eIntegration ist dann erfolgreich, wenn wir nicht mehr von \u00e2\u20ac\u0161Menschen mit Migrationshintergrund\u00e2\u20ac\u02dc sprechen\u201c, sagt N\u00fcchter. \u201eUnd unsere Arbeit war erfolgreich, wenn wir uns als Koordinatorinnen \u00fcberfl\u00fcssig gemacht haben\u201c, erg\u00e4nzt Frank mit einem Lachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Aufeinander zugehen und die Andersartigkeit des anderen wertsch\u00e4tzen: Integration kann nur gelingen, wenn alle daran mitarbeiten. Nicht von ungef\u00e4hr hei\u00dft deshalb ein neues Projekt, das im Landkreis Fulda realisiert wird, in der Kurzform \u201eWIR\u201c. 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