{"id":127631,"date":"2014-07-24T07:19:23","date_gmt":"2014-07-24T07:19:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=127631"},"modified":"2014-07-24T07:19:23","modified_gmt":"2014-07-24T07:19:23","slug":"deutscher-caritasverband-zahl-der-schulabgaenger-ohne-hauptschulabschluss-ruecklaeufig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=127631","title":{"rendered":"Deutscher Caritasverband: Zahl der Schulabg\u00e4nger ohne Hauptschulabschluss r\u00fcckl\u00e4ufig"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, Fulda (cif).\u201e\u00dcber 47.600 Jugendliche haben im Jahr 2012 die Schule ohne einen Abschluss verlassen\u201c, kritisiert Caritas-Pr\u00e4sident Dr. Peter Neher angesichts aktueller Zahlen, die der Deutsche Caritasverband jetzt ausgewertet hat. Immerhin sei die Quote der Schulabg\u00e4nger ohne Hauptschulabschluss von sechs Prozent im Jahr 2011 auf 5,6 Prozent im Jahr 2012 gesunken. \u201eDies zeigt zwar eine leichte Besserung. Doch jeder Jugendliche, der die Schule ohne einen Abschluss verl\u00e4sst, ist einer zu viel\u201c, betont Neher. Einen Ausbildungsplatz und damit eine berufliche Perspektive zu finden sei ohne einen Schulabschluss f\u00fcr diese jungen Menschen kaum m\u00f6glich.<!--more--><\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf die Quote der Schulabg\u00e4nger ohne Hauptschulabschluss hat nicht wie h\u00e4ufig vermutet die finanzielle Situation einer Kommune. Entscheidend sind vielmehr der Anteil der F\u00f6rdersch\u00fcler und die Arbeitslosenquote. \u201eDie Ergebnisse zeigen deutlich: Wenn vor Ort, Politik, Schulen, Arbeits\u00e4mter und Wirtschaft kooperieren, schaffen mehr Sch\u00fcler einen Abschluss. Mit einem Mix aus Schulsozialarbeit, fr\u00fchen Hilfen, Berufsorientierung, Elternarbeit und Angeboten f\u00fcr schulm\u00fcde Jugendliche k\u00f6nnen wir also Kinder effizient darin unterst\u00fctzen, einen Schulabschluss zu erlangen\u201c, macht Neher deutlich.<\/p>\n<p>Auch im dritten Jahr der Auswertung zeigen sich zwischen den ost- und westdeutschen Bundesl\u00e4ndern deutliche Unterschiede in der Zahl der Schulabg\u00e4nger ohne Abschluss. So verlassen in Bayern 4,6 Prozent der Sch\u00fcler die Schule ohne Abschluss, wohingegen es in Sachsen-Anhalt rund elf Prozent sind. Insgesamt sind jedoch die Quoten der Schulabg\u00e4nger ohne Abschluss mit Ausnahme der des Saarlands gesunken.<\/p>\n<p>Auf Kreisebene in Osthessen im Bereich des Bistums Fulda ist die Entwicklung uneinheitlich und leider nicht durchg\u00e4ngig positiv: Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch verweist auf die Landkreise Fulda und Main-Kinzig-Kreis, in denen die Quote gegen den Trend sogar um fast einen Prozentpunkt gestiegen ist. So verlie\u00dfen 2012 im Landkreis Fulda 4,39 % (Vj: 3,38 %) im Main-Kinzig-Kreis 5,30% (Vj: 4,55%) der Abgangssch\u00fcler die Schule ohne Hauptschulabschluss.<\/p>\n<p>Auch Juch benennt Sch\u00fcler-Betreuungsprogramme, die mit zur Stabilisierung des sozialen Umfelds beitragen sollen, sowie eine im Schulkonzept integrierte Berufsorientierung als wesentliche Aspekte, die in der Bildungspolitik verst\u00e4rkt Beachtung finden sollten. \u201eGerade junge Menschen ben\u00f6tigen eine Vorstellung von Ausbildungsberufen und realistischen Berufsbildern\u201c, unterstreicht der Fuldaer Caritasdirektor. Die Caritas selbst biete zum Beispiel mit den SymPaten in Marburg individuelle Begleiter f\u00fcr die Sch\u00fcler zum erfolgreichen \u00dcbergang von der Schule in den Beruf an. \u201eAn Schulsozialarbeit und F\u00f6rderprogrammen darf keinesfalls gespart werden, denn hier investiert die Gesellschaft letztendlich in ihre eigene Zukunft!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Berlin, Fulda (cif).\u201e\u00dcber 47.600 Jugendliche haben im Jahr 2012 die Schule ohne einen Abschluss verlassen\u201c, kritisiert Caritas-Pr\u00e4sident Dr. Peter Neher angesichts aktueller Zahlen, die der Deutsche Caritasverband jetzt ausgewertet hat. 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