{"id":12791,"date":"2008-10-15T00:30:46","date_gmt":"2008-10-14T22:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=12791"},"modified":"2008-10-14T20:02:26","modified_gmt":"2008-10-14T18:02:26","slug":"vereinbarkeit-von-familie-und-beruf-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=12791","title":{"rendered":"Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/081014-frau.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-12792\" title=\"081014-frau\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/081014-frau-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Vogelsbergkreis.<\/strong> Familiendezernentin Sylke Emmermann und Jugenddezernent Landrat Rudolf Marx sind sich einig: um zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gelangen, kommt im l\u00e4ndlich strukturierten Vogelsbergkreis dem Ausbau von Tagespflege-Angeboten eine zentrale Bedeutung zu. Der Bundesgesetzgeber will mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz bis 2013 erreichen, dass im Durchschnitt f\u00fcr 35 Prozent der Kinder von Null bis Drei eine Betreuungsm\u00f6glichkeit zur Verf\u00fcgung steht. Danach sieht das Gesetz sogar einen generellen gesetzlichen Anspruch vor.<!--more-->Gegenw\u00e4rtig stehen f\u00fcr rund 10 Prozent der unter dreij\u00e4hrigen Kinder &#8211; rund 250 Pl\u00e4tze &#8211; Angebote im Kreis zur Verf\u00fcgung. Die vom Bund geforderten 35 Prozent &#8211; das w\u00e4ren dann rund 850 Pl\u00e4tze &#8211; sollen zu zwei Dritteln baulich geschaffen werden, ein Drittel soll durch Tagespflege abgedeckt werden. Das Jugendamt sch\u00e4tzt somit, dass rund 350 Pl\u00e4tze in vorhandenen Kindertageseinrichtungen zus\u00e4tzlich geschaffen werden m\u00fcssen, der Kreis selbst werde etwa 250 qualifizierte Tagespflegepersonen ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des neuen Gesetzes werden zus\u00e4tzliche Kindertageseinrichtungen investiv mit 90 Prozent vom Bund gef\u00f6rdert. Der Kreis steuert die Gelder, &#8220;Akteure&#8221; vor Ort sind die St\u00e4dte und Gemeinden. Das Bundesgesetz wird vom Kreis und den Kommunen als &#8220;echte Herausforderung&#8221; gesehen, sagte Landrat Marx in Lauterbach. Das Vorhaben sei jedoch gesellschaftspolitisch hochrangig, denn in der positiven Umsetzung gehe f\u00fcr junge Familien das &#8220;verl\u00e4ssliche Signal aus, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind&#8221;. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei mittlerweile unbestreitbar zu einem wirtschaftspolitischen Standortfaktor geworden.<\/p>\n<p><strong>Ziel: Ein Drittel der Nachfrage sollen Tagesm\u00fctter und Tagesv\u00e4ter abdecken<\/strong><\/p>\n<p>Landrat, Familiendezernentin und Jugendamt gehen davon aus, dass etwa ein Drittel des zus\u00e4tzlichen Gesamtbedarfs \u00fcber Tagespflege-M\u00fctter oder -V\u00e4ter abgewickelt werden. &#8220;Wir werden die Tagespflegem\u00f6glichkeiten jetzt massiv ausbauen&#8221;, sagte Emmermann bei der Vorstellung eines neuen Prospekts, der sich sowohl an interessierte Eltern als auch an interessierte Tagespflegepersonen wendet.<br \/>\nKindergarten, Kindertagesst\u00e4tte, Kinderhort und Kinderkrippe gelten aus Sicht des Jugendamts als &#8220;Grundpfeiler&#8221; der Versorgung, zu denen eine &#8220;vom Kreis verantwortete deutlich verst\u00e4rkte Kindertagesbetreuung&#8221; hinzu trete.<\/p>\n<p>Landrat Marx gab sich in Rahmen einer Fachtagung mit den B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeistern vor wenigen Tagen im Kreishaus \u00fcberzeugt, dass der Kreis und alle Kommunen &#8220;als kommunale Familie die Herausforderungen des Bundesgesetzes schultern werden&#8221;, und zwar \u00fcberschaubar, mit \u00dcbergangsfristen, &#8220;Schritt f\u00fcr Schritt&#8221;. Der Landrat lobte ausdr\u00fccklich die Kommunen f\u00fcr ihre hohe Flexibilit\u00e4t in diesem Bereich. Der Kreis als Tr\u00e4ger der Jugendhilfe steuert die investiven Bundeszusch\u00fcsse &#8211; bereits f\u00fcr 2008 sind inzwischen knapp 900.000 Euro f\u00fcr den Ausbau von Kinderkrippen bereit gestellt worden, weitere etwa 1,3 Millionen Euro werden f\u00fcr das kommende Jahr f\u00fcr den Vogelsbergkreis in Aussicht gestellt. Der Kreis will den Kommunen bei der Bedarfserhebung helfen.