{"id":12802,"date":"2008-10-16T00:34:15","date_gmt":"2008-10-15T22:34:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=12802"},"modified":"2008-10-15T21:03:30","modified_gmt":"2008-10-15T19:03:30","slug":"gemeinsam-ist-besser-als-einsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=12802","title":{"rendered":"&#8220;Gemeinsam ist besser als einsam&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/081015-einsam.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-12803\" title=\"081015-einsam\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/081015-einsam-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Vogelsbergkreis.<\/strong> &#8220;Gemeinsam statt einsam&#8221; war das Motto eines Treffens von Seniorenvertretern aus dem ganzen Vogelsbergkreis, das vor Kurzem im Kirtorfer Rathaus stattfand. Eingeladen hatte Rosemarie M\u00fcller, Seniorenbeauftragte des Kreises, und Karl Dickhaut, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Kirtorf. Dr. Bernd Liller, Seniorenbeirats-Vorsitzender in Lauterbach, informierte in seinem Referat \u00fcber die Vielfalt neuer Wohnformen im Alter.<!--more-->Der Teilnehmerkreis werde immer gr\u00f6\u00dfer, freute sich Rosemarie M\u00fcller. Dies zeige, &#8220;dass wir auf dem richtigen Weg sind&#8221;. Sie bedankte sich bei Karl Dickhaut, J\u00fcrgen D\u00f6ring von der Stadtverwaltung und bei B\u00fcrgermeister Ulrich K\u00fcnz f\u00fcr den herzlichen Empfang. K\u00fcnz stellte die Bedeutung dieser Treffen heraus: &#8220;Mit Rosemarie M\u00fcller haben wir im Kreis eine Seniorenbeauftragte, die nicht nur hoch motiviert, sondern auch mit viel Herz und Verstand die Dinge angeht und nach praktikablen L\u00f6sungen sucht&#8221;. Sein Dank galt allen Anwesenden, die mit hohem Engagement f\u00fcr die \u00e4lteren Menschen im Vogelsbergkreis &#8220;in ganz unterschiedlicher Art und Weise Gro\u00dfartiges leisten&#8221;. Seit 1994 gebe es in Kirtorf schon einen gew\u00e4hlten Seniorenbeirat. Alleine das zeige, dass in Kirtorf Senioren schon immer eine wichtige Rolle spielten, so K\u00fcnz. Dies best\u00e4tigte Vorsitzender Karl Dickhaut, der einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit vor Ort gab. Er hob insbesondere die  Unterst\u00fctzung durch J\u00fcrgen D\u00f6ring in der Stadtverwaltung hervor.<\/p>\n<p>&#8220;Alle Kommunen sind vom demographischen Wandel betroffen &#8211; vor Ort werden die Ver\u00e4nderungen und ihre Auswirkungen konkret immer sp\u00fcrbarer. Selbst bei uns auf dem Land zerbr\u00f6selt die Gro\u00dffamilie immer mehr. Ab 2030 werden die aktiven Alten weniger, die \u00fcber 80-J\u00e4hrigen nehmen zu&#8221;, so Dr. Bernd Liller, Vorsitzender des Seniorenbeirates Lauterbach. Sein Referat hatte das Thema: &#8220;Neue Wohnformen im Alter&#8221;. Die &#8220;aktiven Alten&#8221;, die so genannte &#8220;Versorgungsgeneration&#8221;, werde immer kleiner. Damit schwinden automatisch Einfluss auf Pflege, Bauen usw. Dieser Umstand werde unweigerlich zu Versorgungsl\u00fccken f\u00fchren. Die Generation der 80- bis90-J\u00e4hrigen werde sich in den kommenden 20 Jahren verdreifachen. Seit langem besch\u00e4ftige man sich damit, nach geeigneten L\u00f6sungen f\u00fcr die \u00e4lteren Menschen zu suchen, um ihnen ihre gewohnte h\u00e4usliche Umgebung zu erhalten. Viele unterschiedliche Wohnformen w\u00fcrden mittlerweile erprobt und angeboten. &#8220;F\u00fcr die, die nach uns kommen, muss heute die Vorarbeit geleistet werden&#8221;, so Dr. Liller.<\/p>\n<p>Aber welche ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich die richtige Wohnform? Welche l\u00e4sst sich in meiner Gemeinde oder Stadt realisieren? Diesen Fragen m\u00fcsse man sich stellen und nach individuellen Modellen suchen, dar\u00fcber waren sich die Anwesenden einig und stellten in einer angeregten Diskussion fest, dass es hierzu eines generationen-\u00fcbergreifenden Handelns bedarf. Ein wichtiges Kriterium ist f\u00fcr \u00e4ltere behinderte Menschen die barrierefreie Gestaltung des Wohnraumes. Unterschiedliche Wohnformen wie &#8220;Betreutes Wohnen&#8221;, Haus- und Wohngemeinschaften, Mehr-Generationen-Wohnen, Altendd\u00f6rfer, genossenschaftliche Wohnformen sowie betreute Wohngruppen kennzeichnen die Vielfalt der M\u00f6glichkeiten. Erstrebenswertes Ziel m\u00fcsse es sein, den Gemeinsinn wieder verst\u00e4rkt in unseren Fokus zu r\u00fccken, &#8220;denn auch die heutigen Jungen werden irgendwann \u00e4lter sein und Hilfe und Beistand ben\u00f6tigen&#8221;, so das allgemeine Fazit der Anwesenden.<\/p>\n<p>Nachdem sich alle am reichlichen B\u00fcfett gest\u00e4rkt hatten, besichtigten sie gemeinsam das gegen\u00fcberliegende Museum der Stadt, indem sich auf vier Etagen liebevoll zusammengetragene Exponate pr\u00e4sentieren und aus dem Leben bekannter Kirtorfer Pers\u00f6nlichkeiten erz\u00e4hlen. Noch bis 26. Oktober steht dem Besucher dort die  Wanderausstellung des Lauterbacher Heimatforschers Alfred Schneider zum Thema Vogelsbergvulkanismus als besonderes  Anschauungsobjekt zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>FOTO:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Seniorenvertreter aus dem gesamten Vogelsbergkreis informierten sich in Kirtorf \u00fcber &#8220;Neue Wohnformen im Alter&#8221;. Seniorenbeauftragte Rosemarie M\u00fcller (Dritte von rechts) hatte eingeladen, Dr. Bernd Liller (links), Vorsitzender des Lauterbacher Seniorenbeirats, hielt ein Referat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. &#8220;Gemeinsam statt einsam&#8221; war das Motto eines Treffens von Seniorenvertretern aus dem ganzen Vogelsbergkreis, das vor Kurzem im Kirtorfer Rathaus stattfand. Eingeladen hatte Rosemarie M\u00fcller, Seniorenbeauftragte des Kreises, und Karl Dickhaut, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Kirtorf. 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