<\/p>\n<p>Mehreren B\u00fcrgermeistern, darunter Kirtorfs Rathauschef Ulrich K\u00fcnz geht die 90-Prozent-F\u00f6rderung nicht weit genug. Er fordert 100 Prozent Kosten\u00fcbernahme durch den Bund. Klar sei, dass zus\u00e4tzliche Angebote von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern nicht geschultert werden k\u00f6nnten. Einige B\u00fcrgermeister stellten die Frage, ob der Bedarf denn \u00fcberhaupt vorhanden oder auch ob die 35-Prozent-Versorgungsquote f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum passend sei, w\u00e4hrend Lauterbachs B\u00fcrgermeister Rainer-Hans Vollm\u00f6ller forderte: &#8220;Wir m\u00fcssen endlich in die Puschen kommen!&#8221; &#8211; und meinte damit auch den Bereich der Tagespflege, denn der Bedarf sei klar vorhanden.<\/p>\n<p><strong>Welche Aufgaben hat die neue Koordinierungsstelle im Jugendamt?<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Kindertagespflege im Vogelsbergkreis &#8211; Vereinbarkeit von Familie und Beruf&#8221; hei\u00dft das Informationsblatt des Jugendamts, das gegenw\u00e4rtig an vielen \u00f6ffentlichen Stellen verteilt wird. Diplom-Sozialp\u00e4dagogin Susan Jusseaume ist seit Kurzem im Vogelsberger Amt f\u00fcr Jugend, Familie und Sport f\u00fcr die Bedarfserhebung und die Koordination der Tagespflegeangebote zust\u00e4ndig. Sie stellte gemeinsam mit Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer und ihrem Stellvertreter Helmut Benner den Dezernenten den neuen Flyer und die Vorgehensweise des Jugendamts vor. Das Jugendamt m\u00f6chte zum einen in Erfahrung bringen, wer Bedarf an neuen Angeboten hat und zum anderen Menschen gewinnen, sich zu qualifizieren und in einem &#8220;Pool&#8221; von Betreuern die Struktur deutlich zu verst\u00e4rken.<br \/>\n<strong><br \/>\nWer m\u00f6chte Tagesmutter oder Tagesvater werden?<br \/>\nWas sind die Voraussetzungen?<\/strong><\/p>\n<p>Das Jugendamt erteilt die Erlaubnis, Kinder von null bis 14 Jahren zu betreuen. Ganz wichtig: Man muss mindestens 21 Jahre alt sein und an einer 45-st\u00fcndigen kostenfreien Basis-Qualifizierung und weiteren regelm\u00e4\u00dfigen Fortbildungen teilnehmen. Man darf im Regelfall h\u00f6chstens drei Kinder gleichzeitig betreuen. Das Jugendamt pr\u00fcft die pers\u00f6nliche Eignung eingehend und fordert zum Beispiel ein polizeiliches F\u00fchrungszeugnis. Das Jugendamt stellt die p\u00e4dagogische Begleitung und Beratung sowohl der Eltern als auch der Tagespflegepersonen sicher.<\/p>\n<p>Wer Interesse an einer Betreuungst\u00e4tigkeit hat oder als Eltern den Bedarf f\u00fcr eine Betreu-ung anmelden m\u00f6chte, kann sich bei Susan Jusseaume melden, Telefon 06641 \/ 977-420, susan.jusseaume@vogelsbergkreis.de ; weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.vogelsbergkreis.de\" target=\"_blank\">www.vogelsbergkreis.de<\/a> (Stichwort: Jugend, Familie und Sport).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><br \/>\nFOTO:<br \/>\n<\/strong><\/span><br \/>\nLandrat Rudolf Marx (rechts) und Familiendezernentin Sylke Emmermann (Zweite von rechts) wollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Diplom-Sozialp\u00e4dagogin Susan Jusseaume (Mitte) ist seit Kurzem im Vogelsberger Amt f\u00fcr Jugend, Familie und Sport f\u00fcr die Bedarfserhebung und die Koordination der Tagespflegeangebote zust\u00e4ndig. Sie stellte gemeinsam mit Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer und ihrem Stellvertreter Helmut Benner den Dezernenten den neuen Flyer und die Vorgehensweise des Jugendamts vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Familiendezernentin Sylke Emmermann und Jugenddezernent Landrat Rudolf Marx sind sich einig: um zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gelangen, kommt im l\u00e4ndlich strukturierten Vogelsbergkreis dem Ausbau von Tagespflege-Angeboten eine zentrale Bedeutung zu. 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